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Am 19.6.2004 war das Projektteam zu einem Interview beim Ägyptischen Botschafter in Deutschland eingeladen, um das Projekt vorstellen zu können. Hier die leicht gekürzte Übersetzung. Seine Exzellenz Mohammed el Orabi: Sprechen Sie Englisch? Rosette-Team, Jan Romberg: Ein wenig. el Orabi: So, dann können Sie hier managen. (Wir setzen uns, der Fernseher läuft in der Ecke.) Es ist ein nettes Programm, einer der arabischen Kanäle, sie behandeln sehr interessante Themen. Sie besprechen, es sei gesund jeden Tag ein paar Glas Rotwein zu trinken. (Wir lachen alle.) So, was machen Sie hier? Wenn Sie auf deutsch sprechen wollen, werde ich helfen. Romberg: Vielen Dank, am Anfang wollen wir unser Projekt vorstellen. Wie Sie wissen, wurde der Stein von Rosette 1799 gefunden. Der Kern unseres Projektes besteht aus Replizieren des Steins zur Visualisierung in unserer Schule. Zuerst wurde ein Acrylglas in Gestalt des Rosetta geformt, daraufhin wurde die Platte gefärbt, damit sie wie das Original aussieht. el Orabi: Ich würde Ihnen eine Nachbildung zeigen, haben wir eine hier. Groß: Ach, das ist nett. Der Botschafter eilt hinaus, kehrt mit einer Schautafel des Steines von Rosette zurück. el Orabi: Es ist natürlich nicht der Echte. (Gelächter verbreitet sich.) Groß: Diese hier ist selbstverständlich mehr differenziert als unsere Nachbildung, wir haben die Zeichen mit Maschinen garviert, aber die Größe ist Eins zu Eins. el Orabi: Ah, das ist groß! Groß: Wie das Original! Romberg: Wir haben einige Fotos hier. Groß: Dies' sind Bilder von der Präsentation. Sie war vor einem Jahr an der Schule. El Orabi: Welche Art von Stein? Groß: Ein acrylisches Glas, eine Art Kunststoff. Wir ließen es schmelzen, damit konnten wir es zurechtbiegen El Orabi: Wie viele Monate habt Ihr Euch für das genommen? Groß: Ungefähr zwei Monate, aber Jan hat am meisten von der Vorbereitung gemacht und hat alle Zeichen eingraviert, ich habe sie auf den Stein geschrieben. El Orabi: Und dies sind die drei Sprachen? Haben Sie typische Schriftzeichen eingeschnitten oder haben Sie oder irgendwelche Art der Buchstaben geändert? Romberg: Wir haben versucht, alle Zeichen zu kopieren. El Orabi: Das war sicher nicht leicht. Aber ich denke, Sie verstehen nicht die Bedeutung der Zeichen? Romberg: Nur der griechisch Teil. El Orabi: Sie verstehen den griechische Teil, es ist gut Griechisch zu verstehen. Romberg: Heute steht diese Kopie vom Stein in unserer Schule, deshalb sehen die Schüler diesen Stein jeden Tag. Ich denke, dies ist wichtig, weil er ein Symbol ist einerseits für die alte ägyptische Kultur und andererseits für die Fähigkeit, die Hieroglyphen zu entschlüsseln. Sie wissen, das sie lange nicht verstanden wurde. Und es ist gut, weil wir eine humanistische Schule sind und daher... el Orabi: Ist Eure Schule hier in Berlin? Groß: Ja, wir entdecken alte Sprachen und durch diese Projekt auch ägyptische Sprache. Zum Mindesten ein wenig. el Orabi: Das ist nicht leicht. Aber es ist ein gutes Projekt. Was ist die Reaktion von Ihren Freunden und den Schülern in der Schule? Es wird sicher viel diskutiert. Groß: Viele Schüler hatten den Stein von Rosette zuvor nicht gekannt und ich kann nicht mich erinnern je im Unterricht etwas darüber gehört zu haben, aber ich denke, dass es wirklich wichtig ist, wie mein Partner es genannt hat, dass die Schüler etwas von diesen Stein erfahren, weil er wichtig ist für die Entdeckung der alten Sprachen und die große Kultur Ägyptens. Und jetzt fragen sie die Lehrer, für was der Stein gut ist. Dafür haben wir eine Platte mit einigen Informationen neben den Stein von Rosette gehängt, aber ich bin sicher, dass es nicht genug ist, es ist nur eine Seite. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, es in unserem Abitur einzubringen. El Orabi: Ja, ich denke, dass es ein gutes Projekt ist, aber kennen Sie den Mann, der das entdeckt hat,... Groß: Bouchard! el Orabi: Champollion! Romberg: Ja natürlich, er hat die Hieroglyphen entziffert. el Orabi: Wie alt war er, als er gestorben ist? Romberg: Sehr früh, denke ich. Groß: Mit 41 oder 42, geboren war er 79 und gestorben er ist 1832, wie Goethe. el Orabi: Als er 41 war, ist er als ein junger Mann gestorben. Und er hat gesagt, er sei geboren, um diesen Rosetta zu entschlüsseln und es seine Mission in der Welt und in seinem Leben war und ich denke, dass er recht hatte. Er hatte unbedingt recht. Und ich denke, es war eine der wichtigsten Entdeckungen seit dem Beginn des Lebens auf Erden. Denn heute könnte jeder könnte so ein Schriftstück lesen oder sich anhören welcher Art es ist. Ich denke, dass es ein gutes Projekt ist, aber ich denke, dass Sie dieses Projekt durch Lernen dieser drei Sprachen und fortsetzen müssen, alsdann nach Ägypten kommen und alle Zeichen lesen, die auf dieser Art von Objekten geschrieben stehen. Exzellenz zeigt uns ein Buch, in dem gezeigt wird, wie prächtig und farbenfroh die Bauwerke einst glänzten. el Orabi: Dies ist ein Projekt von Freunden Ägyptens in Stuttgart, und sie versuchten sich vorzustellen, wie die Realität in dieser Art von Tempeln einmal aussah. Sie haben diese Kunststoffeinlagen benutzt um uns das zu zeigen: uns einen Eindruck zu geben, wie farbig sie gewesen sind. Einige Leute denken dass es im altem Ägypten farblos war. Ich denke, das Ganze war farbig, war es eine wunderbare Welt. Groß: Da gibt es nur eines zu sagen: WOW! Eine Angestellte bringt zwei Bücher, die der Botschafter uns schenkt. el Orabi: Dies' ist der Kalender der ägyptischen Botschaft und Sie werden vieles über Ägypten auf deutsch zu lesen finden, wenn Sie Ihre Freunde in der Schule gezeigt haben. besagte Angestellte bringt zwei Exemplare des Stuttgarter Farb-Projektes Buches, die uns der Botschafter überreicht Groß: Wir haben im Groben zwei Teile in unserem Projekt, der eine handelt von der alten Bedeutung des Steines und dies ist mein Teil, um die griechische Welt und die ptolemäische Welt; sein Teil handelt von der Bedeutung in unserer Zeit, für Entdeckung dieser Sprache. el Orabi: Gut, jetzt erst erinnere ich mich an ein sehr wichtiges: Sie wissen wo der in Berlin Zoo ist? Dort gibt es eine Bank, die Volksbank, dort haben sie jetzt eine große Ausstellung um das Totenbuch". Ich möchte, dass Sie diese Ausstellung zu besuchen. Groß: Selbstverständlich werden wir... el Orabi:... sie besuchen, Sie werden überrascht sein vom alten Ägypten und Sie werden viel anregendes finden
Ein solches Buch hatte ein jeder, als er gestorben ist. Es soll von ihm berichten, und dieses Buch gab Anweisungen von vielerlei Art, damit der Besitzer in den Himmel kommen würde. An welche Art von Paradies er denken soll, oder ob er zur Hölle fahren wird, deshalb befand ich es für sehr interessant, als ich dort war. Sie haben dort von diesem Buch Übersetzungen ins Deutsche und ich möchte, dass Sie sie vielleicht an diesem Wochenende besuchen, es wäre ein netter Ausflug. el Orabi: Es ist im Kunstforum dem Volksbank. Aber Sie sprechen ein gutes Englisch. Sie haben einige Fragen gehabt? Romberg: Ja, meine erste Frage handelt von Napoleon. Die Europäer schauen geteilt auf Napoleon, weil er Krieg über dem Kontinent gebracht hat, aber auch Bürgerrechte. Auf welche Weise wird er in Ägypten betrachtet? el Orabi: Gut, selbstverständlich war Ägypten ein Objekt von vielen Invasionen: die Briten, die Franzosen und selbstverständlich die Osmanen durch die Türken und noch viele weitere Invasoren. Aber es macht die Größe Ägypten aus, dass wir nie schlechtes erhalten haben von irgendeinem von diesen ausländischen Herren auf dem anderen Kontinent. Stets haben wir diese ausländischen Kräfte umgestimmt. Auch Napoleon kam als ein Eindringling nach Ägypten oder als ein Feldherr. Er hat Ägypten als ein großer Liebhaber verlassen, als ein großer Denker über Ägypten und dies' eben ist die Kraft der ägyptischen Zivilisation. Er ist als habgierige Person gekommen als er in Ägypten einfallen ist und es behalten wollte. Doch nach einer Weile macht Ägypten Sie zu einem Liebhaber von Ägypten und dies ist dies ist es, was mit Napoleon geschehen ist. Selbstverständlich haben wir als Ägypter am Anfang gegen Napoleon gekämpft, aber nach einer Weile unterhielt er einige Wissenschaftler und Gelehrte, französische Gelehrte, in Ägypten und ich denke d.h., es kann sein, dass dies die einzige goldene Zeit unter den Invasionen in Ägypten war. Er versuchte uns zuzuhören, uns Ägypter verstehen. Betrachten wir das, können wir sagen, dass die französische Invasion oder das französischen Bemühungen viel Gutes auch zur ägyptischen Gesellschaft beigetragen und den Ägyptern geholfen hat. Es gab einen Baudrang von kulturellem Wert während der Invasion. Es ist unbestritten eine Invasion gewesen, aber es hat positive kulturelle Seiten. Groß: Unter anderem die Entdecken des Steines von Rosette. Der Sekretär seiner Exzellenz: Es gab zehn Ägypter an der TU, Geschichtenprofessoren, die saßen und dachten. Derjenige, mit ich mich ein wenig unterhalten habe, erzählte von der von der arabischen Eroberung Spaniens, man beschrieb die Araber als Räuber. Was ich damit ansprechen wollte: Als die Franzosen uns überfallen haben, haben auch viel davon getragen. In den Museen in Berlin, in Frankreich und in England und sonst überall in Europa befinden sich sehr wichtige Stücke von unserer Geschichte. Das ist ein Thema über dass ich viel mit den Deutschen spreche, wenn ich sie treffe, ich werde immer dafür leben, dieses Verbrechen zu korrigieren. Denn die Professoren sprechen nur von unserer Verbrechensgeschichte. Wir selber jedoch wurden überfallen so wie Sie auch überfallen wurden und die uns überfallen haben behalten nun sehr wichtige Teile von unserer Geschichte und mit ihnen auch viele unserer Quellen. Das ist ein sehr wichtiges Thema. el Orabi: Selbstverständlich, damals wurden sehr gute Stücke entdeckt und dann nach Europa geschifft, nach Frankreich, zu den Briten oder den Deutschen gefahren. Doch sehen wir alle diese Leute als Erben der Menschheit an. So sind wir stolz, dass unsere Denkmäler und Objekte unsere Kultur in der Welt vertreten. Sie können zum ägyptischen Museum in Berlin gehen und dort ganz einfach vieles sehr gutes sehen Romberg: Ja, wir sind selbstverständlich stets gerne dort. Doch noch eine Frage: Natürlich hat Ägypten heute eine andere Kultur als vor 2000 Jahren. Wie verbunden fühlt sich die Bevölkerung Ägyptens mit den alten Gebräuchen und was ist davon vielleicht noch lebendig? el Orabi: Selbstverständlich sind wir sehr stolz, die Verteidiger der alten Ägypter und dieser ehrenvollen Zeit zu sein und: Ja, vieles existiert noch und das ist es, weshalb ich diese Ausstellung angesprochen habe, denn wissen Sie, Teile der Tradition der Europäer kommen aus Ägypten, diesem fruchtbaren Land. Auch, wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie viele gut erdachte Ratschläge finden, die Ihr tägliches Leben bestimmen sollten: Verschmutze den Fluss nicht, ist eine der Anweisungen in diesem Buch, schade deinem Nachbarn nicht, schrei deine Eltern nicht an, sei nicht schmutzig, reinige dich, zerstöre keinen Baum, vor allem nicht in der Wüste. Jede dieser Anweisungen, wenn Sie mit den Anweisungen verglichen haben, die wir versuchen, den jungen Leuten im Bewusstsein zu halten, ist eine Sorte des umweltbewussten Lebens. Wenn Sie also den Fluss nicht beschmutzen, wenn Sie versuchen, den Motor anzuhalten, wenn Sie nicht Tiere töten. Alle diese Anweisungen kommen von den alten Ägyptern und sind noch weiter gewachsen und bestimmen jetzt unser tägliches Leben. Ich denke auch in den europäische Religion, gibt es die Anweisungen, gut zu Ihren Eltern zu sein und gut zu Ihrem Nachbarn, zu Ihren Kollegen, zu Ihren Freunden. Alle diese Anweisungen findet Ihr auch in diesem Totenbuch" wieder und Sie haben ja selbst erfahren, dass die alten Ägypter in ihrem Verhalten sehr zivilisiert waren, beteten sie doch sogar zu einem Gott, und tatsächlich alles ein Teil unserer Natur, Teil unseres Denkens, von unseren Traditionen und Teil von unserem Verhalten als moderne Ägypter. Romberg: Unser Projekt beschäftigt sich mit der Frage, warum der Stein ein einmaliges Exemplar ist. Wie schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bruder von Rosettana gefunden wird? el Orabi: Es ist eine große Möglichkeit, ich bin sicher, dass wir viele andere Stücke wie dieses und sogar von der Gestalt dem Stein von Rosette finden und es wird Ihnen den Eindruck von diesem Teil von einem großen Gegenstand, es kann der Rest von diesem Stein gefunden werden und es wird uns helfen, mehr Informationen über die alten Ägypter Leben zu erwerben. Aber Sie sollten immer daran denken, dass die Zivilisation der Ägypter immer auf Stein basierte und was Stein in der Seele der alten Ägypter bedeutete. Wenn Sie heute zu den Pyramiden schauen, sehen Sie einige Steine, aber für sie war es mehr. Die Bedeutsamkeit von Stein, jedweder Art dem Stein, in unserer Kultur, ist nicht nur die als ein Material oder nicht nur als ein totes Objekt. Es ist eine dämonischen Substanz und es wird ewig an Zivilisationen erinnern. Sie werden sehen, dass sie alle auf Steinen und Gebäuden basieren. Sie erbauten etwas. Wenn Sie nach China fahren, werden Sie finden, dass die Chinesen viele Dinge erbauten, oder in Ägypten, auch wenn Sie nach Lateinamerika, zu den Inkas zurückblicken. Sie gingen den gleichen Weg in ihrer Zivilisation, Steine und Gebäude, sind sie die Zeugen der altägyptischen Zivilisation. So weiß ich auch, dass viele Deutsche in Ägypten arbeiten und versuchen, vieles weitere Gegenstände zu finden, aber dieser Stein ist einfach einmalig und doch weiß ich, dass wir mehr Stücke finden können, auch welche wie dieses. Romberg: Eine wichtige Quelle für unsere Arbeit ist das Lexikon der Ägyptologie" von Wolfgang Heck und Wolfhart Westendorf. Ich fand es in Deutschland, England, den Niederlanden und es steht sicher überall in großen Bibliotheken. Können sie ein neueres und aktuelleres Standartwerk empfehlen? el Orabi: Ich bin sicher, wir haben viele Material für Sie hier. Auch Professor Wildung wird helfen Ihnen sicher gerne behilflich sein, ist er doch Direktor des ägyptischen Museums hier in Berlin. Sekretär: Wenn ihr mal im Internet schaut, der Autor Zahvy Hawass hat viel darüber geschrieben. Vielleicht findet man Hinweise auf Bücher oder Artikel. Romberg: Die Sprache und damit fast die ganze Kultur der alten Ägypter wurde durch Einflüsse anderer Kulturen verdrängt und geriet in Vergessenheit. Drohte eine solche Verdrängung ausgehend von Amerika? el Orabi: Nein, es waren die griechische, die römische und die britische Zivilisation, von der Sie sagen können, dass diese Unabhängigkeit beschnitten, aber Amerika? Europa ist sehr nah bei Ägypten und so hat sich das alles ergeben; erinnern wir an die Geschichte von Cleopatra und Marc Antonio, das war ein Teil von Einfluss von den Ägyptern auf das römische Reich. Aber ich weiß nichts davon, obwohl einige Leute sagen, dass die Ägypter von Ägypten nach Lateinamerika, (nicht den zu den Vereinigten Staaten), gesegelt waren. Ich bin da aber nicht so sicher. Romberg: Heyerdahl hat versucht, mit einem altägyptischen Schiff dorthin zu segeln. el Orabi: Ich weiß nicht. Es gab viele Versuche, aber ich halte es nicht für wissenschaftlich erwiesen, dass Ägypter dieses Gebiet erreicht haben. Romberg: Eine letzte Frage. Hätte man ihrer Ansicht nach die Hieroglyphen auch ohne den Stein von Rosette entziffern können? el Orabi: Nein, das glaube ich nicht. Sie wissen, lange Zeit konnte niemand diese Sprache mehr sprechen. Die Sprache wurde verdrängt, was wichtig für die Religion war, aber ich meine, dass die Sprache gerade wegen der Änderung der Religion verdrängt wurde. In dieser Zeit kam der Buddhismus aus Ägypten, wie auch das Christentum und der Islam, wir waren die Schöpfer von den drei Religionen, darum existiert die Republik bis heute, eben wegen der Änderung der Religion, aber in der Hebräischen Sprache, gibt es einige Einflüsse über eine lange Periode auch noch jetzt. Ich denke ohne die Entdeckung dieses Steines wäre es unmöglich, sich das auszumalen, denn sie wissen ja, diese Sprache war nicht alphabetisch. Und Sie wissen, das eine Mal kann man ein Wort mit einer Figur darstellen, beispielsweise ein Vogel und dann wieder mit etwas anderem und manchmal Sie schreiben von oben nach unten und manchmal schreiben Sie von rechts nach rechts und deswegen denke ich, dass es sehr schwierig war, sich vorzustellen, wie diese Sprache zu schreiben und zu verstehen ist. Ich versuchte vielmals, diese Sprachen zu verstehen, aber es ist nicht leicht. Man muss fortwährend wiederholen und es sehr angestrengt studieren. Und gelegentlich hat jede Figur eine bestimmte Bedeutung und ein anderes Mal besitzt die gleiche Figur andere Bedeutungen abhängig vom Ort. Am Satzbeginn bedeutet der Vogel oder der Arm etwas völlig anderes als wenn es am Ende des Satzes steht. So ist es halt sehr kompliziert, es ist nicht gerade eine leichte Sprache. Ich denke, dass wir als Ägypter versuchen müssen, diese Sprache zu bewahren, denn ich denke, dass die Sprache eine sehr wichtige Rolle für die Religion spielt. Die Ablösung der Religion in Ägypten spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Ablösung dieser Sprache. Und man sollte es differenziert betrachten, dass sie nicht mehr benutzt wurde. Ich stelle mir vor, dass Sie versuchen, eine Prüfung zu schreiben, oder einen Brief zu Ihre Freunde, und jedes Mal solche Bilder und so viel Kraft verbrauchen würden. Gehen Sie dann lieber zu diesem Museum und Sie werden viele Sachen finden, Sie werden dort sogar finden, was die Bedeutung der Charaktere und den verschiedenen Figuren ist. Und was das in dieser Sprache bedeutet. Doch ich denke, dass das Schreiben schon damals sehr schwierig war, aber schließlich hatten die Leute damals viel Zeit, sie haben keinen Fernsehapparat und kein Internet gehabt und deswegen es war leicht, den ganzen Tag zu schreiben, diese Figuren zu zeichnen, und es gab eine Menge Läden oder Büros in altägyptischer Zeit, in denen man aufschrieb, was Sie diktierten. Schreiber war ein eigener Beruf zu der Zeit und sie waren sehr angesehen und wichtig in Tempeln und sehr geschäftstüchtig, wenn Sie arm sind, kaufen Sie ein Buch in schwarz-weiß, aber wenn Sie reich sind, können Sie eine farbige Kopie kaufen, dafür haben sie zwei Ausgaben in dieser Ausstellung. Und auch Papier war purpurn und man nutze auch Leinen, dies ist ein sehr gutes Material mit einer netten beigen Farbe und sie schrieben auf diesem Leinen und das Leinen ist sehr stark, ich habe es geprüft. Ich denke, es waren wunderbare Leute, die so vieles entdeckt haben, so viel machten und gewusst haben, wie die Körper zu balsamieren sind. Man weiß heute nicht mehr, wie sie es angestellt haben, denn es war sehr kompliziert, aber es waren halt auch sehr gute Ingenieure. Wir sind stolz, die Söhne dieser großartigen Leuten zu sein und Sie sollen stolz sein, dass Sie Deutsche sind, Sie haben schließlich auch eine große Tradition. Groß: Ja, aber nicht ebenso alt als die der Ägypter. el Orabi: Ja eines Tages werden auch Sie alt sein. Aber schließlich haben sie große Künstler und ein großes Bewusstsein und wir werden uns freuen, Ihnen bei Ihrem Projekt zu helfen und wir erkennen Euch als Freunde der ägyptischen Botschaft hier in Berlin. Kommen Sie immer hierher wenn Sie wollen, auch mit Ihren Freunden. Wir können für das nächste Schuljahr dafür sorgen, dass Sie hier mit Ihrer Klasse kommen können. Zu jeder Zeit ist dies ein freundschaftlicher Ort für Sie und Sie können Ihre Freunde zu jeder Zeit die ägyptische Botschaft einladen, Sie können kommen, um nette Videos über Ägypten anzuschauen, könnt Ihr hier Zuschauen kommen. Wenn Ihr jetzt schon irgendwelche Pläne habt, lasst es mich wissen, oder auch nach Ende des Schuljahrs. Groß: Vielen Dank für Ihre Ausführungen und für Angebot Sie zu Besuchen. el Orabi: Sie sind stets sehr willkommen und wir denken immer, dass junge Leute die Zukunft sind, und wenn wir diesen guten Kontakt mit Ihnen haben, haben auch wir eine gute Zukunft. [...] Es werden ein par höfliche Gesten gewechselt und wir verabschieden uns herzlich. Das englischsprachige Original |