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Versuche der Entzifferung - wichtige Personen |
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Jean Francois Champollion war nicht der erste, der sich mit der Entzifferung der Hieroglyphen beschäftigte. Mit dem Lösen des Rätsels wurden viele andere Theorien über die Funktionsweise dieser Schrift Makulatur. Da die Versuche in ihrer Seriosität und Logik sehr differieren, sind sie dennoch der Betrachtung wert. | |
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Einer der ersten war Horapollon, er hatte starken Einfluss auf spätere Entzifferer. Er hatte sie selbst schon nicht mehr lesen können, obwohl er nur wenige Jahre nach der letzten Schriftsetzung gelebt hatte. Horapollon sah nur, dass in der Hieroglyphenschrift viele Bilder verwendet wurden, berichtete der Nachwelt also, die Ägypter hätten sich einer Bilderschrift bedient. Man vertraute seinem Urteil aufgrund der zeitlichen Nähe. Es gab Veröffentlichungen, in denen behauptet wurde, in den Hieroglyphen den 100. Psalm des alten Testaments lesen zu können. Ein Pfarrer namens Tandeau versicherte, die Hieroglyphen seien nichts als schöne Zeichen ohne tieferen Sinn. Solche Äußerungen entbehren eines wissenschaftlichen Systems einer nachvollziehbaren Herleitung. Doch gab es auch ernstzunehmende Forschungen, oftmals wichtige Schritte in Richtung der Entzifferung. Der koptisch sprechende Jesuit Athanasius Kirchner versuchte sich zwar nicht direkt an der Entzifferung der Hieroglyphen, aber er stellte fest, dass die koptische Sprache und Schrift ein Nachfolger der Hieroglyphen seien und bezeichnete sie als kursive Hieroglyphen". |
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Abbé Barthélemy lebte von 1716 bis 1795. Er erkannte, dass die Namen der Pharaonen jeweils in Kartuschen geschrieben wurden. Diese Erkenntnis stellt den Ausgangspunkt für Champollions Forschung dar. Auch Barthélemy betonte wie Kirchner die Verbindung vom Koptischen und den Hieroglyphen. Carsten Niebuhr, aus der Nähe von Cuxhaven, erstellte genaue Kopien von Denkmälern. Seine Abschriften von Persepolis ermöglichten die Entzifferung der Keilschrift. Nachdem Niebuhr in Ägypten war, machte er eine Aufstellung der verschiedenen Hieroglyphen. Mit Hilfe dessen stellte Niebuhr 1761 fest, dass ein Zeichen nicht für ein Wort stehen könnte, da die Anzahl der Hieroglyphen zu gering sei und es ansonsten nur sehr wenig Wörter geben würde. Dieser Fakt kann auch am Stein von Rosette nachvollzogen werden, wie Sie unter 1.4. nachlesen können. |
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Auch Georg Zoëga (1755-1805) setzte mit einer formalen Betrachtung eine wichtige Vorraussetzung für die Arbeit Champollions. Dieser dänische Gelehrte und Diplomat fand heraus, dass die Schriftrichtung immer in die Richtung verläuft, in welche die Tiere, Gestalten oder Menschen blicken und dass einige der Hieroglyphen auch Lautzeichen sein könnten. Silvestre de Sacy versuchte an Hand des Steins von Rosette den demotischen Text durch einen graphischen Vergleich mit dem griechischen Teil zu deuten. |
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Dem Schweden Åkerbald gelang es, die demotischen Namen zu lesen, womit er die Arbeit Sacys fortsetzte. Thomas Young beschäftigte sich ein Jahr lang mit dem Stein von Rosette. Bis zu seinem Lebensende behauptete er, die Hieroglyphen entziffert zu haben und lehnte gleichzeitig die Forschungsergebnisse von Champollion ab. Er entzifferte im demotischen und hieroglyphischen Teil Königsnamen und Begriffe, die mehrfach im Text vorkamen. Dabei gelang es ihm jedoch nicht, die Struktur der altägyptischen Schrift tatsächlich zu entziffern. Nach der Entzifferung durch Champollion war die Arbeit an den Hieroglyphen jedoch nicht beendet. Bei den nun möglichen Übersetzungen der alten Schrift wurden noch viele Schriftzeichen gefunden und analysiert, die zu Champollions Zeiten unbekannt waren. |
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