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AKTE X - 9. STAFFEL
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Ein großes Dankeschön an XFILES-MANIA und Mareen Kaestner (Autorin der Kommentare).
9x10 DROHUNGEN
INHALT:
Als ein Motorradfahrer an Kanadas Grenze versucht, illegal in die USA zu gelangen und dabei in eine Schlucht stürzt, geht die Maschine in Flammen auf. Doch von dem Fahrer fehlt jede Spur. An der Absturzstelle findet das FBI lediglich mysteriöse Abdrücke, die stark jenen ähneln, die man bei einem an der Westküste Afrikas abgestürzten Ufo fand. Noch ahnt Scully nicht, dass ihr kleiner Sohn William von einer Ufo-Sekte für den künftigen Führer der Außerirdischen gehalten wird.
14.01.2003 um 20:15Uhr auf Pro 7
ZITATE:
AGENT DALEY: Tell her my ass is freezing off and I need someone out here to get the bloodcirculating.
DRIVER AGENT: Sector station, Agent Daley here has a very special request.
SCULLY: Well, if this is an X-File then why don't you ask somebody who's working on the X-Files?
DOGGETT: I doubt Agent Follmer even knows where we are down here Agent Scully.
SCULLY: Rubbings. Taken from the surface structure of a craft.
DOGGETT: A craft?
SCULLY: A spacecraft. Agent Doggett, if you can wrap your brain around that.
DOGGETT (to FOLLMER): Dead man up and disappearing? Happens every day, right? - At least it does on the X-Files.
FOLLMER (to DOGGETT): Stick your nose in this case I promise you, you'll live to regret it.
SCULLY: But now I think...I think there may be answers there.
REYES: Answers to what?
SCULLY: Answers about my son. I know how that sounds. I have no one else to say it to. That I was meant to find these...somehow. These were meant for me.
SCULLY: Mom, he's my child.
MRS. SCULLY: And you have to love him and raise him in spite of everything. Dana, God has given you a miracle. A child that wasn't supposed to be. Maybe it's not to question...just to be taken as a matter of faith.
SCULLY: Mom, I can't take this on faith. I need to know. I need to know if it's really God I have to thank.
Kommentar:
by: Mareen Kaestner
Quelle: XFILES-MANIA
SCULLY: I need to know. I need to know if it's really God I have to thank.
Die Mythologie-Zweiteiler in der Serie sind meist action-geladen und voller komplexer Handlungsstränge, die es einem nicht erlauben, auch nur kurz wegzuschauen. Auch "Drohungen" enthält zwar Action und Spannung, enthüllt aber nicht zuviel Neues und erscheint etwas ruhiger, was wohl zum Einen viel mit den Szenen zwischen Scully und Reyes zu tun hat, die oft sanft und verständnisvoll miteinander reden und starke Emotionen widerspiegeln; zum Anderen mit Baby William und der Liebe und Aufopferung, die jeder ihm entgegenbringt - ausser natürlich der abtrünnige Agent Comer, der den Kleinen umbringen will.
Eben das ist nichts Neues, Williams Leben war schon in Gefahr, bevor er überhaupt zur Welt kam. Auch Mulder wird im Grunde genommen ständig bedroht - und dass er tot sein soll, wird nicht zum ersten Mal vermutet. Eine Sekte hatten wir oft genug, diese hier hat es nun speziell auf Scullys und Mulders Sohn abgesehen und buddelt zudem ein Raumschiff in North Dakota aus. Da scheinen sowieso einige UFOs rumzuliegen, denkt man zurück an die Dritte Staffel. Krycek ist von dem schwarzen Öl befallen und wird von diesem zu einem Raketensilo in North Dakota gelenkt, in dem sich ein Raumschiff befindet. Das Öl verlässt Krycek und er bleibt zurück, vom Raucher im Silo eingesperrt und dem Tod überlassen. Obwohl es ganz so schien, als wäre dies sein Ende, hat das unseren Ratboy natürlich nicht kleingekriegt (siehe 3x15 "Der Feind, Teil 1"/ "Piper Maru" und 3x16 "Der Feind, Teil 2"/ "Apocrypha").
Dass den Agenten Dinge vorenthalten werden, weil sie entweder ihre Nasen nicht in die Angelegenheit stecken sollen, oder es zu ihrem eigenen Besten ist und man sie ja nur beschützen will, kommt auch immer wieder mal vor und nützen tut es eh nie etwas. Sobald sie Lunte riechen und erstmal dran sind, lassen sie sich nicht mehr aufhalten - Mulder war da der schwerste Fall, aber Scully, Doggett und Reyes erreichen auch fast dieselbe Punktzahl. Diese Argumente jedenfalls scheinen nie ganz zu ziehen. Aber was Skinner diesmal sagte, war wohl noch seltsamer: Er dachte, Scully würde zusammenbrechen, wenn sie die Wahrheit erfährt. Gut, Scully ist kein Roboter, und sie hat jede Menge durchgemacht. Aber müsste man nicht inzwischen wissen, dass sie lieber wissen will, wenn Mulder in Gefahr ist, anstatt geschont zu werden? Und wie lange wollten die ihr vorenthalten, dass ihr Lebensgefährte tot sein soll? Wollten sie eine Gewissheit? Wenn ja, wie sollten sie ihn ohne Scullys Hilfe finden?
Endlich sieht man die Einsamen Schützen mal wieder. Ein Zitat finde ich ja superlustig. Langly gibt Reyes und Scully sechs Handys, die sie nach dem Benutzen sofort wegwerfen sollen. Muss man ihnen das überhaupt sagen? Passiert das nicht sowieso von selbst? Ich meine - wie viele Handys haben alle Agenten der Serie wohl schon verloren? ;-)
Die Frau, die Doggett umfährt und hinter William her ist, konnte ich gleich nicht leiden. Gut dargestellt, kann man dann wohl sagen. Und Doggett ist verletzt. Toll. Muss eigentlich jedesmal irgendwer ins Krankenhaus kommen?
Witzig fand ich auch Scullys Bemerkung bezüglich des Raumschiffes. Es ist ein Raumschiff, Agent Doggett, wenn sie das in ihren Schädel kriegen...Das dieser Schädel stahlhart sein muss, haben wir ja schon öfters mitgekriegt. Stahlhart, hihi, gute Wortwahl...Bei der Gelegenheit muss ich mal eine Frage einfach so in den Raum werfen: Freut ihr euch auch schon auf
"Terminator 3"? ;-)
Oh, und eins hat mich verwirrt. Doggett fragt Scully, wohin sie fahren werden und sie erwidert, dass sie es ihm unterwegs sagen wird. Dann sieht Doggett den Wagen und schickt Scully und Reyes voraus, mit den Worten, dass er nachkommen wird. Ja, wie denn, wenn er nicht weiss wohin? Und sein Handy sollte nicht so sicher sein.
Wie auch immer, die Folge ist solide, aber nicht oberste Güte. Sie lebt von Gillians Gefühlsdarstellungen, die allerdings wie immer Gütekalsse A sind. Warten wir auf den zweiten Teil.
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