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1931 bis 1937 In geheimen Sitzungen entwirft das US-Finanzministerium prohibitive Hanfsteuer-Gesetze.
1937 Die Agrarzeitschriften "Popular Mechanics" und "Mechanic Engineering" künden dem Hanf goldene Zeiten an: Die Maschine, welche die Faser vom Halm trennen kann, steht kurz vor der Fertigstellung. Der US-Kongress beschliesst den "Marihuana Tax Act": Hanf wird so hoch besteuert (100 Dollar pro Unze), dass jegliche wirtschaftliche Verwendung endgültig unrentabel ist. Der Konsum wird immer heftiger kritisiert, aber noch nicht unter Strafe gestellt.
1933 bis 1945 Die Nazis in Deutschland setzen erneut auf die "heimische Scholle Hanf". 1939 werden 16'000 Hektar angebaut und 128'000 Tonnen Ernte eingebracht, u.a. für Fahnen, Uniformen und Schnürsenkel der deutschen "Wehrmacht".
1941 Henry Ford baut sein "Auto, das auf dem Acker wächst": Die Karrosserie besteht aus Hanfkunststoff, getankt wird mit Hanfdiesel. Wegen dem vier Jahre zuvor in Kraft getretenen "Marihuana Tax Act" lohnt sich eine Produktion in Serie nicht.
1939 bis 1945 Auch die USA leiden an Rohstoffknappheit im Krieg und holen den Hanf zurück. Die Farmer werden in "Hemp for Victory" beschworen, Hanf anzubauen.
nach 1945 Hanf als Rohstoff wird im Westen definitiv durch Chemieprodukte verdrängt, im kommunistischen Osten ist der Hanfanbau noch existent.
1961 Die von den USA entworfene "Single Convention" wird in die UNO eingebracht und ratifiziert. Hanf wird weltweit als Killerdroge wie Heroin und Kokain eingestuft.
seit 1961 Das weltweite Hanfverbot lässt trotz gleichbleibendem Konsum die Verzeigungen ins Unermessliche wachsen und kriminalisiert Millionen von Menschen.
1985 In den USA erscheint Jack Herer's Buch " The Emperor Wears No Clothes". Langsam beginnt dort eine "hanfige" Renaissance. Die USA haben im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung neben Südafrika die meisten Gefangenen weltweit, wovon viele wegen Cannabis sitzen.
ab 1990 Der Hanf-Boom erfasst Europa: In der Schweiz eröffnen die ersten Läden. In den USA werden 300'000 Menschen wegen "Besitzes von Marihuana" festgenommen.
1999 In der Schweiz existieren ca. 250 Hanfbetriebe; die Mehrzahl von ihnen verkauft "Duftsäcke" mit rauchbarem Hanf. In der Schweiz haben rund 10% der Bevölkerung bereits einmal gekifft.
2000 Das Bundesgericht in Lausanne fällt ein Urteil, das bei den meisten Hanffreunden auf Unverständnis stösst. Es lässt verlauten, dass Hanf, der mehr als 0,3% THC enthält, grundsätzlich als illegale Droge zu taxieren ist. Angesichts dessen bleibt nur zu hoffen, dass dies das letzte Aufbäumen des Schweizer Inquisitionsapparates ist...
(Aus dem Thuner Hanfblatt Nr. 10) |
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