Klippen

Klippen sind steile Felswände, die hoch aus dem Meer ragen. Die höchsten Klippen der Welt findet man an der Nordwestküste von Molokai, einer der hawaiischen Inseln. Sie sind 1010 m hoch und haben ein Gefälle von 55 Grad. Die höchsten Klippen Europas sind die 400 m hohen Honacair Cliffs auf St. Kilda, westlich der Hebriden. Der Neigungswinkel einer Klippe hängt von dem Gestein ab, aus dem sie besteht, den Schichten, aus denen das Gestein besteht, und dem Ausmaß, in dem das Gestein von Brüchen und Haarrissen durchsetzt ist, und natürlich von der Art und dem Ausmaß der Erosion, der die Klippen ausgesetzt sind.

Die bedeutendste Erosionsform, die an einer Küste auftritt, ist die Wellenerosion. Wellen alleine haben jedoch nur dann erosive Kraft, wenn sie in ausreichend untiefes Wasser kommen, in dem sie sich brechen. Klippen, an deren Basis das Wasser zu tief ist, um Wellen zu brechen, sind daher der Erosion durch Wellen nicht ausgesetzt. Solche Klippen nennen Geomorphologen plunging cliffs, tauchende Klippen. Die Wellen, die gegen diese Felsen rollen, werden zurückgeworfen, ohne zu brechen. Solche Klippen kommen in überschwemmten Gletschertälern, bei geologischen Brüchen und bei Vulkanen vor. Geraten Wellen in untiefes Gewässer, in dem sie sich brechen können, greifen sie die Klippen an. Wellen, die sich einer Küste nähern, sind selten genau gleich groß: Meist bilden die Wellen einen bestimmten Winkel zur Küste, weshalb manche Wellen früher als andere in untiefes Wasser geraten. Sie bewegen sich dann langsamer und werden von den Wellen eingeholt, die später ankommen. Deshalb schlagen Wellen doch in einer geraden Linie an den Strand.