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Wenn der Mensch die Dünenvegetation zerstört, indem er sie betritt, oder versucht, Ackerbau zu betreiben bzw. Vieh grasen zu lassen, kann die Düne wieder stieben. Durch Luftturbulenz und verschiedene Hindernisse können dann wieder andere Dünenformen entstehen. Nasser oder feuchter Sand stiebt weniger gut als trockener, und in feuchten Dünentälern wird der Sand weniger gut transportiert. Die höchste Düne Europas, die Dune du Pilat bei Arcachon in Frankreich, ist 2,/ km lang, 300 m breit und 114 m hoch. In Los Landes, dem Gebiet südlich von Bordeaux, wo sich die Düne befindet, wird der migrierende Sand, aus dem sich die Dünen bilden, von angepflanzten Nadelbaumwäldern festgehalten. Die Dune du Pilat konnte jedoch noch nicht befestigt werden: sie wandert noch immer landeinwärts. Dünen bilden sich natürlich nicht nur, sie können durch den Einfluß des Meeres auch wieder verschwinden. Ein einziger Sturm kann tonnenweise Sand ins Meer zurücktransportieren. |
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Der Gezeitenzyklus hat einen grossen Einfluss auf die Form der Küste. Je länger die Zeit zwischen Hoch- und Niedrigtide ist, desto mehr können Verwitterung und biologische Aktivität auf den abgetrockneten Meeresboden einwirken. Die sog. "Hondsbossche Zeewering", die Küstenbefestigung zwischen Petten und Groet im Nordwesten der Niederlande, wurde als Ersatz für die Dünenreihe gebaut, die während der St. Elisabethflut 1421 zerstört wurde. Ein Seedeich von 3 km Länge wurde angelegt, um das dahintergelegene niedrige Land vor dem Meer zu schützen. Um eine Küste vor Abrasion bzw. einem Deichdurchbruch zu schützen, kann auch eine Pier oder eine Reihe von Pfählen vertikal zur Küste errichtet werden, so daß die Kraft und erosive Gewalt, die die Wellen auf Strand und Dünen ausüben, verringert wird. Auch der Transport von Sediment an der Küste entlang durch die Wellen wird dadurch verringert |
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