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Herstellen der Schüttung
Unter der Schüttung versteht man das geschrotete Malz. Die
Schrotfeinheit muß so eingestellt werden, daß alle Malzkörner
in etwa 1-2mm große Stücke aufgebrochen sind.
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Maischen
Das Maischen ist der aufwendigste Teil des Bierbrauens. Ziel ist die
Umwandlung der im Malz enthaltenen Stärke in Zucker, damit die
Hefe später was zu futtern hat. Und das geht so:
In beide Kessel 16 Liter Brauwasser füllen und
auf 62°C erhitzen. Dann das Malz je zur Hälfte schön langsam
einrühren, bloß keine Klümpkes. Danach ergibt sich eine
Einmaischtemperatur von 56-58°C. Diese Temperatur 10 Minuten
halten und danach volle Pulle auf 65°C erhitzen. Dabei das
Rühren nicht vergessen, damit nix anbrennt. Die 65°C sind
45 Minuten zu halten, dann auf 72°C erhitzen und hier 30 Minuten
rasten lassen. Zuletzt wird die Maische für 10 Minuten auf 78°C
gebracht.
Jetzt unbedingt mal die Maische probieren. Sie sollte schon recht
süß schmecken, mjam mjam.
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Läutern
Unter Läutern wird das Trennen der festen
Bestandteile der Maische von dem süßen Extrakt,
der sogenannten Würze verstanden.
(Nebenbei schon mal 20 Liter auf 80°C erhitzen, die werden später
noch als Nachguß benötigt).
Mit einer großen Kelle
wird die Maische in den Läuterbottich geschöpft, die
festen Bestandteile zuerst.
Nach etwa 10 Minuten haben diese sich am
Bottichboden abgesetzt und wirken als zusätzlicher Filter.
Dann die Würze über den Schlauch in die inzwischen
gesäuberten Kessel ablassen. Und was mit dem Nachguß machen?
Natürlich nachgießen :-)
Der im Läuterbottich verbleibende Rest schmeckt übrigens prima
im Müsli!!
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Kochen der Würze
Die beiden Kessel sollten jetzt einigermaßen
gefüllt sein und das Kochen der Würze kann beginnen.
Noch vor Kochbeginn werden die ersten 20g Hopfen in die
Kessel gegeben (also je 10g). Dann so etwa 10 Minuten
nach Kochbeginn 2x30g zugeben und weitere 60 Minuten
heftig kochen lassen. Zum Schluß die letzten 2x10g noch
5 Minuten mitkochen und dann die Hitze abstellen.
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Kühlen der Würze
Mit Hilfe des Gegenstromkühlers wird die Würze
dann rasch auf etwa 15 °C gekühlt und in die Gärbehälter gefüllt.
Die Hopfenrückstände können dabei mit einem Sieb ausgefiltert
werden. Aber besonders auf die Sauberkeit achten, damit
sich die Würze nicht mit Bakterien infiziert!
Die richtige Stammwürze von 12-13 °P wird durch Zugabe von
kaltem Brauwasser eingestellt.
Dann die Hefe kräftig unterrühren, mit Sauerstoff kommt sie
erst so richtig in Schwung, bevor sie sich dann den Zucker
in der Würze vornimmt, um den so begehrten Alkohol zu produzieren.
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Gärung
Die Gärbehälter sollten jetzt kühl (etwa 10°C)
gelagert werden und nach 12-24 Stunden beginnt normalerweise
eine heftige Gärung, die sich in dickem Schaum auf dem Sud
zeigt. Nach einer Woche hat sich ein Großteil der Hefe
auf dem Boden abgesetzt. Jetzt das noch "grüne" Bier
mal probieren. Es sollte schon entfernt nach Bier
schmecken. Zur Verbesserung muß es noch weitere 4 Wochen gelagert
werden, am besten in geschlossenen Gärbehältern mit
aufgesetzten Gärröhrchen, aus denen
nur Luft entweichen aber nicht eindringen kann.
Nach der Nachgärung in Kegs abfüllen und vor dem Verschließen
CO2 aus der Gasflasche hineingeben, damit kein Sauerstoff
mehr im Keg ist, der das Bier oxidieren könnte. Damit sich
das Bier mit genug Kohlensäure anreichert, ordentlich Druck
(etwa 2 Bar) auf das Faß geben und feste schütteln. Dabei kann
man richtig hören, wie CO2 aus der Gasflasche in den Keg
nachströmt. Solange wiederholen, bis genug CO2 im Bier ist.
Das braucht ein wenig Erfahrung.
Wenn möglich, die Kegs jetzt noch eine Woche bei Temperaturen
nahe dem Gefrierpunkt lagern, damit sich die Kohlensäure
schön fein im Bier löst.
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O´zapft is !!!
Der große Moment: wie schmeckt denn jetzt das
Süffel-Bräu?? Am besten den Anstich zusammen mit Freunden
feiern, so wie auf dem Bild links am Vatertag :-)
Dort ist das Bier übrigens dunkler (mehr Münchner Malz)
und - wie es sich für ein Festbier gehört - auch stärker
eingebraut mit 14°P Stammwürze (ca. 6% Alkohol). Hicks!!
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