Pflanzen

In dieser Rubrik werden interessante Pflanzen vorgestellt.

1. Bilsenkraut

2. Stechapfel

3. Tollkirsche

4. Safran

5. Muskatnuss

6. Rezepte

7. Quellenverzeichnis

 

1. Bilsenkraut - Hysocyanus niger

Das Bilsenkraut ist ein klebrig behaartes Nachtschattengewächs mit gelben, violetten geäderten Blüten. Es wächst vor allem in den subtropischen Zonen des Mittelmeeres, Kleinasiens und Hinterindiens. Viele Kulture kannten die magische Wirkung des Bilsenkrautes. Wahrscheinlich versetzte sich sogar das Orakel von Delphi mittels Bilsenkraut in Ekstase. Es war auch ein angeblicher Bestandteil der Hexenflugsalbe aus dem Mittelalter. Auch in China und Asien war diese Pflanze als Rausch und Heilmittel bekannt. Viele Indianerstämme benutzten getrocknete Räuchermischungen. Diese haben den Vorteil, das die Wirkung besser kontrolliert werden kann. Typische Wirkungen sind Erregung, Halluzinationen, Flugträume, aber auch schwere Vergiftungserscheinungen die bis zum Tod reichen. Es wird also davon abgeraten, das Hyoscyamin-, Scopolamin- und Atropinhaltige Bilsenkraut zu konsumieren.

 

2. Stechapfel - Datura stramonium

Auch der Stechapfel stammt aus dem Reich der Nachtschattengewächsen. Seit langem werden Datura.- Pflanzen im asiatischen, arabischen und europäischen Raum als heilige Pflanze angesehen. In Indien ist der Stechapfel dem Gott Shiva geweiht. Früher wurde er im Mittelalter bei den Kräuterfrauen als Zutat der Flugsalbe verwendet. Alle Datura-Arten enthalten als Hauptwirkstoff Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin, die anregend und aufmunternd wirken. Kann auch unkontrollierbare Halluzinationen auslösen und zum Tode führen. Es wird also davon abgeraten, den Stechapfel zu konsumieren.

 

3. Tollkirsche - Atropina Belladonna

Dieser stark verzweigte, mehrjährige Busch wächst in Wäldern und auf Lichtungen im europäischen, nordafrikanischen und asiatischen Raum. Er entwickelt glänzende schwarze Beeren vom 3 bis 4cm. Die Tollkirsche wurde schon von den Sumerern und Griechen benutzten, um Dämonen zu vertreiben. Auch sie zählt zum Bestandteil der Hexensalbe. Alle Pflanzenteile enthalten Atropin, das stark erregend und wahrnehmungsverändernd wirkt. Kann zum Tode durch Atemlähmung führen. Es wird also davon abgeraten, Tollkirsche zu konsumieren.

4. Safran  - Corcus sativus

Safran hat auf den Menschen eine ähnliche, einschläfernde und narkotisierende Wirkung wie Opium. Safran ist muss jedoch in solchen Mengen genossen werden, dass es viel zu teuer wird. Schon die Griechen schrieben dem Safran Heilkräfte zu und nannten ihn "Blut des Herkules". Er kann äusserst gefährlich und für Kinder sogar tödlich sein. Es wird also davon abgeraten, Safran zu konsumieren.

4. Muskatnuss  - Myristica fragrans

Muskatnussbäume sind in Indonesien heimisch und werden bis zu 13m hoch. Heute ist Muskatnuss  vor allem als Gewürz bekannt. In vielen Kulturen war sie als Heilmittel etabliert. Die Engländer glaubten auch an die Wirkung der Muskatnuss: Sie lindere Rheuma, Rückenschmerzen, Furunkeln und Hexenschuss. Die meisten Menschen, die Muskatnuss einmal probiert haben, werden das nie wider tun. Denn die Nebenwirkungen (Übelkeit, Magenschmerzen und Hautirritationen) sind viel zu stark! Es werden Dosen zwischen zwei und fünf Esslöffeln geriebene Muskatnuss genannt. Es wird also davon abgeraten, Muskatnuss zu konsumieren.

 

6. Rezepte

Flugsalbe

10g Menschenfett vom Galgen (oder Hühnerfett)

4g Hanfblütenstaub

5g Samen vom Bilsenkraut

2g Frucht der Tollkirsche

26g Hanfblätter

3g Sonnenblumenkerne

25g Opium

6g Calmus

10g Weizen

Gemisch zu einer Paste verstossen, auf Solarplexus, Halsansatz, Arm- und Kniekehlen, Handflächen und Sohlen auftragen. Rezept: Ch. Rätsch, Berauschte Schweiz, Nachtschattenverlag.

Absinth

500 ml Wodka
2 Teelöffel Wermut (zerkleinert)
2 Teelöffel Anis (zerkleinert)
1/2 Teelöffel Fenchel
4 Kardamomen Kapseln
1/2 Teelöffel Koriander (gemahlen)
2 Teelöffel Angelikawurzel (zerhackt)

Wird dieses Wermut-Getränk zu oft getrunken, so können Nieren- und Gehirnschäden auftreten. Deshalb ist die Herstellung von Absinth in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland, verboten.
Quelle: Hexenküche 3.0

7. Quellenverzeichnis

http://www.elixier.de

http://www.hexenkueche.de

- LEXIKON der psychoaktiven Substanzen, Richard Rudgley, 1999 Econ&List