| . | . | I | II | III | IV | OT | höchste Führung |
| 78 | Uni Siegen | 19 | 17 | 20 | 16 | 6 | Uni mit 12 |
| 84 | TV Jahn Siegen 4 | 10 | 20 | 22 | 20 | 12 | Jahn mit 6 |
Das Ende der Hoffnung auf eine perfekte Saison deutete sich in den letzten Minuten
des dritten Viertels an. Da erzielte Eduard Gieser zwei Dreier in Folge,
und die komfortabel wirkende 10-Punkte-Führung der Siegen Academics
war auf vier geschrumpft. Aus der scheinbaren Sicherheit der besten Vorrunden-Mannschaft
und der bis dato dominierenden Einheit in den Playoffs wurde man endgültig
herausgerissen, als Benny Hinkel kurz darauf für Jahns nächste
acht Punkte sorgte und die Gäste die erste Führung seit dem Eröffnungskorb
bejubeln durften.
In der offensiv schwachen und extrem spannenden Partie hätte es fast noch während der regulären Spielzeit für einen Sieg der Jahner gereicht, aber mit seinem dritten Dreier fünf Sekunden vor Schluss rettete Alex Vraja die Academics in die Verlängerung. Dann jedoch war es erneut Benny Hinkel, der die Hälfte der Jahn-Punkte erzielte und damit die erste Niederlage der Universität seit über einem Jahr besiegelte.
Noch
im ersten Viertel schien alles nach Plan zu laufen. Schnell hatten die
Studenten den ersten Rückstand egalisiert und sich dank der jeweils
sechs Punkte von Hannes Tonak und Janni Tsiatsios eine 12-Punkte-Führung
herausgespielt. Doch als mit zunehmender Spieldauer mehr Schüsse das
Ziel verfehlten und der Jahn genau die enge Verteidigung spielte, in der
man selbst den Gegner erwarten wollte, begannen die Nerven zu flattern.
Mit
der Spannung stieg auch der Druck auf die einzelnen Spieler. Als Gästeakteur
Sascha Becker Mitte des Schlussviertels nach einer Rangelei mit Oliver
Lange zunächst ein technisches, kurz darauf sein fünftes Foul
kassierte, schien sich die Waagschale zugunsten der Academics zu senken.
Doch Janni Tsiatsios und Alex Vraja mussten den Rest des Spiel kurz darauf
ebenfalls von der Bank verfolgen und tatenlos mitansehen, wie die Jahner
in der Overtime ihre Routine ausspielten und mit dem knappen, aber verdienten
Sieg ein entscheidendes Spiel forcierten.
Die 78 Punkte bedeuten die niedrigste Offensivausbeute während dieser Spielzeit. Bereits einmal hatten die Uni-Basketballer während der Saison 78 Punkte erzielt. Am 21. Spieltag gewann man 78-69 beim TV Kreuztal. Es war das erste Mal seit Gregor Kottmanns 16 Punkten im Auswärtssieg bei Jahn Siegen 4, dass kein Uni-Spieler die 20-Punkte-Grenze übertraf. 24 Zähler dagegen standen am Ende für Benny Hinkel zu Buche. Eduard Gieser kam auf 20, 16 davon nach der Halbzeit.
Universität: Oliver Wolf (Nummer 4/18 Punkte - 1/2 Freiwürfe), Philipp Hoberg (5/2), Jan Kunze (6/DNP), Tim Bohlender (7/0), Amgad El-Moghier (8/1 - 1/2), Frank Stier (9/DNP), Alexander Vraja (11/18 - 1/3 Freiwürfe), Oliver Lange (12/11), Andreas Georgoglu (13/0), Hannes Tonak (14/10 - 2/4), Janni Tsiatsios (15/18 - 1/2)