Während der Castor-Aktionen im Wendland sind ÄrtztInnen und Demo-SanitäterInnen unterwegs, erkennbar an einem roten Kreuz auf gelben Grund mit dem Schriftzug DEMO-SANI, nicht zu verwechseln mit dem offiziellen ROTEN KREUZ. Wir wollen eine selbstorganisierte medizinische Versorgung (incl. eigener Rettungswägen) sicherstellen und die Anonymität von Verletzten aus den hinreichend bekannten Gründen wahren.
Vor der Demo
Vorher ausreichend schlafen und essen, da Demos und Aktionen oft anstrengend sind oder auch mal länger dauern. Überlegt Euch bitte genau, ob Ihr Eure Kinder und/oder Hunde ausgerechnet auf diese Aktion mitnehmen wollt.
Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich beizeiten mit Ihren HausärtztInnen über die eventuellen Folgen von Demo-Streß und wie sich das vermeiden läßt, unterhalten.
Während der Demo
Bei Bedrängnis oder Rangeleien bildet Ketten. Das stabilisiert, stärkt und schützt Schwächere. Vermeidet Alleingänge! Bei Übergriffen auf die Demo lauft nicht auseinander, bleibt gelassen. Versucht auch, aufgeregte MitdemonstrantInnen zu beruhigen. Nehmt Euch in Acht (auch vor Gerüchten wie z.B. "Wir sind umzingelt") und haltet die Augen offen !
Verletzungen
Falls es zu Verletzungen kommt, wendet Euch an die gekennzeichneten Demo-Sanis. Bildet mit Umstehenden Kreise um die Verletzten, damit sie geschützt sind und die Sanis arbeiten können, aber steht nicht im Weg. Helft ggf. mit, Verletzte aus der Gefahrenzohne zu bringen. Frage die Umstehenden, ob sie FreundInnen der/des Verletzten sind oder kennen, damit sie sich weiter um sie kümmern können.
Falls Du verletzt ins Krankenhaus mußt, bist Du nicht verpflichtet, im Rettungswagen Deinen Namen zu nennen.
Solltest Du festgenommen worden sein oder tritt in Polizeigewahrsam eine rapide Verschlechterung Deines Gesundheitszustandes ein, empfehlen wir, auf die sofortige Behandlung durch eineN niedergelassene/n ÄrtztIn zu bestehen (kein PolizeiDoc)
Nach der Demo
Mit Reizgas versifft Klamotten: möglichst schnell wechseln und in Plastiktüten stecken. Zu Hause erst kalt dann warm duschen!
Laßt etwaige Verletzungen von Deiner/m VertrauensärtztIn attestieren und schreibe ein Gedächtnisprotokoll.
Ich ziehe an:
Unauffällige, wasserfeste Kleidung, feste Schuhe, Handschuhe.
Ich packe meine Tasche:
Ausweis, Telefongeld und -karte, Tel.Nr. des EA's, der überigens auch medizinische Hilfe vermittelt. Verbandspäckchen, Kontaktlinsenbehälter, Trillerpfeife, Regelmäßig benötigte Medikamente (bei Diabetes, Asthma etc.), Binden, Tampons, Augenspühlflasche mit 200 ml Wasser gegen Reizgas, Halstuch (Reizgas, Notverband), was zu essen und zu trinken, Traubenzucker.