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Ungarn 1956

BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDES

Die Bibliothek des Widerstandes wird sich mit den Kämpfen der Arbeiterklasse gegen Ausbeutung, Bevormundung und Unterdrückung in Ost und West, in Gegenwart und Vergangenheit beschäftigen.

Unsere Broschüre "17. Juni 1953 - Arbeiteraufstand oder Konterrevolution?"

"Alle Macht den Sowjets und nicht den Parteien!"

Auschwitz als Alibi - Kritik des bürgerlichen Antifaschismus

Unsere Broschüre "Die Kronstadt-Rebellion. Alle Macht den Sowjets, nicht den Parteien!"

Unsere Broschüre "Frankreich 1968: Rebellion im Herzen der Bestie"

Ungarn 1956

Unsere Broschüre "Welche Perspektive hat die Anti-Globalisierungsbewegung? Eine notwendige Kritik"


Position

Hier werden wir Texte veröffentlichen, die unsere Positionen in Bezug auf Zustände inner- und außerhalb der Szene nehmen. U.a. steht hier ein Text zum verlogenen "Antifaschismus" vieler bürgerlicher Politiker. Es geht uns nicht darum den Antifaschismus zu diskreditieren. Die Nazis sind eine Gefahr für dieses Land und das kriegen nicht nur Flüchtlinge oder Andersaussehende tagtäglich zu spüren. Diese Gefahr gilt es zu bekämpfen. Keine Frage. Aber uns geht es um die Funktion, die der "Antifaschismus" oftmals spielt: die Funktion der Legitimierung der Zustände im Kapitalismus ohne Faschismus und Nazis an der Macht.

 "Antifaschismus" und Kapitalismus

Der 40. Jahrestag des "Kriegsendes" lieferte letztes Jahr all den "Demokraten", egal ob nun den "christlichen", den "sozialen", "freien" oder den sich "links" gebenden, die Gelegenheit ihr Entsetzen über den "Wahnsinn" des Krieges und des Holocaust zu äußern.

Wie stets reduzierten sie die Verbrechen der Nazis vornehmlich auf den Mord an rund 6 Millionen Juden und stellten dies als Machwerk "armer Irrer" hin. Kaum ein Wort darüber, daß es neben den 6 Millionen Juden Millionen Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Schwule, Kriegsdienstverweigerer, etc. aus den verschiedensten Nationen an Opfern gab und daß dieser "Wahnsinn" sehr gut durchdacht und geplant war.

Hinzu kam 1995 die elendige Diskussion, ob denn nun der 8.Mai eine Niederlage oder eine Befreiung gewesen sei. So mancher trauerte da wohl der Ehre und dem Ruhm nach, den Nazi-Deutschland bei einem Sieg errungen hätte.

Aber vollkommen ging auch in "linken" Kreisen der Blick für Zusammenhänge verloren. Man ließ sich die Debatte der Herrschenden aufdrücken, die auf einen teilweisen Meinungswechsel in der Frage, ob denn nun Befreiung oder Niederlage, hinarbeitete und zumindest "die" Deutschen spaltete.

(Die große Unklarheit ist wohl auch eine Folge der Kollektivschuldthese, die durch die bewußte Reduzierung des dt. Widerstandes auf ein paar adlige Generäle unterstützt wurde. Versagt hat auch die dt. Linke, welche die Verbrechen der Vertreibung (welchen Volkes auch immer) nicht als das brandmarkte, was es war: ein Verbrechen, ein Stück Fremdbestimmung. Dies trieb viele dt. Vertriebene den Revanchisten in den Vertriebenenverbänden in die Hände.)

Vollkommen ausgeblendet wurde (und das soll jetzt keine Relativierung oder Verniedlichung der Nazi-Verbrechen sein, die nicht nur an Juden, sondern auch an Deutschen, Russen, ... begangen wurden), daß die gesamte Geschichte des Kapitalismus eine einzige Geschichte von Verbrechen, Krieg und Ausbeutung ist. Nur der politische Deckmantel ist stets ein anderer. Mal Faschismus, mal "Demokratie", ...

Vor den Verbrechen des Faschismus (die allerdings inzwischen auch immer mehr verleugnet werden) sollen wir die Verbrechen des alltäglichen Kapitalismus vergessen. Wir sollen denken, ach wie schön ist doch die "Demokratie" im Vergleich zum Faschismus. Vor dem Greuel des kapitalistischen Todes sollen wir die Greuel des kapittalistischen Leben vergessen und daß beide unzertrennlich miteinander verbunden sind.

Vor den Verbrechen der SS-Ärzte soll vergessen werden, daß der Kapitalismus im großen Maßstab mit Alkohol, Medikamenten, krebserregenden Produkten, mit den Strahlungen der "demokratischen" Atombomben und Atomkraftwerke, etc. experimentiert. Man zeigt die Lampenschirme aus Menschenhaut, damit wir vergessen sollen, daß der Kapitalismus aus dem lebendigen Menschen, seiner Arbeitszeit, einen Lampenschirm macht. Der eine Tod ist kurz und grausam, der andere nennt sich "Leben", dauert meist die Lebenszeit eines Menschen und verabreicht einem jeden Tag eine kleine Dosis Schmerzen.

Vor den Bergen von Haaren, Goldzähnen, zu dem zur Ware gewordenen Körper des toten Menschen im KZ soll man vergessen, daß der Kapitalismus das Leben der Menschen selbst, die Arbeit, zur Ware gemacht hat, die auf dem Arbeitsmarkt gehandelt wird.

Der Kapitalismus ist die Quelle des Leids und nicht irgenwelche "armen Irren", die ihre "Ideen des Wahnsinns" verwirklichen. Dies hinter den Leichen der Opfer des Kapitals, hinter den Leichen von Auschwitz, von Buchenwald, von Oranienburg usw. verstecken zu wollen, diese Leichen zum Schutz des Kapitalismus zu verwenden, das ist wirklich die abscheulichste Art, sie bis zum bitteren Ende auszunutzen.

Oder wie sagte der alte Horkheimer einst: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen! Red Devil


Kronstadt - "Alle Macht den Sowjets!"

Das Thema Kronstadt ist es allemal wert, daß man sich mit ihm auseinandersetzt. Es ranken sich ja so manche Legenden um diese russische Festungsstadt. Von den Bolschewiki wurden die Arbeiter, Matrosen und Soldaten pauschal als "Konterrevolutionäre" denunziert. Die geschichtlichen Fakten sprechen allerdings eindeutig gegen diese Sicht der Dinge. Kronstadt war eher das letzte Aufbäumen der proletarischen Revolution gegen die Herrschaft der Partei der Bolschewiki. So lautete doch die Forderung der Kronstädter "Alle Macht den Sowjets und nicht den Parteien!". Empfohlen sei Euch an Lektüre u.a. Alexander Berkman "Die Kronstadt Rebellion", Rudolf Rocker/Emma Goldman "Der Bolschewismus. Die Verstaatlichung der Revolution"oder auch die Lektüre des Buches "Die revolutionären Aktionen der russischen Arbeiter und Bauern. Die Kommune von Kronstadt" (Agnoli/Brendel/Mett). Im Internet gibt es von dem holländischen Rätekommunisten Cajo Brendel einen sehr interessanten Artikel. Ansonsten gibt es auch jede Menge zu Kronstadt. Empfehlenswert ist es auch einmal in die Werke von Lenin und Trotzki unter dem Schlagwort "Kronstadt" nachzuschauen. Anhand von Kronstadt zeigt sich dann, wie sehr die "Avantgarde der Arbeiterklasse" zur neuen Unterdrückerin der Arbeiterklasse geworden ist.

Wir haben nun auch einen Text zu Krontsadt zu bieten. "Alle Macht den Sowjets, nicht den Parteien!"


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Diese Seite ist erst im Aufbau befindlich. Nur soviel: Revolution Times # 12 ist lange raus, ob und wann die # 13 rauskommt, ist derzeit (November 2002) unklar. Einige ältere Ausgaben sind bei uns noch erhältlich. Wenn Ihr wichtige Termine von Demos, Konzerten und Projekten haben solltet, laßt es uns wissen und wir werden sie hier veröffentlichen.

Der neueste Bücherkatalog vom Antiquariat Schwarzer Stern (Geschichte, Theorie, Marxismus, Anarchismus, Widerstand) ist draußen und ist unterfolgender Adresse zu bestellen: Antiquariat Schwarzer Stern, Hermannstraße 78, 44263 Dortmund, Tel. 02 31/ 41 21 14. Im Internet unter Antiquariate im ZVAB

Einen weiteren guten Antiquariatskatalog gibt' s bei Anares, PF 10 75 19, 28075 Bremen.

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