Die 90er Jahre
Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhnderts begann mit dem Entry Draft des Jahres 1990. Die Capitals fanden in den Weiten des östlichen Europas ein großes Talent. Eigentlich darauf angesetzt einen anderen Spieler zu beobachten, fällt den Talentsuchern Peter Bondra ins Auge. Dem Hauptstadtklub gelingt es ,,Bonzai" an 156. Stelle gesamt auszuwählen. Er machte in seiner ersten Saison in 54 Partien 12 Tore. Dies blieb seine niedrigste Ausbeute in seiner Karriere, obwohl er auch Jahre hatte, in denen er weniger spielte. Das Jahr wurde mit 37 Sigen, 36 Niederlagen und 7 Unentschieden durchschnittlich zu Ende gebracht. Es ergaben sich 81 Punkte, was wieder für die Play-Offs reichte.
Das Spieljahr 1991-92 war wieder sehr erfolgreich. 45 Siege, 27 Niederlagen und 8 Unenetschieden bedeuteten 98 Punkte. Peter Bondra erzielte 28 Tore und Steve Konowalchuk, späterer Kapitän, absolvierte sein erstes Spiel. In dieser Spielzeit machten insgesamt 11 Spieler mehr als 50 Punkte. Topscorer war Michal Pivonka, der zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre für die Caps gespielt hatte und dies auch noch bis zu seinem Karriereende tat.
Das Jahr darauf, die Saison 1992-93 brachte 93 Punkte. 43 siege, 34 Niederlagen und 7 Unentschieden ergaben diese Punktzahl. Topscorer wurde Peter Bondra. Er machte neben seinen 37 Treffern auch noch 48 Vorlagen. Diese Saison war auch das Ende der Langway-Ära als Kapitän. Er machte lediglich 21 Spiele und Kevin Hatcher wurde zum neuen Kapitän ernannt. Terry Murray stand in diesem Jahr auch das letzte mal ein komplettes Spieljahr an der Bande. Washington vollbrachte in der Spielzeit auch das Kunststück in zwei aufeinanderfolgenden Partien 10 Tore zu erzielen.
1993-94 war das Jahr, in dem Joe Junea Topscorer wurde. Er verwies Mike Ridley und Dimitri Khristich auf die Plätze 2 und 3. Die Capitals gewannen 39 Partien, verließen 35 mal als Verlierer die eisfläche und holten 10 Unenetschieden. Diese Leistungen ergaben 88 Punkte und reichten für eine Play-Off Teilnahme aus. Peter Bondra kam durch Verletzungen nicht in Schwung und schoß nur 24 Tore. Während dieser Spielzeit wurde Terry Murray von Jim Schoenfeld als Headcoach der Hauptstädter abgelöst.
Das Jahr 1994-95 fand aufgrund des Spielerstreiks nicht komplett statt. Die Capitals machten durch 22 Siege, 18 Niederlagen und 8 Unentschieden insgesamt 52 Punkte. Peter Bondra erzielte in 47 Partien extrem starke 34 Tore, was ihm zum besten Torjäger der Liga machte. Dale Hunter wurde neuer Kapitän und blieb dies bis 1999. Washington präsentierte mit Jim Carey und Olaf Kölzig zwei Rookies als Torhüter 1 und 2.
In der Spielzeit 1995-96 spielte Jim Carey eine überragende Saison. Seine 9 zu-Null Spiele aus dieser Saison sind noch immer Rekord bei den Capitals. Aus Anerkennung wurde ihm nach dieser Saison die Vezina-Trophy für den besten Goalie der Saison übergeben. Die Capitals holten sich durch 39 Siege, 32 Niederlagen und 11 Unentschieden 89 Punkte. Seine ersten Einsätze hatte auch Brendan Witt. Der Stay-at-home Verteidiger und spätere Kapitän machte 48 Spiele. Peter Bondra machte 52 Tore und blieb in der Teaminternen Scorerwertung nur einen Punkt hinter Michal Pivonka.
In der Saison 1996-97 begann dann schon der Anfang vom Ende der Karriere des Jim Carey. Der amtierende Vezina-Trophy Gewinner spielte nur 40 mal und holte lediglich einen Shutout. Er wurde nach der Saison an Boston abgegeben, kam allerdings nicht mehr in Form und beendete mit gerade mal 25 Jahren im Jahre 1999 seine aktive Karriere. Peter Bondra überragte mal wieder mit 46 Treffern. Durch lediglich 33 Siege, 40 Niederlagen und 9 Unentschieden verpassten die Capitals mit 75 Punkten erstmals seit 1982 die Play-Offs.
Geht heut nicht zu besorgen? Versuch´s doch noch mal morgen. So ungefähr könnte man Spieljahr 1997-98 beschreiben. Unter dem neuen Trainer Ron Wilson, der vor der Saison Jim Schoenfeld abgelöst hatte, holten die Caps 40 Siege, 30 Niederlagen und 12 Unentschieden. 92 Punkte waren das Ergebniss und die Hauptstädter zogen wieder in die Play-Offs ein. Peter Bondra zeigte mit 52 Toren wieder mal seine Klasse und wurde das zweite mal in seine Karriere Toptorjäger der NHL. Olaf Közig machte den Carey Mythos vergessen und führte das Team ins Stanley-Cup Finale des Jahres 1998. Das neu erbaute MCI Center sah dann eine frustrierende Finalserie gegen die Detroit Red Wings. Washington zog mit 0-4 Siegen klar den Kürzeren. Aber diese deutliche Niederlage soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Washington eine überragende Saison spielte und die Prince of Wales Trophy gewann.
Wie so oft erreicht der überraschende Finalteilnehmer aus dem Vorjahr nicht die Play-Offs. Washington sammelt durch 31 Siege, 45 Niederlagen und 6 Unentschieden nur 68 Punkte, was ein frühzeitiges Saisonende zur Folge hat. Peter Bondra erzielte ,,nur" 31 Tore und wurde mit gerade mal 55 Punkten Topscorer im Team.
1999-2000 wurde wie erwartet wieder ein stärkeres Jahr. Mit 44 Siegen, 24 Niederlagen, 12 Unentschieden und 2 Niederlagen nach Verlängerung schafften die Caps 102 Punkte. Peter Bondra erwischte eine schwarze Saison und kam nur auf 21 Tore. Alexander Volchkov, im Entry Draft 1996 noch an vierter Stelle gezogen, verließ nach nur 3 NHL-Einsätzen die Capitals und die Liga. Zu seinen ersten Spielen kommt Jeff Halpern. Der Mann aus Potomac ist in der Umgebung aufgewachsen und besaß als Kind sogar eine Dauerkarte für Spiele der Capitals. Neuer Kapitän wurde Adam Oates.