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TAPEZIEREN
Raufasertapete bearbeiten  


Raufaserbahnen abschneiden
Nachdem Sie die Wandhöhe gemessen haben, schneiden Sie nun auf dem Tapetentisch mehrere Bahnen zu.
Schneiden Sie die Bahnen immer etwa 10 cm länger zu, damit Sie nachher bei der tapezierten Bahn beim Schneiden der Ober- und Unterkante genügend Spiel haben. Raufasertapeten lassen sich am besten auf dem Tapeziertisch mit einem Tapetenmesser zuschneiden.
  1. Einkleistern der Raufaser von Hand
    Damit Raufaser später sicher an der Wand haften, müssen Sie speziellen Raufaser-Kleister verwenden. Bei der herkömmlichen Methode - dem Einkleistern von Hand - müssen Sie darauf achten, dass Sie gleichmäßig einkleistern. Legen Sie dazu die Tapeten mit der Ansichtsseite auf den Tapeziertisch. Empfehlenswert ist, beim Tapezieren von Raufasertapeten gleich zwei oder drei Bahnen einzukleistern, da die Arbeit bei geraden Bahnen recht zügig vorangeht. Die Längskante der Tapetenbahn soll dabei parallel zur Längskante des Tisches liegen.
    Zum Einkleistern der Raufaser oder Tapete verwenden Sie eine Maler- bzw. Kleisterbürste.
    Da die Tapetenbahnen meist schmaler sind als die Tischbreite, legen Sie die obere Kante der Bahn um einen halben Zentimeter über die Kante des Tapeziertisches und streichen den oberen Teil der Tapete bis zur Mitte der Bahn mit einer Kleisterbürste gleichmäßig ein. Dann ziehen Sie die Tapete an die untere Kante des Tisches zu sich her und streichen den Rest der Tapete fertig ein. So vermeiden Sie das Einkleistern der darunterliegenden Tapetenbahn und damit unterschiedliche Weichzeiten.
    Raufasertapeten können satt eingestrichen werden. Bedenken Sie, dass auch die Kanten genügend Kleister bekommen. Kleinere Kleisterflecken sind bei dieser Art der Wandbekleidung kein Problem, da die Tapeten später überstrichen werden.

  2. Kleister mit einer Kleistermaschine auftragen
    Auch Ungeübte können Raufasertapeten mit Hilfe einer Maschine einkleistern. Dies bedeutet eine erhebliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis, da die Bahnen nicht mehr von Hand eingekleistert werden müssen. Das Kleistergerät besteht aus einer Kleisterwanne und zwei Rollen. Setzen Sie den Tapeziergerätekleister (Ansatzverhältnis 1:35) wie folgt an:
    Rühren Sie in 7 l kaltes Wasser den Packungsinhalt des Tapeziergerätekleisters zügig ein und schlagen Sie ihn dann nach drei Minuten mit einem Heizkörperpinsel kräftig durch. Der Kleister ist nun gebrauchsfertig und reicht für etwa 35 qm. Füllen Sie ihn dann in den Kleisterbehälter ein. Die Tapetenbahnen werden mit der Ansichtsseite nach oben über die obere Rolle in die Maschine eingelegt und auf den Tapetentisch gezogen. Die untere Rolle sorgt dabei für einen gleichmäßigen Auftrag des Kleisters auf der Tapete.
    Die Dicke der Kleisterbeschichtung können Sie nach Belieben am Gerät regulieren.

  3. Raufaserbahnen zusammenlegen
    Wenn die Raufaserbahn dann mit der eingekleisterten Seite nach oben auf dem Tisch liegt, schlagen Sie erst die eine Seite bis zur Mitte und dann die andere Seite bis zur Mitte ein. Dann legen Sie die Bahn noch einmal bis zur Hälfte zusammen und legen sie zur Seite.
  4. Raufasertapete weichen lassen
    Raufasertapeten sollten ca. zehn Minuten weichen. Natürlich hängt die Weichzeit auch von der Stärke des Papiers ab. Achten Sie auf gleich lange Weichzeiten aller Bahnen. Raufasertapeten gibt es in verschiedenen Körnungen, d. h. die Größe und Anordnung der im Papier eingebetteten Holzfasern variiert von fein über mittel bis zu grob. Mittlerweile gibt es auch trocken abziehbare Raufasertapeten, diese können Sie auch nach dem Streichen in einigen Jahren wieder trocken von der Wand abziehen. Die Einweichzeit dauert hier etwas länger.
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