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TAPEZIEREN Raufasertapete kleben  


Erste Tapetenbahn ausloten
Vor dem Tapetenkleben wird die erste Bahn ausgelotet. Ausgehend von der Zimmerecke markieren Sie am oberen Ende der Wand die Breite der Tapetenbahn. Entlang dieser Markierung ziehen Sie mit Hilfe eines Lots oder einer Wasserwaage eine senkrechte Linie nach unten. An dieser Linie müssen Sie sich beim Kleben der ersten Bahn orientieren, nicht an der Ecke, die möglicherweise nicht exakt lotrecht ist. Benutzen Sie dazu einen weichen Bleistift, auf keinen Fall einen Kugelschreiber, einen Filz- oder Kopierstift. Es könnten sonst Flecken entstehen, die später durchschlagen und mit Dispersionsfarbe nicht zu überstreichen sind.


Erste Tapetenbahn kleben
Jetzt können Sie mit dem Verkleben der ersten Bahn beginnen. Im Prinzip besteht kein großer Unterschied in der Technik des Tapezierens von Raufasertapeten und anderen Tapetenarten, es geht jedoch mit Raufasertapeten wesentlich einfacher. Kleine Unregelmäßigkeiten wie Risse, aufgeplatzte Nähte o.ä. lassen sich später beim Streichen geschickt kaschieren.
Setzen Sie die erste Bahn an der Deckenkante sowie entlang der Lotmarkierung an und drücken Sie sie mit der Tapezierbürste oder Rolle an die Wand.
Grundsätzlich wird von der natürlichen Lichtquelle weg tapeziert, ob Sie dabei links oder rechts vom Fenster anfangen, ist unerheblich. Auch hier gilt: Kleine Fehler wie Überlappung der Nähte lassen sich durch Farbe verdecken. Achten Sie trotzdem auf einen senkrechten Verlauf der ersten Bahn, denn an dieser orientieren sich alle folgenden Bahnen der ersten Wand. Mit der Tapezierbürste führen Sie regelmäßige Streichbewegungen von der Mitte der Tapetenbahn nach außen aus.

Tapetenbahnen weiter auftragenWenn Sie nun mit dem Tapezieren der zweiten Bahn fortfahren, machen Sie dies auf die gleiche Art und Weise wie vorher beschrieben. Wichtig ist, dass Sie auf einen genauen Kantenanschluss achten. Jede Bahn wird Kante für Kante aneinandergeklebt. Drücken Sie zuerst die obere linke Seite fest an die Wand, damit die Tapete nicht zu rechtslastig an dem Stoß der vorherigen Bahn ausgerichtet wird und sich so verzieht.

Decken tapezieren
Wenn Sie nun mit dem Tapezieren der zweiten Bahn fortfahren, machen Sie dies auf die gleiche Art und Weise wie vorher beschrieben. Wichtig ist, dass Sie auf einen genauen Kantenanschluss achten. Jede Bahn wird Kante für Kante aneinandergeklebt. Drücken Sie zuerst die obere linke Seite fest an die Wand, damit die Tapete nicht zu rechtslastig an dem Stoß der vorherigen Bahn ausgerichtet wird und sich so verzieht.
Das Tapezieren der Decken erfordert meistens noch etwas mehr Geschick. Das Arbeiten "über Kopf" ist ziemlich kräftezehrend und je nach Grundriss des Raumes sind die Bahnen der Decke länger als die der Wände. Daher sollten Sie Decken am besten zu zweit tapezieren. Eine Person drückt die Tapete an die Decke, die zweite hält die Tapetenbahn mit einem Besen hoch. Die erste Bahn wird in Bahnbreite mit einem Schnurschlag markiert, so erhalten Sie eine gerade Lotlinie, an der Sie sich beim Anlegen der Bahn orientieren können. Dann tapezieren Sie wie vorher beschrieben weiter.


Ecken tapezieren

Bei Innenecken wird die Bahn ca. fünf cm über die Ecke geklebt und in der Ecke, z. B. an einem Spachtel, abgerissen. Bei Außenkanten trennen Sie die Bahn an der Kante mit dem Cuttermesser ab. Ebenso verfahren Sie an der Anschlussbahn. Wenn Sie merken, dass der Kleister zu stark herausquillt, müssen Sie die nachfolgenden Bahnen etwas dünner einkleistern. Auch zu schnelle Trocknung kann zum Aufplatzen der Nähte führen. Die Raumtemperatur sollte sowohl beim Anbringen der Tapete als auch beim Trocknen gleichmäßig sein. Durchzug und zu starkes Heizen sollten vermieden werden. Bei der Innenecke sollten Sie einen senkrechten Schnitt durch die Tapetenbahn machen, um spätere Risse zu vermeiden.

Nähte festdrücken
Die Nahtstellen werden häufig vernachlässigt. Sie platzen auf, weil zuwenig Kleister aufgetragen wurde oder der Untergrund zu stark saugt. Verwenden Sie bitte zusätzlich einen Nahtroller, mit dem Sie die Tapete in diesem Bereich fest andrücken. Häufig ist auch der Randbereich der Tapete nicht ausreichend eingekleistert. Lösen Sie in diesen Bereichen die Tapete vorsichtig von der Wand und kleistern sie mit einem kleinen Pinsel nach.

Tapetenrest abschneiden
Nachdem Sie die Tapete auf die Wandfläche geklebt haben, muss sie oben und unten einen geraden Abschluss erhalten. Markieren Sie sich mit dem Scherenrücken eine Linie, an der Sie den überstehenden Tapetenrest abschneiden. Es ist günstig, wenn Sie während der Vorbereitung die Fußleisten von der Wand abgenommen haben. Auch ein ungleichmäßiger Zuschnitt am unteren Ende der Tapetenbahn wird in diesem Fall durch das spätere Anbringen der Fußleiste kaschiert. Bei nach wie vor vorhandenen Fußleisten setzen Sie die Bahn am Deckenende genau an und führen den Schnitt direkt an der Fußleiste.