Mit Immobilien vorbauen

Sichere Zusatzrente
Das eigene Haus oder die eigene Wohnung ist die sicherste Altersvorsorge. Im Ruhestand gib es viele Möglichkeiten, vom Immobilienvermögen zu profitieren.
Als Vorsorge fürs Alter sind Immobilien in. 70 Prozent aller Bundesbürger halten das eigene Haus oder die eigene Wohnung - egal ob selbst genutzt oder vermietet - für ein ideales Ruhepolster am Lebensabend, so das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Icon im Auftrag der Landesbausparkassen.

"Obendrein ist Wohneigentum die einzige Form der Altersvorsorge, die schon von Anfang an die eigene Lebensqualität erhöht", sagt beispielsweise Dietrich Schroeder, Vorstandssprecher der Leonberger Bausparkasse. Und nicht nur das. Die selbstgenutzte Immobilie wird vom Staat durch die Eigenheimzulage gefördert und erspart dem Eigentümer nach Abzahlung aller Kredite später hohe Mietbelastungen. Das erhöht zugleich das Budget im Alter.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes haben Rentnerhaushalte in Westdeutschland durch eingesparte Mieten schon heute im Schnitt jeden Monat 840 Mark mehr in der Haushaltskasse als Senioren, die zur Miete wohnen. Ein Effekt, der sich bei hohen Miet- und Preissteigerungen doppelt auszahlt. Schon bei jährlichen Mieterhöhungen von 2,5 Prozent werden aus anfänglichen 1000 Mark Monatsmiete in zehn Jahren fast 1500 Mark. Unterm Strich zahlt der Mieter seinem Vermieter in 30 Jahren rund 700.000 Mark - ein Betrag, der sinnvoller ins eigene Haus fließt. Schließlich besteht dort auch Schutz vor Kündigungen, wie sie beispielsweise durch das Anmelden von Eigenbedarf durch den Vermieter entstehen.

Besserverdienende können zudem den Fiskus über Jahre hinweg am Aufbau des Finanzpolsters fürs Alter beteiligen. Denn bei Bau oder Erwerb vermieteter Objekte können die Darlehnzinsen sowie Abschreibungen als rein rechnerische Wertminderung steuerlich geltend gemacht werden. Die Steuervorteile rechnen sich aber erst bei höherem Einkommen.

"Bei einer Eingangsrendite von unter vier Prozent müssen vor allem die Steuervorteile sowie langfristig die Wertentwicklung einen Ausgleich bringen, damit die Mietimmobilie mit anderen Kapitalanlagen konkurrieren kann", meint Gerhard Feldmann, Geschäftsführer des Rings deutscher Makler (RDM). Eine solche Investition will deshalb gut geplant sein. Sowohl Eigennutzer als auch Renditekäufer sollten Haus oder Wohnung nur nach genauer Standortanalyse kaufen. Denn Wertentwicklung und Rendite hängen von der Lage und vom Wohnumfeld des Objekts mindestens genauso stark ab wie von der Qualität der Immobilie selbst.


Einen Vorteil haben Eigennutzer und Vermieter gemeinsam auf ihrer Seite: Haus- und Grundbesitz sind nach wie vor ein guter Inflationsschutz. Zwar unterliegen auch Immobilien bisweilen starken Preisschwankungen - wobei Eigentumswohnungen von Preisrückgängen meist stärker betroffen sind als Einfamilienhäuser. Doch langfristig können Eigentümer mit Wertsteigerungen rechnen, die die schleichende Geldentwertung kompensieren.


Weitere Informationen:

  • Altersvorsorge mit Immobilien
  • Grunderwerbssteuerersparnis

    Zurück