Aphorismen (III)

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Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung, geblendet von dem Glanz der äußeren Erscheinung.
Moliere [1622-1673], franz. Dichter

Diejenigen, die gehen, fühlen nicht den Schmerz des Abschieds. Der Zurückbleibende leidet.
Henry Wadsford Longfellow [1807-1882], amerikan. Dichter

Unsere Gegenwart und unsere Vergangenheit sind die Steine, aus denen wir unser Leben bauen.
Henry Wadsford Longfellow [1807-1882], amerikan. Dichter

Kein Mensch ist so arm, daß er nicht irgend etwas zum Verschenken hätte; ebenso gut könnte ein Bergbach sagen, er hätte dem Meer nichts zu geben, weil er so klein ist. Gib was du kannst. Für irgend jemanden ist es viel mehr wert, als du je zu hoffen wagst.
Henry Wadsford Longfellow [1807-1882], amerikan. Dichter

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
Lao-tse [4.-3. Jhd. v.Chr.], chinesischer Philosoph

Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde hat, wenn man wirklich Freunde nötig hat.
Plutarch [45-125 n.Chr.], griech. Philosoph und Historiker

Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Niccolo Machiavelli [1469-1527], ital. Politiker und Schriftsteller

Deine Feinde bleiben Dir treu, doch selten Deine Freunde.
Niccolo Machiavelli [1469-1527], ital. Politiker und Schriftsteller

Sei nicht verzweifelt, wenn es ums Abschiedsnehmen geht. Ein Lebewohl ist notwendig, ehe man sich wiedersehen kann. Und ein Wiedersehen, sei es nach Augenblicken, sei es nach Lebenszeiten, ist denen gewiß, die Freunde sind.
Richard Bach []

Je mehr ein Mann weiß und je weiter er reist, desto wahrscheinlicher wird es, daß er einmal ein Mädchen vom Lande heiratet.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Das höchste Glück des Lebens besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.
Victor Hugo [1802-1885], franz. Schriftsteller

Gut zurechtgemacht fürs Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr Zuhause bliebe.
Olga Tschechowa [1897-1982], Schauspielerin

Die Ehe ist eine Lotterie, in der die Männer ihre Freiheit und die Frauen ihr Glück aufs Spiel setzen.
Französisches Sprichwort

Die Ehe ist eine lange Mahlzeit, die mit dem Dessert beginnt.
Henri Toulouse-Lautrec [1864-1901], franz. Maler und Graphiker

Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe herauskommt.
Oscar Wilde [1854-1900], engl. Schriftsteller

An drei Dingen erkennt man den Weisen: Schweigen, wenn Narren reden, denken, wenn andere glauben und handeln, wenn Faule träumen.
[?]

Einen guten Freund zu haben ist von allen Gottesgaben die reinste, denn diese Art Liebe kennt keine wechselseitige Belohnung. Sie ist nicht ererbt wie bei der Familie. Sie ist nicht zwingend wie die zu einem Kind. Und sie verfügt nicht über das Mittel körperlicher Freuden wie in der Ehe. Deshalb ist sie eine unbeschreibliche Bindung, die eine weit tiefere Hingabe mit sich bringt als alle anderen.
Jean Paul [1763-1825], dt. Dichter und Publizist

Wenn es den Politikern die Sprache verschlägt, halten sie eine Rede.
Friedrich Nowottny [], dt. Fernsehjournalist

Moralische Entrüstung ist Neid mit einen kleinen Heiligenschein.
H.G. Wells [1866-1946], engl. Schriftsteller

Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.
Giordano Bruno [1548-1600], ital. Philosoph

Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber Unordnung ist die Wonne der Phantasie.
Paul Claudel [1868-1955], franz. Diplomat

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
Heiner Geissler [], dt. Politiker

Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.
Carl Fürstenberg [1850-1933], dt. Bankier

Im Chinesischen wird das Wort "Krise" mit zwei Zeichen geschrieben, eines bedeutet "Gefahr", das andere "Chance".
[?]

Auf zweierlei sollte man sich nie verlassen: Wenn man Böses tut, daß es verborgen bleibt; wenn man Gutes tut, daß es bemerkt wird.
Ludwig Fulda [1862-1939], dt. Bühnenautor

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum sich die meisten Menschen vor ihr fürchten.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Zwei Monologe, die sich gegenseitig immer und immer wieder störend unterbrechen, nennt man eine Diskussion.
Charles Tschopp [1899-1982], schweiz. Aphoristiker

Ein Vorurteil ist ziemlich sicher daran zu erkennen, daß man sich in seiner Begründung ereifert.
Victor de Kowa [1904-1973], dt. Schauspieler

Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.
Denis Diderot [1713-1784], franz. Schriftsteller

Eine Betriebsanalyse ist eine kostspielige Methode, durch betriebsfremde Fachleute das ermitteln zu lassen, was man im Betrieb seit 20 Jahren weiß.
Michael Schiff [1925-], dt. Schriftsteller

Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der Teufel.
William Rogers [1879-1935], amerikan. Humorist

Das Ideal der Gleichheit ist deshalb so schwer, weil die Menschen Gleichheit nur mit jenen wünschen, die über ihnen stehen.
John B. Priestley [1894-1984], engl. Schriftsteller

Einen Rat zu befolgen heißt, die Verantwortung zu verschieben.
Johannes Urzidil [1896-1970], tschech. Lyriker

Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.
Sir Winston Churchill [1874-1965], brit. Staatsmann

Eine Gesellschaft von Schafen muß mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.
Bertrand de Jouvenel [1903-1979], franz. Wirtschaftswissenschaftler

Die Menschen glauben fest an das, was sie wünschen.
Julius Caesar [100-44 v.Chr.], röm. Kaiser

Ein Scherz, ein lachendes Wort entscheidet über größte Dinge oft treffender und besser als Ernst und Schärfe.
Horaz [65-8 v.Chr.], röm. Dichter

Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einem ja doch nicht geglaubt.
Charles Talleyrand [1754-1838], franz. Politiker

In der moralischen Entrüstung schwingt auch immer die Besorgnis mit, vielleicht etwas verpaßt zu haben.
Jean Genet [1910-1986], franz. Erzähler

Exklusivität ist ein Charakteristikum, das den Neureichen, der High-Society und dem Stinktier eigen ist.
Austin O'Malley [1914-1974], amerikan. Schriftsteller

Einkommen ist die Provision, die einem der Staat für die Erarbeitung der Steuern zuerkennt.
[?]

Geld macht nicht korrupt. Kein Geld schon eher.
[?]

Wenn Männer sich mit ihrem Kopf beschäftigen, nennt man das denken. Wenn Frauen das gleiche tun, heißt das frisieren.
Anna Magnani [1908-1973], ital. Schauspielerin

Den Namen des Rechtes würde man nicht kennen, wenn es das Ungerechte nicht gäbe.
Heraklit [540-480 v.Chr.], griech. Philosoph

Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.
Marcus Tullius Cicero [106-43 v.Chr.], röm. Politiker

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.
Thomas Mann [1875-1955], dt. Dichter und Schriftsteller

Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel [1813-1863], dt. Dichter

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
Mark Twain [1835-1903], amerikan. Schriftsteller

Viele Menschen, manchmal besonders kluge, meinen, daß Geld alles ist. Sie haben recht.
Ephraim Kishon [1924-], israelischer Satiriker

In den Fabriken stellen wir Kosmetikartikel her; über die Ladentheke verkaufen wir Hoffnung auf Schönheit.
Charles Revson []

Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr erzählt, was für ein großartiger Kerl er ist, so ist das Reklame. Wenn er ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung. Wenn sie sich aber für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört habe, er sei ein feiner Kerl, so sind das Public Relations.
Alwin Muenchmeyer []

Das größte Übel der heutigen Jugend besteht darin, daß man nicht mehr dazugehört.
Salvator Dali [1904-1989], span. Maler

Nur ein ganz Törichter kann die Ansicht haben, im unendlichen Raum, auf den zahllosen Riesenwelten, gebe es nichts anderes als das Licht, das wir auf ihnen wahrnehmen. Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen und keine anderen Sinne als die uns bekannten.
Giordano Bruno [1548-1600], ital. Philosoph

Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.
Seneca [4 v.Chr. - 65 n.Chr.], röm. Dichter und Philosoph

Ein Tag, an dem man nicht lacht, ist ein verlorener Tag.
Charlie Chaplin [1889-1979], engl. Schauspieler, Autor und Regisseur

Achtung verdient, wer vollbringt, was er vermag.
Sophokles [496-406 v.Chr.], griech. Tragödiendichter

Armut ist keine Schande - Reichtum auch nicht.
Curt Goetz [1888-1960], dt. Schauspieler

Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst.
Bertrand Russell [1872-1970], engl. Philosoph und Mathematiker

Für die Toten Wein, für die Lebenden Wasser, das ist eine Vorschrift für Fische.
Martin Luther [1483-1546], dt. Reformator

Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
Marie von Ebner-Eschenbach [1830-1916], österr. Schriftstellerin

Verstand und Genie rufen Achtung und Hochschätzung hervor, Witz und Humor erweckt Liebe und Zuneigung.
David Hume [1711-1776], schottischer Philosoph und Historiker

An öffentlichen Dirnen soll Überfluß sein, für alle und insbesondere für die, welche sich keine privaten halten können. Riesenpaläste, herrlich geschmückt, sollen gebaut, schwelgerische Gelage daselbst veranstaltet werden, wo jeder, der will und kann, Tag und Nacht spielen, trinken, speien und sich ausleben mag. Rauschende Tanzmusik soll aller Orten ertönen. Die Theater sollen widerhallen von den Ausbrüchen unzüchtiger Freude und von dem Lärm jeglicher Sorte grausamster und schändlichster Vergnügen.
Hl. Augustinus [354-430], abendländischer Philosoph und Kirchenlehrer

Religionen haben Mord und Selbstmord verurteilt, haben aber - vom Menschenopfer ganz abgesehen - grausamste Verfolgungen Andersgläubiger erlaubt oder geboten.
Fritz Bauer [], dt. Generalstaatsanwalt

Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stück Brot in der anderen Hand.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Es gibt nur eine Liebe, aber tausend verschiedene Nachahmungen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Junggeselle ein Pfau, verlobt ein Löwe, verheiratet ein Esel.
Spanisches Sprichwort

Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
Sir Winston Churchill [1874-1965], brit. Staatsmann

Wer nicht raucht und auch nichts trinkt, der ist schon auf andere Art dem Teufel verfallen.
Spanisches Sprichwort

Wie es das Kennzeichen großer Geister ist, mit wenig Worten viel zum Ausdruck zu bringen, so haben die kleinen Geister hingegen die Gabe, viel zu reden und nichts zu sagen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Nur zwei Dinge behält eine Frau für sich: Ihr Alter und was sie selbst nicht weiß.
Bulgarisches Sprichwort

Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.
Friedrich Wilhelm Nietzsche [1844-1900], dt. Philosoph

Ein Diplomat ist ein Mann, der sich immer an den Geburtstag einer Frau erinnert, niemals aber an ihr Alter.
Robert Lee Frost [1874-1963], amerikan. Schriftsteller

Zu viel Fleiß im Kleinen macht meistens unfähig zum Großen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.
Albert Einstein [1879-1955], dt. Physiker, Physik-Nobelpreis 1921

Niemand ist so beschäftigt wie der Faule, wenn es an die Arbeit geht.
Wallonisches Sprichwort

Ich bin besonders qualifiziert für das Amt eines Senators. Schließlich habe ich schon dreimal die Erde auf Kosten der Steuerzahler umrundet.
John Glenn [1921-], amerikan. Astronaut

Keine Frau kann aus einem Narren einen Weisen machen, aber jede Frau kann aus einem Weisen einen Narren machen.
[?]

Alle Hoffnungen sind naiv, aber wir leben von ihnen.
Primo Levi [1919-1987], ital. Schriftsteller

Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
Mark Twain [1835-1903], amerikan. Schriftsteller

Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.
Bruce Lee [1940-1973], chinesischer Kampfsportler

Wer Zahnweh hat, hält jeden, dessen Zähne gesund sind, für glücklich. Der an Armut leidende begeht denselben Irrtum den Reichen gegenüber.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Statt zu klagen, daß wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, daß wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.
Dieter Hildebrandt [1927-], dt. Kaberettist

Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.
Hermann Hesse [1877-1962], dt. Schriftsteller, Literatur-Nobelpreis 1946

Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen; die meisten Menschen sind von Ideen besessen.
Samuel Taylor Coleridge [1772-1834], engl. Dichter

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Curt Goetz [1888-1960], dt. Schauspieler

Wenige sind weise genug, fördernden Tadel trügendem Lobe vorzuziehen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell [1903-1950], engl. Schriftsteller

Auf Schönheit gebaute Liebe stirbt so schnell wie die Schönheit.
John Donne [1572-1631], engl. Dichter

Ernste Menschen haben selten Ideen. Ideenreiche sind nie ernst.
Paul Valery [1871-1945], franz. Schriftsteller

Erotik ist die Überwindung von Hindernissen. Das Verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.
Karl Kraus [1874-1936], österr. Schriftsteller

Jedermann kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühle aufbringen. Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolge eines Freundes zu freuen.
Oscar Wilde [1854-1900], engl. Schriftsteller

Es ist die gleiche Festigkeit, mit der wir der Liebe zu widerstehen vermögen und durch welche diese erstarkt und dauert; daher sind schwache Menschen, die immer von Leidenschaften getrieben werden, fast niemals wirklich von ihnen erfüllt.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.
Oscar Wilde [1854-1900], engl. Schriftsteller

Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
Mark Twain [1835-1903], amerikan. Schriftsteller

Der Mann hat hauptsächlich deshalb einen Kopf, damit eine Frau ihn verdrehen kann.
Jacques Prevert [1900-1977], franz. Schriftsteller

Die offizielle Kirche hat bei allen aktuellen Fragen der Zeit immer versagt.
Probst Heinrich Gruber [], dt. Theologe, in "Die Zeit"

Nichts ist billiger als sittliche Entrüstung.
Karl Kraus [1874-1936], österr. Schriftsteller

Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Ein unproduktiver Trunkenbold.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker, über Oscar Wilde

Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.
Leonardo da Vinci [1452-1519], ital. Universalgenie

Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.
Mahatma Gandhi [1869-1948], indischer Politiker und Reformator

Humor und Geduld sind Kamele, mit denen wir durch jede Wüste kommen.
Phil Bassmans []

Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lächerlich zu machen. Auch das Eis des Lebens ist glatt.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Zu den wichtigsten Geschlechtsorganen gehört unsere Phantasie.
Sigmund Graff [1898-1979], dt. Aphoristiker

Die Religion? Der beliebte Ersatz für den Glauben.
Oscar Wilde [1854-1900], engl. Schriftsteller

Sag mir all meine Fehler, von Mann zu Mann. Ich kann alles ertragen, außer Schmeichelei.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er nie welches gehabt hat.
Aristoteles Onassis [1906-1975], griech. Großreeder

Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen.
Bertrand Russell [1872-1970], engl. Philosoph und Mathematiker

When I'm good, I'm good. When I'm bad, I'm very good.
Mae West [1892-1980], amerikan. Schauspielerin

I've been rich and I've been poor. Believe me, rich is better.
Mae West [1892-1980], amerikan. Schauspielerin

Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.
Marie von Ebner-Eschenbach [1830-1916], österr. Schriftstellerin

Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.
Kazimierz Bartoszewicz [1852-1930]

Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.
Francois G. de Levis [1720-1781]

Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.
Friedl Beutelrock [1899-1956], dt. Schriftstellerin

Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.
Theodor Fontane [1819-1898], dt. Schriftsteller

Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.
Heraklit [540-480 v.Chr.], griech. Philosoph

Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.
Chinesisches Sprichwort

Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, daß ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.
Jose Ortega y Gasset [1883-1955], span. Kulturphilosoph

Ein Fanatiker ist ein Mensch, der seine Ansichten nicht ändern kann, und der das Thema nicht wechseln will.
Sir Winston Churchill [1874-1965], brit. Staatsmann

Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.
Carl Amery [1922-], dt. Schriftsteller

Im Himmel sind Heilige gut aufgehoben. Auf Erden können sie einem das Leben zur Hölle machen.
Richard J. Cushing [1895-1970], amerikan. Kardinal

Phantasie ist etwas, was sich manche Leute gar nicht vorstellen können.
Gabriel Laub [1928-], tschech. Satiriker

Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.
Karl Kraus [1874-1936], österr. Schriftsteller

Schön ist dasjenige, was ohne Interesse gefällt.
Immanuel Kant [1724-1804], dt. Philosoph

Der hundertprozentige Amerikaner ist ein neunzigprozentiger Idiot.
George Bernard Shaw [1856-1950], irischer Dramatiker

Ein Geschenk ist genau soviel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist.
Thyde Monnier [1887-1967]

Bildschöne Frauen sind selten charmant, weil sie es nicht nötig haben, charmant zu sein.
[?]

In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.
Tacitus [55 v. Chr.], röm. Geschichtsschreiber

Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch damit, daß er sich entwickelt, daß er gescheiter ist als gestern.
Jonathan Swift [1667-1745], irisch-engl. Schriftsteller

Das ist eines der tragischen Mißverständnisse unserer Zeit: Wir glauben, wenn etwas unzweifelhaft als falsch bewiesen ist, müsse das Gegenteil richtig sein.
Salvador de Madariaga y Rojo [1886-1978], span. Schriftsteller

Der Wechsel allein ist das Beständige.
Arthur Schopenhauer [1788-1860], dt. Philosoph

Menschen kann man nicht besitzen. Man muß sie immer wieder neu gewinnen.
Bruno Frank [1885-1945], dt. Schriftsteller

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.
Jean de la Bruyére [1645-1696], franz. Schriftsteller

Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Seneca [4 v.Chr. - 65 n.Chr.], röm. Dichter und Philosoph

Eine Liebeserklärung ist wie eine Eröffnung beim Schach: Die Konsequenzen sind unübersehbar.
Hans Söhnker [1903-1981], dt. Schauspieler

Wenn man sich auch wünscht, tugendhaft zu bleiben, stellt man eines Tages fest, daß die wirklich glücklichen Augenblicke jene gewesen sind, die man der Sünde gewidmet hat.
Sacha Guitry [1885-1957], franz. Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur

Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum Menschen: lebe!
Lukian [120-180 n.Chr.], griech. Satiriker

Die Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten.
Georg Christoph Lichtenberg [1742-1799], dt. Schriftsteller und Physiker

Leistung allein genügt nicht. Man muß auch jemanden finden, der sie anerkennt.
Marcel Mart [1948-], franz. Schriftsteller

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
Immanuel Kant [1724-1804], dt. Philosoph

Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.
Francois Duc de La Rochefoucauld [1613-1680], franz. Schriftsteller

Das ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzig Bleibende, der einzige Sinn.
Thornton Wilder [1897-1975], amerikan. Schriftsteller

Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge.
Arthur Schopenhauer [1788-1860], dt. Philosoph

Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, daß sie immerzu über die Dornen jammern.
Francoise Sagan [1935-], franz. Schriftstellerin

Der Charakter des Menschen sitzt nicht im Verstande, sondern im Herzen.
Friedrich Heinrich Jacobi [1743-1819], dt. Philosoph

Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren - auch die Dummheit.
Erich Kästner [1899-1974], dt. Schriftsteller

Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, daß er ein Narr ist.
William Shakespeare [1564-1616], engl. Dichter

Alle menschlichen Organe werden irgendwann einmal müde, nur die Zunge nicht.
Konrad Adenauer [1876-1967], dt. Bundeskanzler

Alle Menschen sind gleich. Nicht die Geburt, nur die Tüchtigkeit macht einen Unterschied.
Voltaire [1694-1778], franz. Schriftsteller und Philosoph

Mich kümmert nicht, daß die Menschen mich nicht kennen. Mich kümmert, daß ich die Menschen nicht kenne.
Konfuzius [551-479 v.Chr.], chinesischer Philosoph

Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
Vergil [70-19 v.Chr.], röm. Dichter

Albernheit ist der Prüfstein wahrer Freundschaft und auch der Liebe.
Peter Bamm [1897-1975], dt. Schriftsteller

Alles, was nötig ist, damit das Schlechte in der Welt gewinnt, sind genügend gute Menschen, die nichts tun.
Edmund Burke [1729-1797], brit. Staatsmann

Die Erkenntnis der eigenen Unwissenheit ist der erste Schritt zum Wissen.
Benjamin Disraeli [1804-1888], brit. Staatsmann und Schriftsteller

Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er nie welches gehabt hat.
Aristoteles Onassis [1906-1975], griech. Großreeder

Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.
Novalis, Pseudonym von Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg [1772-1801], dt. Dichter

Im Menschen sitzt ein Verräter, der 'Eitelkeit' heißt und die Geheimnisse gegen Schmeichelei preisgibt.
Paul Valery [1871-1945], franz. Dichter

Die fortschreitende Mathematisierung hat den Vorteil, daß man sich viel genauer irren kann.
[?]

Derartige Angelegenheiten werden vom Minister entschieden. Ist der Minister nicht zu erreichen, entscheidet sein Stellvertreter. Ist dieser auch nicht da, entscheidet der gesunde Menschenverstand.
James Callaghan [1912-], ehemaliger brit. Premierminister

Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte.
August Graf von Platen-Hallermünde [1796-1835], dt. Dichter,

Bei den meisten Erfolgsmenschen ist der Erfolg größer als die Menschlichkeit.
Daphne Du Maurier [1907-1989], engl. Schriftstellerin

Man muß die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern versehen.
August "Der Starke", Kurfürst von Sachsen und König von Polen [1526-1586]

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.
Seneca [4 v.Chr. - 65 n.Chr.], röm. Dichter und Philosoph

Jedermann will einen Freund haben, aber niemand gibt sich die Mühe, auch einer zu sein.
Alfred Kerr [1867-1948], dt. Schriftsteller,

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, einer zu sein.
Ralph Waldo Emerson [1803-1882], amerikan. Philosoph

Man muß viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
Jean-Jacques Rousseau [1712-1778], franz. Philosoph und Schriftsteller

Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci [1452-1519], ital. Universalgenie

Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.
Truman Capote [1924-1984], amerikan. Schriftsteller

Kenntnisse bloß zu sammeln ist genauso schlecht wie Geld zu horten. Auch Wissen will umgesetzt sein.
Robert Frost [1874-1963], amerikan. Schriftsteller,

Ein Blick in die Welt beweist, daß Horror nichts anderes ist als Realität.
Sir Alfred Hitchcock [1899-1980], engl. Regisseur

Verurteile niemanden, bevor du nicht in seiner Lage warst.
Talmud

Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.
Sophokles [496-406 v.Chr.], griech. Dichter

Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.
Marcus Tullius Cicero [106-43 v.Chr.], röm. Politiker

Es ist einfacher, für ein Prinzip zu kämpfen, als ihm gerecht zu werden.
Adlai E. Stevenson [1900-1965], amerikan. Politiker

Für seinen Hund ist jeder Mensch Napoleon. Darum sind Hunde so beliebt.
Aldous Huxley [1894-1963], engl. Schriftsteller

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