20.11.2002 

Nachdenken - über Mathematik als mentales Spiel mit Zahlen

Was ist Mensch? Was ist Person? Der Mensch ist die unwandelbare Urform der Person. Der Mensch ist die Wirklichkeit, die in der erfahrungsfrei bleibenden Urform, d.h. in der Selbstbestätigung das ist, was sich dem Spieltrieb entzieht und nur infolge der Bewusstmachung des Erfahr- und Wahrnehmbaren durch die Person alles erreichen lässt.

Die einfachste Form des Spielens ist das Spiel mit Zahlen. Was ist Musik, was sind Buchstaben? Sie alle bieten der Person die Möglichkeit, bewiesen durch die Geschichte, die Zeit, die ihr aufgrund der Bewusstmachung des Erlebens, ausserhalb der Pflichten gegenüber dem physischen Körper noch zur Verfügung steht, durch eine sogenannte Freizeitgestaltung, eine Geschichte der Person zu schreiben, die erst ausgehend von der Ursache, bis hin zum Ende überblickbar wird, wenn durch die Begegnung mit dem Menschen, der in der erfahrungsfrei bleibenden Selbstbestätigung das offenbart, was ist, bevor etwas wird.

Warum ist das zuvor erwähnte nur gegenüber der Person eingetreten? Sie ist es, die über die Bewusstmachung das zu bestätigen hat, was die Hl. Schrift durch den Hinweis auf Bild und Ebenbild verstehbar macht, bevor eine Trennung, aufgrund der Beschreibung von dem, was durch die Selbstbetrachtung des Gewordenen und Geborenen, durch Religionen zur Person geworden, die Gelegenheit einer Auswertung bietet, von der aus das Gottesbild, zum Abbild der Person geworden, zur Selbst-, Welt- und Gottdarstellung führte.

Die erfahrungsfrei bleibende Einzahl, durch den Nullzustand verstehbar geworden, infolge der Begegnung mit dem todlosen Menschen, mit Swami Omkarananda, der durch das Verbleiben in der Gleichstellung - Existenz und Tiefschlaf sind dieselbe, erfahrungsfreie Wirklichkeit - sein Verhalten, als das Verhalten des todlosen Menschen, frei alles Gewordenen und Geborenen durch die Aussage verstehbar macht, die lautet - ich unterscheide zwischen Tiefschlaf und Wachsein nicht -beendet bereits die gelebte Unwissenheit der Person, wenn solche Worte ausgehend von der Ursache fassbar sind und bedingungslos akzeptiert werden.

Welche Aussagekraft hat die Selbstbestätigung dieses erfahrungsfrei bleibenden Existentsein? Es geht um ein Verstehen der Ursache von dem, was durch die Person, infolge der Bewusstmachung des Erlebens, begrenzt auf die Zeit des Wachseins daraus gemacht wurde. Obwohl der Person infolge der Unfehlbarkeit des Gesetzmässigen von Ursache und Wirkung ein Instrument für die Selbstprüfung ihres Tuns in die Hand gegeben wird, um unter seinem Einfluss die Auswertung des Gesetzmässigen der Materie in allen Richtungen sich dienstbar zu machen und jede Gesetzesmissachtung den Misserfolg bewies, konnte die Person, sich gegenüber diese Gesetzmässigkeit, diese einmalige Gelegenheit nicht in Anspruch nehmen, um sich dem Einfluss von Geburt und Tod, von Tod und Wiedergeburt zu entziehen.

Warum beginnt Swami Omkarananda die Person auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen, indem er auf die Folgen der geistigen Mathematik aufmerksam macht? Er sagt - eine Erfahrungsunendlichkeit der geistigen Wirklichkeit mit einer weiteren addiert, belässt alles in dieser nicht messbaren, nicht durch Erfahrungen, durch Wahrnehmungen unauslotbaren Wirklichkeit unverändert. Aufgrund davon ist die einzige geistige Sprache, in der Bedeutung der Omkarananda-Upanishad keine Sprache, wie sie durch die Person, in Abhängigkeit ihrer Erfahrungen geschaffen wurde. Es geht dabei um die Bestätigung des Ganzen, des Unteilbaren, die nicht in Abhängigkeit der Bewusstmachung des Erlebens in Worte fassbare Sprache, weshalb er sagt, dass dies die einzig wirkliche Sprache ist, die nicht wurde, die nicht vergeht, weil sie nicht niedergeschrieben, nicht in das Vergängliche des Erlebens einbezogen werden kann.

Das zuvor Erwähnte ist die Ursache des Wachseins. Weil aber diese einzig Klarheit schaffende Ursache, nicht erlebt, weil sie nicht zur Wirkung ihrer eigenen Ursache sich verändern lässt, so hat die Person sich auf ihre Entpersonifizierung vorzubereiten, will sie jetzt noch verstehen, was Swami Omkarananda als Ziel der geistigen Aspiration zu bieten hat. Er ist es, der sein erfahrungsfrei bleibendes Existentsein, aufgrund der Selbstbestätigung nicht verlässt, weshalb es hier nicht mehr um das Beweisbare der Erfahrungen sondern um die Bestätigung des erfahrungsfrei bleibenden Existentsein geht. Die wenigen Worte - würde ich nur einmal die Ebene der Person betreten, dann gebe es für mich kein Zurück - ausgehend von der Sprache der Wahrheit, gesprochen durch den todlosen Menschen richtig verstanden, führt die Person in das Verstehen von dem, was sie ist, bevor sich zu etwas wird.

Warum bringt Swami Omkarananda die Wechselwirkungen von Erwachen und Einschlafen in den Vordergrund eines erfahrungsfrei bleibenden Verstehens, indem die Ursache davon, täglich durch jede Person beweisbar geworden, ohne die richtige Auswertung vorzunehmen, nämlich - sich auf das zu konzentrieren, was sie, die Person zwischen dem Einschlafen und Erwachen ist und bleibt, in den Vordergrund seiner Informationen?

Warum muss Swami Omkarananda folgende Aufklärung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellen, um die gelebte Unwissenheit, ausgehend von der erfahrungsfrei bleibenden Ursache verstehbar zu machen? Es geht um den Hinweis - wenn die Person erwacht, wenn sie den Schlaf verlässt, dann springt sie, ohne sich über das Gedanken zu machen, was sie im traumlosen Tiefschlaf ist und über alle Zeiten hinweg unverändert sein und bleiben wird, dorthin zurück, wo sie vor dem Einschlafen war?

Wie erwähnt, spricht Swami Omkarananda gegenüber sich, nicht aber in bezug auf die Zuhörer, die Sprache der Wahrheit. In was oder durch was unterscheidet sich die Sprache der Wahrheit von der Sprache der Person? Wie erwähnt, kann die Person erstens nur im Wachsein sich mit irgend etwas, was ihr bewusst gemacht wird, befassen. Das Wort, das sie für diese Form des Erlebens schafft, verbleibt im Gesetzmässigen von Ursache und Wirkung. Die Ursache ist das Objekt und die Wirkung das Wort.

Warum kann Swami Omkarananda seine Anwesenheit, erwähnt bei einem seiner ersten Vorträge nur durch die Aussage bestimmen - ich nehme keinen Raum ein? Wer hat diesen Widerspruch, aufgrund des Hörens so aufgegriffen, dass er darauf wartet, all die Informationen zur Verfügung zu bekommen, die das nachvollziehbar machen, was hier als erfahrungsfrei bleibende Ursache die Bestätigung findet? Welcher der Zuhörer nahm Anstoss an einem solchen Widerspruch, indem die ganze Menschheit sich auf das beruft, was infolge der Bewusstmachung, durch das Zugeständnis, aus Leib, Seele und Geist geworden zu sein, sich entweder durch den Gebrauch der Sinne mit dem geborenen Körper zu identifizieren oder aber durch das Denken eine mentale Selbstvorstellung sich anzueignen und letztlich als der Religiöse, in der Hingabe an die sich geschaffene Gottvorstellung zu verbleiben.

Eine einzige Aussage, die lautet - ich nehme keinen Raum ein - genügt, um sich mit dem zu befassen, was den Menschen in seinem erfahrungsfrei bleibenden Existentsein bestätigt. Dies verdeutlicht, warum sich der Mensch, gegenüber der Person nur über die Bestätigung, dass er ist, bevor er zu etwas Erfahr- oder Wahrnehmbaren wird, sich vorstellen, sich mitzuteilen vermag. Bedingung aber war und ist, nur auf das zu hören, nur das auszuwerten, nur mit dem zu arbeiten, was sich aus folgender Aussage ergibt, die ihm entstammt und lautet - der Gedanke, d.h. das Erleben kann überschritten und das Denken verlassen werden, ohne auf die Bestätigung, dass man ist, verzichten zu müssen. Statt nach dem Erwachen das zu bestätigen, was die Person zwischen dem Einschlafen und Erwachen ist und über alle Zeiten hinweg unverändert sein und bleiben wird, macht sie dann, wenn sie aus dem Schlaf geholt wird und zwar nur deshalb, um das erfahrungsfrei bleibende Existentsein zu bestätigen, dort weiter, wo sie infolge des Entzugs der Bewusstmachung des Erfahrbaren mit ihren Aktivitäten aufhören musste, was sie durch das Wort Schlaf verstehbar zu machen sucht.

In was nun unterscheidet sich der Mensch in dieser Situation von der Person? Warum genügt Swami Omkarananda wiederum nur eine einzige Aussage, um die Ursache davon verstehbar zu machen, jedoch nur dem geistig Strebenden gegenüber, dem er folgende Möglichkeit anbietet, die lautet - erwache hier und jetzt in das göttliche Bewusstsein und die Welt bestätigt sich als das, was sie immer war und sein wird, eine blosse Traumerfahrung?

Warum wird nur das Betreten des Wachseins, der Person bewusst gemacht, nicht aber die Rückkehr in die Ursache davon? Die Auswertung der Sprache der Wahrheit, der Sprache Swami Omkaranandas bestätigt folgende Notwendigkeit, die lautet - erst wenn die Person bewusst den traumlosen Tiefschlaf betritt, ist sie göttliche Glückseligkeit, ohne das Verlangen, diese Glückseligkeit erleben zu wollen?

Warum entdeckt die Person ihr gelebtes Fehlverhalten nicht aufgrund des ausser acht lassens der Ursache des Wachseins, wo sie doch, vorab im Zusammenwirken von Wissenschaft und Technik, die kleinste Missachtung des Gesetzmässigen von Ursache und Wirkung im Misserfolg erlebt? Warum wird spontan nach einem Unfall, ohne darüber belehrt zu werden, nach der Ursache geforscht? Und warum wird dort, wo diese Gesetzmässigkeit allein es ist, die die Person auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen müsste, alles missachtet? Heisst dies, dass der Spieltrieb der Person, infolge der Bewusstmachung des Erfahrbaren gegenüber ihr so faszinierend sich auswirkt, dass sie diese Gesetzesmissachtung völlig übersieht?

Was lernt die Person aus der Geschichte? Sie lernt, wenn es um sie selbst geht, nichts daraus und warum? Was geschieht nach der Geburt? Das Neugeborene, das erst durch den Gebrauch dieses physischen Körpers zum Bewohner des Planeten Erden werden konnte, ihm wird wie eh und je, das körperbezogene Verhalten vorgelebt. Es hat keine andere Wahl, als durch den Gebrauch des ihm zur Verfügung stehenden Körpers über die Nachahmung der Anwesenden mit ihnen in Verbindung zu treten, weil sie alle, auf demselben Weg diese Ebene betreten haben, ohne das zuvor Praktizierte, die mentale Kontaktnahme als Mittel der Verständigung, Mithilfe der Gedanken möglich geworden, aufrecht zu erhalten, um den Gebrauch der Sinne als eine weitere Gelegenheit in Anspruch zu nehmen, von der aus bewusst eine Form des Erlebens geschaffen werden kann, die nur vorübergehender Natur, zwischen der Geburt und dem Tod des Körper zur Verfügung steht.

Aufgrund des zuvor Erwähnten, macht Swami Omkarananda den geistig Strebenden auf das Erwachen ins göttliche Bewusstsein aufmerksam, was er durch seine Selbstbestätigung, durch die Worte verstehbar zu machen sucht - ich wurde durch keinen Mutterleib geboren - was auf ein Distanzbleiben zur bewussten Übernahme des physischen Körpers verweist, was nicht nur den bewussten Gebrauch der Sinne bestätigt sondern zugleich darauf aufmerksam macht, dass nichts, was infolge der Bewusstmachung des Erfahrbaren, in der Wirkung das Verlassen des erfahrungsfrei bleibenden Existentsein beweist, alles in der Sprache der Wahrheit, in der Monosilbe OM, durch Swami Omkarananda verstehbar gemacht, weshalb diese unteilbare Silbe die Möglichkeit bietet, durch sie die göttliche Glückseligkeit, infolge des jetzt möglich gewordenen bewussten Verbleibens in diesem Existentsein ein Verstehen der täglichen Wechselwirkungen nicht mehr zu umgehen ist.

Warum betritt der todlose Mensch nie die Ebene der Person, selbst dann nicht, wenn er mit ihr im Wachsein kontakt aufnehmen muss? Wer auf Distanz zu allem ist und bleibt, was erst infolge der Bewusstmachung des Erfahrbaren zur Verfügung steht, wer sein erfahrungsfrei bleibendes Existentsein nie verlässt, lebt der Person ihre Abhängigkeit vom traumlosen Tiefschlaf so lange vor, bis sie begreift, warum sie ohne die tägliche, wenn auch noch unbewusst stattfindende Rückführung nicht existieren kann. Nicht die Geburt des Körpers kommt zur Sprache sondern nur das, was als die nicht erfahrbare Ursache des Wachseins zeitlos unverändert ist und der Person zur Verfügung steht, weil es das bestätigt, was sie ist, bevor sie infolge der Bewusstmachung des Erfahrbaren aus sich all das macht, was durch die Geschichte, gestützt auf die anerkannte Selbst-, Welt- und Gottdarstellung beweisbar wurde.

Was geschieht, wenn die Person ihre Ursache im erfahrungsfrei bleibenden Existentsein sieht? Das Ergebnis ist das Verbleiben im göttlichen Frieden, eine Gestaltung des Daseins, das von diesem Frieden nicht getrennt werden kann. Und so ergeht es mit allen göttlichen Eigenschaften, weshalb dann nicht mehr der Erfahrende und das Erleben wirksam sind, von denen aus die Geschichte der Menschheit dazu führte, sich selbst im Namen Gottes gegenseitig zu töten. Eine solche Sinnlosigkeit wird erst dann verstehbar, wenn über die Nachahmung nach der Geburt das Verbleiben im Gottbewusstsein, das unselige Treiben, das nur im gelebten Körperbewusstsein, die Vorstellung aufkommen liess, den todlosen Menschen, aufgrund der Geburt des Körpers all das anzulasten, was durch die Geschichte beweisbar ist, um sich gegenseitig entsprechend zu schädigen.

Die gelebte Botschaft Swami Omkaranandas beendet eine solch gelebte Unwissenheit und führt zum bewussten Verbleiben im göttlichen Bewusstsein, das den gelebten göttlichen Frieden auf dem Planeten Erde sichert. Solange jedoch die Bereitschaft fehlt, sich auf die Ursache des Wachseins zu konzentrieren, sie, weil sie ohne Anfang, ohne Ende ist, zum Mittelpunkt allen Verstehens zu machen, bleibt der Spieltrieb der Person die Ursache eines Vorgehens und Verhaltens, das dort das Gesetzmässige von Ursache und Wirkung missachtet, wo es um das Bedeutungsvollste geht, d.h. was die Person ist, bevor sie zu etwas Endlichem, zu etwas Vergänglichem wird, ohne diesen selbst verursachten Wechsel von der Todlosigkeit, hin zur Sterblichkeit zu erahnen, geschweige zu begreifen.