Judo und Jiu-Jitsu

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                                                                 Die Würfe NAGE-WAZA

                                                   GO-KYO - die vierzig Grundtekniken in fünf Stufen

Die Vielzahl der Jud~Techniken läßt sich verschiedenartig systematisieren. Geht man davon aus, welcher Körperteil hauptsächlich an dem Wurf beteiligt ist, erhält man die Gruppe der Beinwürfe, der Hüftwürfe, der Handwürfe etc. Diese Kata­logisierung ist nützlich..., nur als Leitfaden für die Reihenfolge des Erlernens nicht zu gebrauchen, weil Würfe unterschiedlicher Schwierigkeit und Anforderungen direkt aufeinanderfolgen (System KAWAISHI). Da die Entscheidung, welche Technik vor welcher Technik gelernt werden sollte, je nach Unterrichtsmethode anders aus­fallen kann und darüber hinaus noch von anderen Faktoren abhängt - Alter und Geschlecht der Schüler, Trainingszustand, zur Verfügung stehende Zeit etc.-, be­gnügen wir uns damit, die Techniken in der Reihenfolge vorzustellen, in der sie Professor KANO entwickelt haben soll. Diese Reihenfolge stellt sicherlich keine ver­bindliche Methode dar.

Es ist möglich, einige Würfe anzusetzen und mit Erfolg zu werfen, wenn der Partner in der Grundstellung (SHIZEN-HONTAI) steht und sich nicht bewegt. Da es aber einerseits sehr schwer ist, den gleichen Wurf aus der Bewegung zu machen - und Randon und Kampf heißt vor allem Bewegung - und es andererseits leichter ist, einen sich bewegenden Partner aus dem Gleichgewicht zu bringen, sind alle Würfe aus der Bewegung beschrieben. Auch wenn die Bewegung teilweise sehr stilisiert ist

- links zurück, rechts vor , so sind diese Wurfeingänge kleine Hilfen, die den Schüler schnell die Verbindung zum RANDORI finden lassen.

Von jedem Wurf existieren mehrere offizielle Varianten, von den persönlichen ganz zu schweigen, solange jedoch die Wurfidee, wie sie in der Vorbemerkung jeweils kurz skizziert wird, erhalten bleibt, sollte man nicht sagen, der Wurf sei falsch. Ausgangsstellung ist, wenn nicht anders angegeben, die Grundstellung (SHIZEN­ HONTAI) mit dem normalen Griff rechts. Der Werfer heißt TORI (toreru = nehmen, greifen), derjenige, der geworfen wird, UKE (ukeru = erleiden, empfangen). An­gaben, in welche Richtung das Gleichgewicht gebrochen werden soll, verstehen sich von UKE aus gesehen