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Letzte Änderung
17.09.2001
© RubberHans
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Gummi- und Latexkleidung zu pflegen ist nicht schwierig. Solange keine Reparaturfälle entstehen (ihre Behebung verstehe ich nicht unter Pflege), beschränkt sich die Pflege auf ein paar einfache Maßnahmen. Die RubberHans-Grundregel lautet: "sauber, trocken, dunkel".

Waschen von Latex- und Gummikleidung

Die Wäsche ist immer Handwäsche! Das Waschen erfolgt mit handwarmem Wasser, milder Flüssigseife oder Geschirrspülmittel und ein wenig Kneten, Rubbeln, Wenden und Spülen mit klarem Wasser. Auf keinen Fall sollte das Wasser zu warm sein. Solange Du Dich selber darin wohlfühlen könntest, ist es auch für Latex gut. In diesem Zusammenhang: es ist nicht die schlechteste Idee, eine Dusche oder ein Wannenbad mit dem Ausziehen der Latexkleidung zu verbinden. Das Ausziehen geht einfacher als in der trockenen Außenwelt. Die Wäsche kann dabei gleich gereinigt und gespült werden; allerdings solltest Du nach dem Verlassen der Dusche oder Badewanne der Latex- oder Gummiwäsche eine Trocknung auf der Leine gönnen.

nach oben Trocknen nach dem Waschen

Beim Trocknen scheiden sich die Geister. Viele Latexfetishisten empfehlen das Trocknen der Inennseite zuerst. Auch ich habe so gedacht, bis ich herausfand, daß dadurch die später sichtbaren Außenflächen des Werkstückes zusammenkleben und Wasserflecken bekommen. Deswegen schlage ich hier einen etwas anderen Weg vor.

Das Kleidungsstück wenden, gut abschütteln bzw. Wasser abstreifen. Jetzt die nach außen zeigende Innenseite mit einem ausreichend großen Badetuch trocknen (einfach in das Tuch einschlagen und mit der flachen Hand pressen). Dann das Kleidungsstück wenden und mit der Außenseite nach außen auf das Badetuch legen, das Tuch zuschlagen und die Kleidung trockentupfen. Nicht zuviel, denn sobald sie einigermaßen trocken ist, sollte sie auf der Wäscheleine zum Trocknen aufgehängt werden. Dabei solltest Du beachten, daß Du keinesfalls den Stoff unter Wäscheklammer und Leine klemmst. Die Klammer sollte die Leine umschliessen, den Stoff aber nur an der Spitze greifen. So vermeidest Du Falten und Beulen. Sobald die Außenseite trocken ist, wende das Kleidungsstück und hänge es mit der Innenseite nach außen auf. Die Vortrocknung mit dem Handtuch verhindert häßliche Wasser- oder Kalkflecken auf der sichtbaren Außenseite des Kleidungsstückes.
Handschuhe und Strümpfe sollten besonders sorgfältig getrocknet werden. Die Struktur dieser Kleidungsstücke bewirkt das Ansammeln von Nässe, so daß beide Seiten gut entfeuchtet sein sollten, bevor's auf die Leine geht. Letztendlich sollte aber auch hier die Außenseite zuerst getrocknet werden (die Innnenseite sieht nach dem Anziehen niemand). Strümpfe werden an der Zehenspitze aufgehängt, Handschuhe am Mittelfinger. Auf diese Art kann evtl. verbliebene Restfeuchtigkeit nach unten abfließen.

Wer fürchtet, daß die Wäscheklammern Schaden an empfindlichen Teilen der Kleidungsstücke anrichten, legt zwischen Wäscheklammer und Latexstoff ein weiches Leintuch (ein  passend zurechtgerissenes altes Bettlaken ist ideal).Schwere Kleidungsstücke lassen sich nicht an Wäscheklammern aufhängen. Hier sollte besser ein Kleiderbügel verwendet werden.

nach oben Pudern

Nach dem Trocknen wird das Kleidungsstück gewendet, so daß die Außenseite wieder nach außen zeigt. Die Innenseite wird gut gepudert, aber nicht zu großzügig! Nach dem Pudern sollte das Kleidungsstück mit einem leicht feuchten, saugfähigen Leinentuch außen abgewischt werden. Dies entfernt Puderspuren auf der Außenseite und bewirkt bereits leichten Glanz.

nach oben Glanzspray

Das Behandeln mit Glanzspray sollte sparsam und vorsichtig erfolgen. Da nicht nur das behandelte Kleidungsstück, sondern auch die Umgebung eingenebelt werden, solltest Du auf die Rutschgefahr bei glatten Böden achten! Die meisten Glanzsprays basieren auf Silikonölen. Sie werden vom Körper nicht abgebaut und sollten deshalb auch nicht eingeatmet werden. Welches Glanzspray das für Dich beste ist, kann ich hier nicht entscheiden. Auf jeden Fall sollte das Nachpolieren mit einem weichen Tuch möglich sein. Klebt das Tuch, will ich das spezielle Spray nicht empfehlen. Spätestens bei Berührungen des Stoffes, beim Hinsetzen oder beim Schmusen wird die Klebrigkeit lästig. Deshalb benötigst Du: sorgfältige Auswahl, ein paar Experimente und eine(n) geduldige(n) Partner(in).

Alternativ zum Glanzspray kann auch das Autopflegemittel "Armour All" verwendet werden. Es gibt zwar nicht unmittelbar den Glanz, den ein Glanzspray erzeugt. Aber nach mehrmaliger Anwendung sehen die Kleidungsstücke ebenfalls sehr gut aus. "Armour All" hat den Vorteil, daß es  bei sparsamer Verwendung gut auftrocknet und sich danach nicht mehr klebrig anfühlt.

Eine dritte Möglichkeit, Glanz auf das Kleidungsstück zu zaubern, ist Silioknöl, das als "Type 350" in Apotheken erhältlich ist. Sparsam aufgetragen, führt es zu Glanz bzw. erleichtert das Anziehen von Kleidungsstücken. Trick: das Reinigungswasser für Latexkleidung mit Geschirrspülmittel und einigen Tropfen Silikonöl anreichern. Danach kurz mit klarem Wasser abspülen. Nach dem Trocknen entsteht bereits ein leichter Glanz.

Dauerhafter Hochglanz ist nach meinen Erfahrungen nicht erzielbar. Ein mittlerer Glanz, der einige Wäschen übersteht, wird von "Armour All" erzeugt. Glanz von Sprays ist nicht sehr dauerhaft und wird leicht fleckig. Der auf Photos so oft zu sehende extreme Hochglanz wird durch große Mengen von Glanzspray bewirkt; die Kleidung ist dadurch eher naß, als poliert. Rein technisch stelle ich mir das Erzielen von dauerhaftem Glanz als sehr schwierig vor. Die Erklärung gibt's dazu hier.

nach oben Aufbewahrung

Latex- und Gummiwäsche sollte stets trocken und ausreichend gepudert aufbewahrt werden. Feuchtigkeitsnester sind ein idealer Platz für Verfärbungen und ein Nährboden für Bakterien und Pilze. Außerdem fängt die Wäsche zu muffeln an. Feuchtigkeitsbedingte Verfärbungen können bei manchen Kleidungsstücken innerhalb von Viertelstunden auftreten. Und was die Mikroorganismen betrifft: Willst Du ein Opfer selbstgezüchteter Schimmelkulturen werden? Gute Reinigung der Wäsche und ein Mindestmaß an Körperpflege sind auch für Gummifetischisten selbstverständlich! Ein paar Tips dazu findest Du auf meiner Seite über Gesundheit und Körperpflege.

UV-Strahlung und grelles Licht sollten im Interesse der Lebensdauer - speziell bei Latexwäsche - vermieden werden. Es ist nicht die beste Idee, ein Latexbody als Badeanzug (Salzwasser!) wochenlang unter südlicher Sonne zu tragen. Natürlich wird eine kurze Photo-Session keinen allzu großen Schaden verursachen. Ansonsten empfiehlt sich die luftige, dunkle, Unterbringung. Bodys, Handschuhe oder Strümpfe, die häufig getragen werden, können durchaus zusammengelegt im Schrank liegen. Anzüge, Catsuits, lange Hosen, Hemden oder andere große Kleidungssstücke werden am besten trocken, dunkel und luftig auf geeigneten Kleiderbügeln aufgehängt.

nach oben Das Wenden der Handschuhe

Wie werden Handschuhe gewendet? Zunächst die Innenseite nach außen wenden. Dabei weigern sich die Fingerlinge. Und nun? Ganz einfach. Zuerst den Handschuh in die eine Hand nehmen und schleudernd auf die offene Fläche der anderen Hand schlagen. Dabei springen oft einige der Fingerlinge heraus. Nun einfach in den Handschuh hineinblasen, bis die restlichen Fingerlinge herausspringen. Ggf. nochmals den aufgeblasenen Handschuh auf die flache Hand schleudern- nötig ist das aber in den seltensten Fällen.

nach oben Tabakrauch - und Anderes

Speziell Latexwäsche nimmt den Geruch von Tabakrauch sehr leicht an. Abhilfe schafft nur das Meiden verrauchter Orte. Der Geruch dringt ziemlich dauerhaft ins Material ein und ist durch Waschen und luftig trocknen nur zum Teil zu beseitigen.

Was meist erst am nächsten Morgen auffällt: Der Genuß sehr stark und aromatisch gewürzter Mahlzeiten setzt sich ebenfalls - durch die Kocherei oder durch den Hautschweiß - massiv in der Latexwäsche fest. Es ist nicht jedermanns Sache, ein Kleidungsstück zu tragen, das nach indischem Madras-Curry, Chili con carne oder Knoblauch riecht. Auch diese Gerüche lassen sich nur schwer beseitigen.

nach oben Was absolut nicht empfehlenswert ist

  • Waschen der Wäsche in der Waschmaschine - das führt zu formlosen Klumpen, allemal gut für die kompakte Entsorgung.
  • Heiß Trocknen im Wäschetrocker - willst Du ein Kleidungsstück im Faltenhund-Look?
  • Trocknen mit dem Haartrockner - es sei denn, Dir liegt an Beulen und Knitterfalten.
  • Langes Liegenlassen der Wäsche im Wasser, womöglich mit Seife - blaßgraue Flecken können gelegentlich aparte Leoparden-Muster geben....aber wirklich nur gelegentlich.
  • Kontakt des Latexmaterials mit Kupfer, Messing oder anderen kupferhaltigen Legierungen ("Neusilber"), aber auch mit Nickel. Diese Metalle verursachen dauerhafte Verfärbungen des Materials.
  • Reinigen mit aggressiven Mitteln (Essigreiniger, Scheuerpulver,...)
  • Trocknen auf der sonnenbeschienenen Wäscheleine
  • Bügeln der Wäsche mit dem Bügeleisen
  • Wäsche nach dem Tragen zusammengeknüllt tagelang liegenlassen, bis sich die Gelegenheit ergibt, sie zu pflegen

nach oben Vermeiden von Rissen

Ich habe mich schon mehrfach über zerrissene Kleidungsstücke geärgert, besonders, wenn ich mir keiner Schuld bewußt war. Das Zerreißen von Gummi- oder Latexkleidungsstücken entsteht durch extreme Punktbelastungen des Materials. Tatsächlich sind diese Werkstoffe bei gleichmäßiger Belastung sehr zugfest - leider liegt der Fall der gleichmäßigen Belastung nur selten vor. Es gibt ein paar Kategorien von Schadensursachen:

Verletzung des gespannten Materials. Je mehr das Material gespannt ist, umso leichter läßt es sich durch das Anstoßen an harte Kanten oder das Eindringen von spitzen Gegenständen beschädigen. Selbst eine ganz banale Türklinke kann beim nachlässigen Vorbeigehen einem Latexbody zum Verhängnis werden. Moral: nur geschickte Köche schneiden Zwiebeln im Catsuit.
Fertigungsfehler. Egal, ob das Kleidungsstück fertig gekauft ist oder selbstgemacht: es gibt immer mal wieder Fertigungsfehler, die sehr rasch zu Schäden führen. Prüfe deshalb...
  • beim Kauf fertiger Kleidungsstücke, ob alle Konturen sauber geschnitten sind. Einbuchtungen in Konturen sind mögliche Ausgangspunkte von Rissen. Die Flächen sollten keine Knoten , Löcher oder hervorstehende Teile enthalten. Wenn der Gegenstand gegen das Licht gehalten wird, sollte eine gleichmäßige Abschattung gesehen werden. Ösen, Niete und andere Einsätze sollten hinterklebt sein. Wenn nicht, dann achte besonders auf verdeckte Mikrorisse unter den Einsätzen, die sich nach einiger Zeit unweigerlich ausweiten werden.
  • bei selber geschnittenen Teilen: Prüfe, ob die Kante nicht fransig ist. Das kommt besonders bei länger gebrauchten Schneidunterlagen, schlechten Schneidewerkzeugen oder nicht ausreichend sorgfältiger Arbeit vor. Bei selber angefertigten Stücken hängt die Haltbarkeit in erster Linie von sorgfältiger Arbeit ab!
Überlastung. Auch wenn das Material sehr zugfest und dehnbar ist, können durch rein mechanische Belastung Spannungszonen auftreten, denen der Werkstoff nicht gewachsen ist. Das typische Beispiel sind im Schritt gerissene Hosen - Die Zugkräfte können bei langen Hebelarmen (=Beine) immens werden. Da braucht es nicht einmal Fertigungsmängel, um Schäden auszulösen. Folgerung: Vorsichtig bewegen!
Alterung und Materialermüdung. Gummi- und Latexstoffe altern durch Hitze und UV-Licht. Also: Kein hartes und direktes Sonnenlicht auf die Kleidungsstücke fallen lassen! Bewahre die Kleidung dunkel und bei Zimmertemperatur auf. Vermeide Feuchtigkeitsnester, da sie zum Blaßwerden des Stoffes führen können. Alte und schlecht gepflegte Latexwäsche ist sehr gefährdet, was das Reißen angeht. Folgerung: Hast Du ein Lieblings-Latexwäschestück, halte es langjährig in Ehren und laß' ihm beste Pflege zuteil werden!

nach oben Tricks

Manchmal geht aus einem engen Kleidungsstück die Luft nicht 'raus. Enge Strümpfe z.B. haben oft den Luftstau unterhalb der Waden, der das anschmiegsame Gummigefühl verhindert. Die Abhilfe ist einfach. Oberhalb der Ferse wird im Inneren des Strumpfes oder des entsprechenden Kleidungsstückes (Hose, Catsuit...) ein Flecken aus gewebeverstärktem Gummistoff eingeklebt. Der Flecken sollte etwa 1cm Durchmesser haben. Nach dem Trocknen des Klebers wird mit der Lochzange oder mit einem kleinen Locheisen ein 2-mm-Loch in die Mitte des Fleckens gestanzt, damit die Luft entweichen kann. Wen der Blick auf die Lochung stört, klebt von der Außenseite ein kleines Stückchen Latex darüber. Aber daran denken: nur halbseitig ankleben, damit die Luft entweichen kann! Auf diese Art wurde vor vielen Jahren das "Flatterventil" erfunden!

Rutschende Handschuhe oder abgleitende Strümpfe an den Oberschenkeln sind sehr lästig und verhindern oft das dauerhafte Gummigefühl. Gegen das Rutschen hilft ein Stück Küchenpapier oder ein weicher Leinenlappen, der mit Wasser gut befeuchtet wird. Damit innerhalb des Saumes entlangfahren, damit auf etwa 5cm bis 10 cm Breite kein Puder mehr zwischen Haut und Latex vorhanden ist. Die leichte Feuchtigkeit zieht rasch ein und der Saum rutscht nicht mehr.

nach oben Anziehen und Ausziehen

Als Anziehhilfe kann Puder dienen, das auf der Innenseite des Kleidungsstückes gleichmäßig, aber nicht zu reichlich aufgetragen wird. Die Verwendung von Silikonöl als Anziehhilfe ist ebenfalls möglich. Gleitcremes, Hautcreme, Vaseline oder Salatöl (ich wurde ernsthaft danach gefragt!) sollten nicht verwendet werden, da sie das empfindliche Latexmaterial schädigen können. Für enge Kleinteile, z.B. Peniskondom habe ich gute Erfahrungen mit der "Bübchen Smild" Hautlotion gemacht. Zumindest bislang konnte ich keine Schäden beobachten. Allerdings sollte das Kleidungsstück nach dem Ausziehen sofort mit milder Seife und lauwarmen Wasser gewaschen werden.

Nimm Dir Zeit beim Anziehen der Kleidung. Große oder enge Kleidungsstücke werden besser nicht ohne Hilfe angezogen. Speziell bei Catsuits und Korsagen ist eine helfende Person nötig. Grundsätzlich sollten keine zu großen Kräfte verwendet werden; sehr enge Teile sollten besser übergerollt als einfach übergestreift werden. Vorsicht bei spitzen Fingernägeln!

Zum Ausziehen sollte wie beim Anziehen ruhig und konzentriert vorgegangen werden. Vermeide Reißen der Kleidung durch vorsichtiges Abrollen. Enge Kleidungsstücke lassen sich leichter unter der Duche ausziehen.

nach oben Erklärung: Was verursacht Glanz?

Glänzende Oberflächen kommen dadurch zustande, daß sie ausreichend glatt sind. Glatt heißt in diesem Zusammenhang, daß die Oberflächenrauhheit in der Größenordnung der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes liegt. Je rauher eine Oberfläche ist, umso matter erscheint sie, da sie das einfallende Licht nicht spiegelt, sondern diffus reflektiert.

Grundsätzlich gibt es nur wenige Möglichkeiten, eine gatte Oberfläche zu erzeugen:

  1. Schleifen und Polieren durch mechanischen Abrieb
  2. Pressen oder Walzen mit polierten Formen
  3. Gießen als dünnflüssiges Material mit anschließendem Aushärten
  4. Oberflächenbeschichtung durch härtende Flüssigkeiten (z.B. Lacke)
  5. Oberflächenbeschichtung durch zähe Flüssigkeiten (z.B. Silikonöle)

Gummi ist bedingt durch seine Chemie ein rauhes Material, das nur durch ergänzende Maßnahmen ausreichend glatt wird, um glänzend zu erscheinen. Wie wirken diese Methoden bei Gummi?

  1. ist bei Gummi praktisch nicht anwendbar.
  2. wird verwendet, um durch Kalandrieren, also durch Pressen mittels polierter Walzen eine möglichst glatte Oberfläche zu erzeugen, die aber dennoch nicht glänzend wird. Tuch für Kleidungszwecke wird auf diese Weise behandelt.
  3. ist wegen der Zähigkeit des Materials nicht möglich
  4. Lackieren kann nicht verwendet werden, da Gummi elastisch und biegsam ist; härtende Lacke sind nicht weich genug, um diesen mechanischen Beanspruchungen zu widerstehen. Auf Stoffträgern, die nicht dehnbar und elastisch sind, kann diese Methode verwendet werden.
  5. Glanz durch das Aufbringen von Ölen unterschiedlicher Viskosität ist erzeugbar, unterliegt aber je nach Zähigkeit des Öles unterschiedlich starkem Verschleiß durch Verdunstung, Trocknung oder Abrieb. Dünnflüssige Öle erzeugen stärkeren Glanz als zähflüssige, da die Oberfläche leichter verfließt.

Vorübergehender Hochglanz ist somit nur durch das nicht dauerhafte Aufbringen von Ölen erzielbar.

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