| An der Strecke von
Tucumcari nach Albuquerque gibt es viel zu sehen. Deshalb die kurze
Distanz. Wir fuhren Richtung Santa Fe und registrierten wieder einmal
eine Veränderung von Landschaft und Vegetation. Langsam ging es
bergauf. Statt der kargen, knochentrockenen Steppe sahen wir jetzt
Kiefern und hohes Gestrüpp. Unseren ersten Stopp legten wir (nicht exakt auf der Historic Route 66) in Las Vegas ein; wie Frankfurt/Oder der kleine Namensvetter einer berühmten Großstadt.
Mit dem Bau der Eisenbahn kam das Städtchen zu Reichtum. Die Altstadt zeigt heute noch, wie sie einst von Spaniern aufgebaut wurde. Der Bahnhof entstand mit einiger Entfernung, so dass verschie- dene Stilrichtungen der Viertel ihre Entstehungsge- schichte dokumentieren. Weiter in
Richtung Santa Fee bogen wir bald zum Pecos National Historical Park
ab. |
Pecos war ein Ort, an dem die Apachen Handel trieben und Zeremonien abhielten. Noch heute sind zahlreiche Kivas, abgedeckte kreisrunde Erd- löcher, zu besichtigen.
Später bauten die Spanier
dort eine Mission, um Ein wenig verunsichert waren wir von den Warn- schildern und patrouillierenden Rangern, die nach Klapperschlangen Ausschau hielten. Froh, im klimatisierten Auto der Hitze entronnen zu sein, ging es nach Santa Fe. Uns erwartete ein Kulturschock. Nach Tagen der Einsamkeit auf der alten und wenig befahrenen Route 66 waren wir mitten in einer Touristenhochburg. |
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| In der
Maßstäblichkeit an Europa erinnernd, ist die kleine Stadt Santa Fe mit ihren
vielen kleinen Ge- schäften und der historisch-angepassten Bauweise für
Amerikaner etwas ganz besonderes.
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Wir Europäer sehen uns
interessiert die Bauweise aus Lehmziegeln
(oder deren Nachbauten) an, die kleinteilige Ge- schäftswelt ist uns
nicht neu. Spaß macht es, den betriebsamen Handel zwischen Indianern und
Touristen zu beobachten .
Es gibt viele Geschäfte mit
Kunsthandwerk und |
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| Im großen Radisson
Hotel waren wir gut für zwei Nächte in Albuquerque untergebracht und
mit ei- nem faulen Abend am Pool und Essen in der Nähe beendeten wir
den Tag.
Der nächste Tag bescherte uns eine wunderbares Kontrastprogramm zu Santa Fe. In der Old Town erlebten wir eine ähnliche Kleinteiligkeit von Häu- sern und Läden, aber es ging lockerer und unver- fälschter zu, als in der Touristenhochburg. In der Torres Gallery wurde gerade die Ersteröff- nung vorbereitet, als wir ins Gespräch mit dem Künstler kamen. Schließlich gaben wir für unsere finanziellen Verhältnisse ein kleines Vermögen für eine Arbeit aus, die an die Hopi-Indianer erinnert.
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Klar, dass die Tochter
des Hauses
uns das Prunk- stück sicher verpackte und ins Hotel brachte.
Kulturell waren wir faul und sahen uns nur die Kir- che an der Plaza an.
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Am Nachmittag besuchten
wir das Isleta Pueblo. Es liegt in unmittelbarer Nähe von
Albuquerque und war für uns als unsere erste bewohnte Indianersied-
lung absolut sehenswert. Für uns Europäer hat der Mix zwischen
"westlicher" Kultur und indianischen Gepflogenheiten einen
besonderen Reiz.
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Am Spätnachmittag
durchquerten wir die am Hang gelegenen Wohnviertel der Stadt, um zur
Talstation der Seilbahn auf die Sandia Mountains zu errei- chen.
In Amerika preist man sich gerne mit Super- lativen und so ging es an
dem längsten frei hängen- den Seil (aus der Schweiz) weit nach oben.
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