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nach Tucumcari

200 km

 

Nach einer unruhigen Nacht im Zimmer zur Schnell- straße trauten wir unseren Augen kaum: Die Sonne schien. Nach dem Frühstück in einer netten Bar ging es los.

Die Landschaft hatte sich geändert. Es gab plötz- lich zerklüftete Landstriche, bei denen die rote Erde aus der Ferne leuchtete. Bald kam der Abzweig zum Palo Duro Canyon State Park und wir bogen ab. Am Eingang erläuterte uns eine nette Rangerin, dass vermutlich noch ein Teil der Straßen wegen des vielen Regens der letzten Tage überflutet wäre. Tatsächlich war nach einigen Kilometern Schluss.

flash flooding - Warnschilder gibt es häufig

Eine improvisierte Wanderung brachte uns erheb- lich ins Schwitzen. Es war schnell fast 30º C warm geworden. Die Anblicke entschädigten uns aber für die Anstrengung.

im Palo Duro Canyon

Ebenfalls dicht bei Amarillo gibt es eine weitere Sehenswürdigkeit. Jenseits der Interstate glänzt in der Sonne Autoblech auf dem Acker: Die Cadillac Ranch. Nach einem kurzen Stück zurück Richtung Amarillo  stellten wir unser Auto neben die anderen am Straßenrand und bewunderten das Kunstwerk.


 
 

die Cadillac Ranch

Ein reicher Texaner hat von der Künstlergruppe Ant Farm 10 Caddies mit schönen Heckpartien kopf- über in den Boden versenken lassen.

das waren Heckflossen!Originell, aber schade um die Autos. Rost nagt, Sprayer haben sich verewigt, Teile fallen ab.
 
 

Ohne wirklich "vom Fleck gekommen" zu sein, machten wir im kleinen Ort Canyon Mittagspause und besuchten das Panhandle - Plains Museum (Panhandle = Pfannenstiel nach der Form dieses Teils von Texas). Es lohnt sich, die nachgebaute Westernstadt, die Geschichte der Windräder, oder auch die des Erdöls anzusehen.

z.B die Geschichte des Erdöls im Panhandle-Plains Museum

 

 

Auf der Fahrt bemerkten wir, dass Texas anschei- nend nicht nur viel Öl besitzt, sondern, dass es auch riesige Rinderherden gibt. Auf den schier endlo- sen Weiden der Prärie gibt es genug zu fressen. Irgendwann werden die Herden zusammengetrie- ben und es gibt hervoragende frische Steaks.

große Rinderherden gibt's in Texas

Später wurden wir mit dem Schild Welcome Mid- point daran erinnert, dass wir die Hälfte der Route 66 bereits abgefahren hatten (kl. Foto).

Trotz der vielen Stopps erreichten wir irgendwann unser Ziel Tucumcari. Ein Städtchen mit viel Ge- schichte zur Old Route 66.

 Midpoint:  1139 Meilen vor und zurückgegenüber ein verlassenes Cafe

Wir waren bestens gelaunt, nachdem wir in einer Rezeption voller Indianer- und Western- Erinne- rungsstücke im Pow Wow Inn eingecheckt hatten. Das blieb auch so, als wir unser Auto vor dem Zim- mer abgestellt hatten und am Pool lagen.

Tucumcari, Einfahrt zum Pow Wow Inn

Abends beim Essen machten wir dann in einem der Restaurants auf der Hauptstrasse eine Erfahrung, die fast jeder mal macht:
Schon als wir einen Tisch zugewiesen bekamen, fielen uns die Plastikkannen auf, die die anderen Gäste vor sich hatten. Beim Bestellen hatten wir Gewissheit. Es gab entweder Tee oder Wasser. An ein kaltes Bier war nicht zu denken, weil die Wirt- schaft keine Ausschanklizenz hatte!

Hotelreklame in TucumcariBeim abendlichen Gang durch
die von vielen Reklameschildern
beleuchtete Straße holten wir uns
Dosenbier aus dem Liquerstore.

 

Amarillo

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