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zum Grand Canyon

290 km

 

Von Holbrook hatten wir nur ein kurzes Stück bis zu unserem ersten Halt zu fahren. Mitten in einer fla- chen Steppe türmt sich sich der Krater eines Mete- oriten. Mit einem interessanten kleinen Museum dabei kann man einschließlich einer kleinen Wan- derung am Kraterrand eine Stunde zubringen. Das tiefe und große Loch (4000 feet) ist schwer zu foto- grafieren, aber mit dem Weitwinkel auf der Video- kamera ging es einigermaßen.

Meteor Crater, Einschlagstelle in der Mitte

In Reiseführern findet man noch den Hinweis auf

ein Loch in der Mauer des Museums, das - wie ein Bild an der Wand - den Blick auf den höchsten Berg Arizonas frei gibt.

Vista Point mit Humphreys Peak, 3851 m hoch


Auf der Weiterfahrt entschieden wir uns für einen kleinen Umweg und durch einen nahe an der Strek- ke gelegenen State Park. Es war gebirgig gewor- den und der dichte Wald in dem Tal, das wir durch- fuhren erinnerte sehr an die Alpen. die Berge bei FlagstaffBei Flagstaff waren wir dicht an den San Fran- cisco Mountains und dachten ans Skifahren. Nach einem kurzen Stop in dem netten Städtchen beeilten wir uns, endlich den Grand Canyon zu sehen.

 

 

Wir waren etwa um 4 Uhr im Grand Canyon Villa- ge und glaubten spät dran zu sein. Deshalb baten wir gleich an der Rezeption des Holiday Inn Ex- press um die telefonische Vorbestellung zweier Helikopter-Plätze für Rundflüge. Später stellten wir fest, dass in der Vorsaison (Juni) die Hubschrau- ber reichlich waren - nur der Wind machte dem Flug fast einen Strich durch die Rechnung: Schon bei 
Helikopermittleren Windstärken gibt es über dem tief abfallenden Canyon Auf- und Abwinde in Böen, die für emp- findliche Touristenmägen "übel aus- gehen können". Wir zahlten für die kurze Tour (ca. 30 min) 99$ pro Kopf (155$ für ca. 45 min), die gut angelegt waren: Wir waren begeistert. 

der Grand Canyon von oben

Vom Colorado-Plateau, der Ebene, auf der man den Canyon erreicht, geht es nahezu senkrecht nach unten. Der heutige Fluss liegt zum Teil mehr als 1,5 km tiefer, die gegenüberliegende Seite der Schlucht sieht man in 6 bis knapp 30 km Entfer- nung. Nach unserem Flug fuhren wir den gut aus- gebauten Südrand vom Nationalpark ab. Immer wieder gibt es große Parkplätze, von denen man mit wenigen Schritten die Kante erreicht. Man kommt sich als Mensch ganz klein vor, wenn man vor der aufgebrochenen Erdgeschichte steht.

Schließlich warteten wir auf den Sonnenuntergang, um die Felsen im  Licht der abendlichen Sonne und ohne den Dunst des heißen Tages anzusehen. Das Bild erklärt vielleicht von selbst unsere Begei- sterung.

der Grand Canyon in der Abendsonne

 

 

viel Besuch schon in der VorsaisonSchon in der Vorsaison waren wir nicht alleine. Nicht nur den Sonnen- untergang erlebten wir mit vielen Menschen. Zurück im Grand Can- yon Village war bei der Suche nach Essbarem  Schlangestehen angesagt. Als Deutschen fehlte uns dazu die nötige Gelassen- heit - wir waren ganz schön hungrig - und wählten das Restaurant ohne Wartezeit: Ein Fehler! Preis/Leistung passten gar nicht, die übliche Höf- lichkeit der amerikanischen Bedienungen war auch noch wegrationalisiert.

 

Holbrock

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