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Selma Lagerlöf - Ihr Leben
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| 1858 |
Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf wird am 20. November auf dem Gutshof Mårbacka (Östra
Ämtervik, Provinz Värmland) geboren.
Ihre Eltern sind der Leutnant und Gutsbesitzer Erik Gustaf Lagerlöf und seine Frau Louise Elisabeth, geb. Wallroth. |
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| 1882 - 1885 |
Ausbildung am Königlichen Höheren Lehrerinnenseminar in Stockholm. Ihre
Allgemeinbildung erhielt sie im Elternhaus von Gouvernanten. Das ganze Leben leidet
sie darunter, daß sie wegen eines mißgebildeten Hüftgelenks auf dem
linken Bein hinkt.
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| 1885 - 1895 |
Lehrerin an der Höheren Lehranstalt für Mädchen in Landskrona (Provinz
Schonen).
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| 1886 |
Selma Lagerlöf versucht ihre Kindheitserinnerungen dichterisch zu gestalten. Ihre
ersten Sonette werden in der Zeitschrift „Dagny" veröffentlicht.
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| 1887 |
Verkauf des Familienbesitzes Mårbacka.
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| 1890 |
Für fünf Kapitel aus „Gösta Berlings saga" erhält Selma Lagerlöf
den ersten Preis im Erzählwettbewerb der Zeitschrift „Idun".
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| 1891 |
Veröffentlichung des ersten Romans „Gösta Berlings saga" (Gösta Berling,
Bd.4 Gesammelte Werke, München 1980).
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| 1895 - 1896 |
Reise nach Italien.
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| 1895 - 1897 |
Mit ihrer Mutter in Landskrona ansässig.
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| 1897 |
Übersiedlung nach Falun (Provinz Dalarna). Als ein literarisches Ergebnis der
Italienreise erscheint der Roman „Antikrists mirakler" (Die Wunder des Antichrist",
München 1985).
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| 1899 - 1900 |
Reise nach Ägypten und Palästina.
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| 1901 |
Als ein literarisches Ergebnis der Reise in den Vorderen Orient erscheint der erste
Teil des Romans „Jerusalem" (In Dalarne, Frankfurt am Main 1981).
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| 1902 |
Veröffentlichung des zweiten Teiles des Romans „Jerusalem" (Im Heiligen Land,
Frankfurt am Main 1981).
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| 1904 |
Selma Lagerlöf erhält die Große Goldmedaille der
Schwedische Akademie.
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| 1907 |
Selma Lagerlöf wird die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala
verliehen. Sie kauft den Gutshof Mårbacka einschließlich Garten und Park
zurück und wohnt gewöhnlich im Sommer dort.
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1909 |
Verleihung des Nobelpreises für Literatur. Von nun an wohnt Selma Lagerlöf den größeren Teil des Jahres auf Mårbacka. |
| 1910 |
Selma Lagerlöf erwirbt auch den landwirtschaftlichen Besitz Mårbackas, der
ausgedehnt und verbessert wird; das Herrenhaus wird renoviert.
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| 1912 |
Reise nach Finnland und Rußland.
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| 1913 |
Uraufführung der ersten Dramatisierung des Mädchens vom Moorhof
als Volksstück in vier Akten. Mitglied des Internationalen Organisatorenkollegiums der "Brücke". (Eingetragen ist sie dort als Dr. h. c. Selma Lagerlöf (Falun).) |
| 1914 |
Als erste Frau wird Selma Lagerlöf in die
Schwedische Akademie
gewählt.
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| 1919 |
Selma Lagerlöf gibt ihre Winterwohnung in Falun, den sog. Lagerlöfhof, auf und
zieht ganz nach Mårbacka.
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| 1921 - 1923 |
Selma Lagerlöf läßt das Herrenhaus auf Mårbacka in
neoklassizistischem Stil umbauen, um sich angesichts des ständigen Stroms von
Besuchern aus aller Welt einen würdigen Rahmen zu schaffen.
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| 1925 |
Von allen Ehrungen, die Selma Lagerlöf in Schweden wie im Ausland zuteil
werden, sei nur die Illis Quorum-Medaille erwähnt, die bedeutendste Auszeichnung
Schwedens, die nur an hervorragende Persönlichkeiten auf kulturellem,
sozialem oder künstlerischem Gebiet verliehen wird.
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| 1932 |
Verleihung der theologischen Ehrendoktorwürde der
Christian-Albrechts-Universität Kiel.
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| 1933 |
Veröffentlichung ihres letzten Werkes „Höst" (Herbst).
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| 1938 |
Im Film "Sol över Sverige" (Sonne über Schweden) tritt sie als sie selbst auf.
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| 1940 |
Selma Lagerlöf stirbt am 16. März auf dem Gutshof Mårbacka und wird auf
dem Friedhof von Östra Ämtervik beigesetzt.
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Außer den erwähnten Büchern und Schriften verfaßte Selma
Lagerlöf eine Vielzahl von Zeitungsartikeln, Reden, Nachrufen,
Diskussionsbeiträgen etc. Eine Anzahl von Werken (Novellen und Erzählungen)
wurden postum veröffentlicht.
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Sämtliche in der Zeittafel angegebenen deutschen Übersetzungen beziehen sich,
soweit bekannt, auf die zuletzt erschienene Ausgabe des jeweiligen Werks.
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Bis jetzt gibt es 25 Verfilmungen ihrer Werke. Die neueste Werksverfilmung
"Jerusalem",
von 1996, lief in diesem Jahr in den deutschen Kinos.
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© Simone Pohlink
zuletzt erneuert: 01.09.01 |