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Im Sinne des Transsexuellengesetzes ist eine Person dann
transsexuell, wenn sie solcherart -gepr”gt- unter dem -Zwang- steht, sich dem anderen als bei der Geburt festgelegten Geschlecht
zugeh–rig zu f¸hlen. Dieser -Zwang- muss bereits seit mehreren Jahren bestehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit bestehen bleiben.
Symptomdiagnose: Nach den medizinischen Erkenntnissen (vgl. generell z.B. Dokumentation der Deutschen Gesellschaft f¸r
Sexualforschung 1974; Schorsch 1974; Ploeger und Flamm 1976; Spengler 1980; Kr–hn 1981; Kr–hn et al. 1981) liegt ein echter und
entfaltener Transsexualismus bei beiden biologischen Geschlechtern dann vor, wenn bestimmte Symptome vorhanden sind. Wir haben sie
herrausgearbeitet und -Leitsymptome- genannt, weil sie bereits auf deskriptiv.ph”nomenologischen Ebene die Diagnose Transsexualismus
zu stellen erlauben (Sigusch, Meyenburg und Reiche 1978, 1979).
LEITSYPTOM 1: Transsexuelle haben die innere Gewissheit, dem
Geschlecht anzugeh–ren, das ihnen k–rperlich nicht gegeben ist. Sie sind davon ¸berzeugt, im falschen K–rper gefangen zu sein, ohne
jedoch die anatomisch-physiologischen Gegebenheiten des eigenen K–rpers zu verleugnen. Trotz oft erheblicher Realit”tsverf”lschung
zeigen Transsexuelle normalerweise, d.h. ausserhalb von Krisensituationen, keine wirklich psychotischen Symptome oder
Reaktionen. (Ihre Intelligenz ist durchschnittlich, oft sogar ¸berdurchschnittlich. Eine spezifische Beziehung zur allgemeinen
kriminellen Delinquenz besteht nicht.)
LEITSYMPTOM 2: Abweichende K–rperliche Befunde, die das
genetische, gonadale, ”ussere und innere morphologische und postnatale hormonelle Geschlecht sowie die sekund”ren
Geschlechtsmerkmale betreffen, kommen bei Transsexuellen so oft wie bei anderen seelisch Kranken auch.
LEITSYMPTOM 3: Transsexuelle sind von einem Verlangen nach Geschlechtswechsel besessen. Dieses Verlangen l”sst sich oft bis in
die fr¸he Kindheit zur¸ckverfolgen, ist durchgehend vorhanden, wird zunehmend entfaltet, verfeinert, korrigiert und immer intensiver, nimmt
dranghaften und suchtartigen Charakter an, zehrt jedes andere auf und ist m–glicherweise endlos, nie ganz zu stillen. Sp”testens wenn sie
erwachsen sind, verfolgen Transsexuelle mit Beharrlichkeit das Ziel, durch Hormonbehandlungen, chirurgische Eingriffe, Vornamensund
Personenstands”nderungen sowie Massnahmen auch k–rperlich, rechtlich und sozial dem erlebten Geschlecht angeglichen, zugeordnet
und gleichgestellt zu werden.
LEITSYMPTOM 4: Auf die geschlechtsspezifischen Merkmale des
eigenen K–rpers, insbesondere die kulturell hochbewerteten, wie Penis und Bartwuchs beim Mann, Br¸ste und Menstruation bei der
Frau, reagieren Transsexuelle mit Hass und Ekel. Sie f¸hren gegen die k–rperlichen Geschlechtsmerkmale einen st”ndigen inneren und
”usseren Kampf.
LEITSYMPTOM 5: Bereits in der Kindheit zeigen viele Transsexuelle
Verhaltensweisen und Empfindungen, die gemeinhin dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Besonders auff”llig ist bei Jungen ein
m”dchenhaftes, bei m”dchen ein jungenhaftes Verhalten. Auch wenn es nicht offen zu dem Verhalten kommt, werden jene Aktivit”ten innerlich
abgelehnt, die f¸r das k–rperlich vorliegende Geschlecht als spezifisch angesehen werden.
LEITSYPTOM 6: Crossressing, das Tragen der Kleider des anderen Geschlechts, kommt ebenfalls oft schon in der Kindheit vor und
entwickelt sich progredient. Es geht nur in Ausnahmef”llen, und auch dann nur vor¸bergehend, mit sexueller Erregung einher, dient vielmehr
bei typischen Transsexuellen, im Gegensatz zu Transvestiten, der Beruhigung. Ðber das Crossdressing hinaus streben Transsexuelle die
perfekte Imitation aller Reaktionen, Ausdrucks- und Verhaltensweisen des begehrten Geschlechts an, von der Miktion bis zum Berufsleben.
Niemand verficht Geschlechtsspezifisches leidenschaftlicher und kompromissloser als sie. Im Erwachsenenalter nehmen Transsexuelle
einen Geschlechtsrollenwechsel im privaten und beruflichen Bereich bis hin zur Heirat in der neuen Geschlechtsrolle vor. Diese
Transformation imponiert oft besonders durch die klischeehafte Ðbernahme und Ðberzeichnung kulturell herrschender oder bereits
¸berlebter Ideale von M”nnlichkeit oder Weiblichkeit.
LEITSYMPTOM 7: Im Vergleich zur zentralen Geschlechtsproblematik
hat die bewusst erlebte Sexualit”t oft eine untergeordnete Bedeutung, auch dann, wenn sexuelle Appetenz und Aktivit”t nicht bis hin zur
Asexualit”t herabgesetzt sind.
LEITSYMPTOM 8: Transsexuelle zeigen eine starke Abwehr und
Ablehnung der Homosexualit”t, empfinden sich selber als heterosexuell und haben den Wunsch, mit uneingeschr”nkt, manchmal geradezu
-makellos- heterosexuellen Partnern Beziehungen einzugehen. Perversionen und perverse Manifestationen ¸ber eine l”ngere Periode,
die nicht Ausdruck der Transsexualit”t als solcher sind, kommen bei typischen Transsexuellen nicht vor.
LEITSYMPTOM 9: Im ”rztlichen Gespr”ch wirken Transsexuelle oft k¸hl-distnziert und affektlos, starr, untangierbar, fassadenhaft,
demonstrativ und n–tigend, dranghaft besessen und eingeengt, merkw¸rdig uniform, monoton, typisiert. Wenn der unerfahrene
Untersucher den zweiten transsexuellen Patienten gesehen hat, meint er, bereits alle zu kennen. Introspektions- und Ðbertragungsf”higkeiten
fehlen weitgehend. Konfrontationen und Probedeutungen gehen entsprechend ins Leere.
LEITSYMPTOM 10: Psychotherapie lehnen Transsexuelle regelhaft ab. Kastration ist f¸r sie eine nat¸rliche Massnahme, Psychotherapie eine
widernat¸rliche. Sie geben dem Untersucher von Anfang an zu verstehen, dass er sich um nichts als ihre -Geschlechtsumwandlung- zu
k¸mmern habe. Krankheitseinsicht fehlt im allgemein. Schwierigkeiten kommen f¸r sie von aussen. Im Gegensatz zu den klassischen
Perversionen macht der Transsexuelle sein Leiden –ffentlich.
LEITSYMPTOM 11: Die zwischenmenschlichen Beziehungen
Transsexueller sind oft gest–rt, weil ihnen Einf¸hlungsverm–gen und Bindungsf”higkeit fehlen. Transsexuelle neigen dazu, andere
Menschen entweder stark zu idealisieren oder stark abzuwerten. Derartige Polarisierungen im Sinne des Alles-oder nichts,
Ganz-oder-gar-nicht bestimmen die Erlebens- und Verhaltensbereiche vieler Transsexueller.
LEITSYMPTOM 12: Wenn Transsexuelle den Eindruck haben, in ihrem Wunsch nach -Geschlechtswechsel- nicht unterst¸tzt oder behindert zu
werden, reagieren sie oft gereizt-aggressiv bis hin zu schweren Ver- stimmungen. Alle Transsexuellen weisen eine Tendenz zum
psychotischen Zusammenbruch unter Stress, in Krisensituationen auf. Ernstzunehmende Selbstmord- und Selbstverst¸mmelungsversuche
kommen dann vor.
DIFFFERENTIALDIAGNOSE: Nat¸rlich ist nicht jede transsexuelle
Entwicklung so typisch und nicht jeder Transsexualismus so entfaltet, wie vorstehend beschrieben. Differentaldialogisch sind insbesondere
Entwicklungen und Erkrankungen auszuschlieþen, bei denen gelegentlich auch ein Wunsch nach - Geschlechtsumwandlung - mit
allen Folgen auftreten kann, obgleich kein echter Transsexualismus vorliegt.
HOMOSEXUALITŸT: Homosexuelle M”nner und Frauen k–nnen
versuchen, die Probleme, die sich aus ihrer Homosexualit”t ergeben, dadurch zu l–sen, dass sie zu dem Wunsch nach
Geschlechtsumwandlung Zuflucht nehmen. Im extremen Fall kann dieser Versuch ganz der Abwehr von unbewussten, aber sehr
m”chtigen homosexuellen Triebw¸nschen dienen. Meistens wird dann eine wirkliche homosexuelle Struktur vorliegen, die bislang verborgen
blieb. Der Wunsch nach - Geschlechtsumwandlung - kann aber auch, im anderen Extrem, von dem vorbewussten oder selbst bewussten
Wunsch abgeleitet sein, auf diesem Weg leichter den ersehnten Partner zu finden, der ja durch die phantasierte Umwandlung der eigenen
Person automatisch zu einem heterosexuellen Objekt wird. Diese Patienten wollen solcherart dem Elend des homosexuellen Daseins
entfliehen. Differentialdiagnostisch vermisst man bei beiden Gruppen die f¸r Transsexuelle typische Abscheu vor den eigenen Genitalien.
Das Bild kompliziert sich aber, wenn bei effeminierten Homosexuellen unter starkem inneren oder ”usseren Druck, besonders nach dem
Verlassenwerden, die Abwehrstrucktur zusammenbricht und diese Patienten zu dem Wunsch nach Geschlechtswechsel, als einem relativ
zur Homosexualit”t primitiven Abwehrmechanismus, Zuflucht nehmen. Wir kennen Patienten mit homosexueller Vorgeschichte, die inzwischen
De-facto- Transsexuelle sind und bei denen sich schwer sagen l”sst, ob der jetzige Transsexualismus oder die fr¸here Homosexualit”t der
gr–ssere Notbehelf ist.
TRANSVESTITISMUS: Die Begriffe -Transsexualismus- bzw.
-Transsexuali- t”t- und -Transvestismus werden auch heute noch von Fachleuten und Laien f”lschlicherweise als Synonyma oder sonstwie
verwirrend benutzt. In der klinischen Praxis stellt die differentialdiagnostische Abgrenzung zwischen Transsexuellen und
Transvestiten selten ein Problem dar. Der normale Transvestitismus ist als erweiterter oder umfassender Kleider- und W”schefetischismus zu
verstehen. Er kommt eigentlich nur bei eindeutig heterosexuellen M”nnern vor, die f¸r gew–hnlich verheiratet sind und eine gen¸gend
klare m”nnliche Geschlechtsindentit”t haben. Diese wird ausser in den suchtartig, im Triebdurchbruch sich einstellenden Momenten des
Crossdressing nicht in Frage gestellt. Das Anlegen der weiblichen Kleidung setzt die h–chste sexuelle Erregung frei. Damit ist das
wichtigste differentialdiagnostische Kriterium gegen¸ber dem Transsexualismus bereits benannt. Denn Transsexuelle wollen, auch
bevor sie in der gew¸nschten Rolle leben, die Kleider des anderen Geschlechts -ganz normal- tragen und nicht zum Zwecke der sexuellen
Erregung und Entladung vor¸bergehend in diese eintauchen. Sie empfinden vielmehr, solange sie sich noch heimlich verkleiden m¸ssen,
ein k–rperliches Wohlgef¸hl, welches sie sonst so schmerzlich vermissen. Dabei kann es als Irritation erlebt werden. Wirkliche
Transvestiten kommen nicht mit dem Wunsch nach Geschlechtsumwandlung zum Arzt, sondern am ehesten wegen der
Konflikte, die sich sekund”r aus ihrer Perversion ergeben. Jene Patienten, die sich heute als Transvestiten mit einem Wunsch nach
Geschlechtsumwandlung vorstellen und zun”chst auch als Transvestiten imponieren m–gen, sind meist wirkliche Transsexuelle,
die sich aus lebensgeschichtlichen und kulturell bedingten Gr¸nden bisher mit dem Crossdressing begn¸gt haben; etwa ”ltere Patienten
aus l”ndlichen Gegenden. Es ist auch f¸r die hiesige Kultur bezeichnend, dass immer mehr Transsexuelle sich an medizinische
Einrichtungen wenden, Transvestiten jedoch so gut wie nicht mehr zu sehen sind. Wie bei jeder anderen Perversion kommen nat¸rlich auch
beim Transvestiten sprunghafte und bizarre Verl”ufe vor. Weil alle Perversionen nach dem Mechanismus von Abwehr und Gegenwehr
aufgebaut sind, k–nnen auch verschiedene Abwehr- und Gegenabwehrstufen ¸bereinandergeschichtet sein. So hat die
manifeste Perversion in der Regel auch die Funktion, noch gef”hrlichere (perverse) Triebregungen abzuwehren. Beispielweise
kann mit einer heterosexuell-fetischi- stischen Perversion Homosexualit”t abgewehrt werden. Theoretisch k–nnte also auch mit
einer transvestitischen Perversion ein transsexueller Drang verdeckt werden. Tats”chlich nimmt aber, wie angedeutet, der Transsexualismus
unter den Perversionen hinsichtlich der Primitivit”t der Abwehrmechanismen und hinsichtlich der Bedeutung genitalsexuellen
Triebdrucks eine Sonderstellung ein. Eine triebdynymische Regression von Transvestitismus zum Transsexualismus d¸rfte doch sehr selten
sein und ist jedenfalls noch nicht beobachtet worden.
BORDERLINE-PATHOLOGIEN UND ADOLESZENZKONFLIKTE:
Manche Patienten mit fr¸hen Pers–nlichkeitsst–rungen, meistens Borderline-Pathologien, neigen dazu, alle m–glichen furchterregenden
Symptome zu entwickeln, weil sie sich selbst und die Objekte nur unter Einsatz dramatischer Mittel zu sp¸ren verm–gen. Solche Patienten
k–nnen sich, wenn ihre Geschlechtsrollenindentit”t sehr br¸chig ist, an den Wunsch nach Geschlechtsumwandlung gewissermassen klammern.
Differentialdiagnostisch ist dann die Frage nach der biographischen Kontinuit”t und Festigkeit der -inneren Gewissheit-, dem anderen
Geschlecht anzugeh–ren, von besonderen Rang. Das gilt besonders f¸r Adoleszente. Gerade Jugendliche m¸ssen oft ihre Konflikte in der
Aussenwelt ausleben, um sich selber kennenzulernen. Das hindert nun manchen Untersucher, bei Jugendlichen, die echte Transsexuelle sind,
den in diesem Alter endg¸ltig Gestalt annehmende Wunsch nach Geschlechtsumwandlung ernst zunehmen. Sie tun ihn dann als
-exzentrisch-, als -feminine Phase- oder homosexuellen Konflikt ab. Die erste differentaldiagnostische Orientierung gibt hier wiederum der
Vergleich der jeweiligen Biographie mit den dargestellten Leitsymptomen der transsexuellen Entwicklung. Nat¸rlich k–nnen
Jugendliche, die gerade die letzten transsexuellen Schritte tun, auch vielf”ltige andere, neurotische und dissoziale Symptome aufweisen.
Alle Jugendlichen mit einem Wunsch nach Geschlechtsumwandlung m¸ssen, sofern eine analytische Psychotherapie nicht m–glich oder
nicht indiziert ist, sehr gr¸ndlich beobachtet werden. Man muss davor auf der Hut sein, einen -iartogenen Transsexualismus- sich entwickeln
zu lassen.
PSYCHOSEN: Nicht selten treten bei psychotischen Patienten
St–rungen der Geschlechtsindentit”t auf, beispielsweise in Form von Wahnvorstellungen oder halluzinatorischen Wahrnehmungen, dass sich
der eigene K–rper in einen K–rper des andere Geschlechts verwandle. Das klassische Beispiel ist der von Freund dargestellte -Fall Shreber-
(GW VIII). In der Regel treten solche Vorstellungen zusammen mit anderen psychotischen Symptomen auf und sind darum schwer zu
diagnostizieren. Sie werden regelhaft als ich-fremd oder bedrohlich erlebt. Das klinische Bild ist meistens wirr und uneinheitlich; die
Identit”t solcher Patientenist, anders als beim Transsexuellen, nicht eigleisig, sondern vielf”ltig gest–rt. Autokastration und derartige
Versuche kommen eher bei sychotischen als bei transsexuellen Patienten vor. Gelegentlich kann die Differentialdiagnostik schwierig
sein, bei speilsweise wenn der transsexuelle Wunsch das erste Symptom einer beginnenden psychotischen Entwicklung ist. Nur bei
einer ausreichend langen Beobachtungszeit k–nnen dann kontraindizierte Operationen vermieden werden, wie sie immer wieder
in der Literatur beschrieben worden sind. Bedacht werden m¸ssen auch bestimmte k–rperliche Erkrankungen, die, wenn gleich sehr
selten, mit dem Wunsch nach Geschlechtsumwandlung einhergehen bzw. diesem zugrunde ligen k–nnen. Ich verweise auf die medizinische
Literatur (Sigusch, Meyenburg und Reiche 1979,; Sigusch und Reiche 1980) und z”hle hier nur auf: Temporallappen-Erkrankungen;
Kongenitaler Hypogonadismus; Intersexualit”t einschliesslich Klinefelter-Syndrom
STRUCKTURDIAGNOSE: Sp”testens wenn eine sichere
Symptomdiagnoes trotz l”ngerer Beobachtungszeit mit den Mitteln der direktiven-ph”nomologischen Psychiartie, also mit Hilfe der
sogenannten direktiven Explikation, nicht m–glich ist, sind sogenannte psychodynamisch orientierte Interviews, wie sie von der Psychoanalyse
entwickelt worden sind, indiziert. Diese Untersuchungsmethode unterscheidet sich grunds”tzlich von der zuerst genannten, weil sie
konfliktorientiert ist, das Seelenleben auch in seiner unbewussten Dynamik zu verstehen sucht und diagnostisch nicht auf die ”usseren
Ph”nomene, sondern die ihnen zugrunde liegende Pers–nlichkeitsstrucktur eingestellt ist. Wir selber pr¸fen durch
derartige Untersuchungen zugleich in jedem Fall, ob bei dem Patienten die Voraussetzungen f¸r eine analytische Psychotherapie gegeben
sind. Nach meinem Daf¸rhalten werden die Gerichte mit dieser Methode, die nicht zum Inventar der hiesigen Schulpsychiatrie geh–rt,
st”rker als bisher vertraut gemacht werden, allein schon weil die meisten als Sachverst”ndige auf dem Gebiete des Transsexualismus
zur Verf¸gung stehenden Wissenschaftler diese Methode selber regelm”ssig anwenden oder bei diagnostischen Schwierigkeiten als
geboten ansehen.
Quelle: Prof. Dr. V. Sigusch |