Schon vor dem Kauf muss man sich als zukünftiger und verantwortungsvoller Wellensittichbesitzer
darüber im Klaren sein, dass man sich mindestens  zwei Wellensittiche anschaffen  muss um den
kleinen  Papageien ein möglichst  artgerechtes  Leben zu bieten.  Leider ist das  immer noch keine Selbstverständlichkeit  und  viele  Zoofachhandlungen  und  Züchter  klären die  Interessenten nicht
ausführlich genug darüber auf, wie wichtig es ist, dass der Wellensittich kein Leben als Einzelvogel
fristen muss.

Desweiteren  sollte man  sich vor dem  Kauf bewusst machen, dass  Wellensittiche bis zu  vierzehn
Jahre - in seltenen Fällen  aber auch älter - werden können.  Wellensittiche sind  keine Kuscheltiere
und insbesondere Kinder müssen deshalb von Anfang an darüber aufgeklärt werden, dass Wellen-
sittiche Fluchttiere sind und nicht immer zahm und anhänglich werden.

Wellensittiche  sind quirlige  kleine  Zeitgenossen, aber  auch  hier  sollte nicht  vergessen  werden,
dass das Fliegen  - wie bei allen anderen Vogelarten auch - zu den Grundbedürfnissen des Wellen-
sittichs zählt. Ein  täglicher, mehrstündiger  Freiflug ist durch  nichts zu ersetzen.  Zudem  haben ins-
besondere Hennen einen  sehr stark  ausgeprägten Nagetrieb. Es wird  in jedem  Haushalt, in dem Wellensittiche  leben, also früher  oder später etwas  angeknabbert oder sogar vollständig durch die
kleinen  Schnäbel  zerstört  werden.  Bedacht  sollte zudem auch  werden, dass  die kleinen  Sittiche
überall  Kot absetzen und  keine Rücksicht  darauf nehmen, ob dies  über dem Käfig oder auf einem
teueren Buch, oder  ähnlichem geschieht.  Manche  Menschen reagieren  allergisch auf Federstaub,
deshalb sollte bei allergieanfälligen Familienmitgliedern möglichst vorher ein Allergietest gemacht.

Wellensittiche sind nicht gerade leise. Sie zwitschern fast den ganzen Tag ununterbrochen und zeit-
weise steigt der Geräuschpegel insbesondere bei kleineren Schwärmen imens an. Man sollte sich
auch  informieren,  ob  eventuelle  andere,  im  Haushalt  lebende  Tiere empfindlich auf den "Lärm"
reagieren  und  auch, ob  man sich  nicht   abends selbst  beim  Fernsehen oder  Lesen durch  das
Zwitschern gestört fühlt.