Schwerpunkte der Kirchenarchäologie in Oberösterreich. Rudolf Koch, Wien
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Lag der Schwerpunkt der frühchristlichen und frühmittelalterlichen Kirchenarchäologie in Oberösterreich bei der Gemeinde- und Bischofskirche in Lorch und der karolingischen Eigenkirche St. Martin in Linz, so kann die hochmittelalterliche Kirchenarchäologie vor allem aufwesentliche neue Ergebnisse im Bereich der Klosterarchitektur und des Holzkirchenbaus hinweisen.[27] Damit wird nicht nur ein Beitrag auf dem Gebiet der oberösterreichischen Hochkunst geliefert, sondern auch jene bis dahin nur auf Hypothesen angewiesene und auf eine einzige Textstelle in der Vita Altmanni gestützte Holzkirchenforschung aus der breiten Schicht der Pfarrkirchenarchitektur durch Sachrelikte auf eine konkrete Basis gestellt. [28]
Schon der Befund der Holzkirche von St. Georg bei Micheldorf hatte gezeigt, daß ? trotz der kontroversiell rekonstruierten Bauabfolge - im 9./10. Jh. rechteckige Ständerbauten existierten, welche sich vom Grundriß her eng an Profanbauten anlehnten und nur im Zusammenhang mit den gleichzeitigen Gräbern als Kirchengebäude zu identifizieren waren. Von G. P. Fehring zusammengestellte Grundrisse von Holzbauten belegen die enge Abhängigkeit der Holzkirchen von heimischen Baugepflogenheiten. [29]
St. Michael
ob Rauhenödt, Grabungsplan (nach B. Ulm, JOÖMV 103, 1958)
Durch die Grabungen in der Filialkirche von St. Michael ob Rauhenödt (Oberrauchenödt, Bez. Freistadt) durch L. Eckhart im Jahre 1957 und vor allem mit der kunsthistorischen Auswertung von B. Ulm wurde der Nachweis erbracht, daß selbst im 11. oder 12. Jh. bei Holzkirchen Grundriß- und Konstruktionsmerkmale tradiert werden, welche letztlich auf das in der Lex Bajuvariorum (730 bis 740) genannte Haupthaus des bajuvarischen Gehöfts zurückgehen.[30] Die Rekonstruktion B. Ulms läuft auf einen Pfostenbau mit Vollwalmdach und Firstsäulenkonstruktion als "cella" und einen an drei Seiten herumgeführten Umgang hinaus, welcher an der Westseite als offene Laube den Einblick der im Freien stehenden Gemeinde zuläßt. Wie das im Oberösterreichischen Landesmuseum aufgestellte Modell zeigt, blieb diese Rekonstruktion nicht unumstritten. Auch G. P. Fehring hat sich im wesentlichen der Rekonstruktion Ulms angeschlossen, bemerkt jedoch, daß der Umgang und das Vollwalmdach archäologisch nicht mit letzter Sicherheit ableitbar sind. [31]
Für die Architekturforschung ist der Befund insofern von Bedeutung, als er, wie B. Ulm meint, das Ende einer Forschungsära abschließt, welche Beobachtungen am romanischen und gotischen Steinbau vom bis dahin unbekannten Holzkirchenbau abgeleitet hat. [32] Mit der damit verbundenen Frage, etwa nach der Genese der Chorquadratkirche aus dem Holzbau, hat sich G. P. Fehring auseinandergesetzt, wobei er die Ansicht vertritt, daß spätantiker Saalkirchenbau in Stein, frühmittelalterlicher Holzbau und nachfolgender Steinbau in einer unter Umständen vielschichtigen Wechselbeziehung stehen. [33]
Der Folgebau von St. Michael I, ins 12. oder 13. Jh. zu datieren, war ein dem Grundriß nach als Chorquadratkirche zu typisierender Bau. Ausnehmungen in den Ecken des Chorquadrats deuten jedoch an, daß diese zweite Kirche einen hölzernen Ostturm hatte. Für B. Ulm reicht damit die Bedeutung des Befundes über den Typus einer sonst lokal üblichen Landkirche hinaus, da seiner Ansicht nach bisher keine romanischen Ostturmkirchen in diesem Gebiet zu finden waren. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Wald- und Mühlviertel. Der nur geringe Bestand an romanischen Landkirchen in Oberösterreich und die Tatsache, daß Ostturmkirchen im Süddeutschen Raum keine Seltenheit sind, zeigen, daß letztlich der Stellenwert einer Ostturmkirche vom erhaltenen Denkmälerbestand abhängt. [35]
Wartberg ob
derAist, St. Wenzel, Grabungsplan (nach B. Ulm, JOÖMV 106, 1961)
Einen völlig anderen Aspekt der Kirchenarchäologie bildet die 1959 von B. Ulm durchgeführte Grabung in der ehemaligen St. Wenzelskirche in Wartberg ob der Aist. [36] Die Abfolge der Bauphasen von Holzkirche in Ständerbauweise ? nur 3 Pfostenlöcher konnten nachgewiesen werden ?, romanischer Chorquadratkirche, gotischem Saalraum mit Polygonapsis und spätgotischem Langhausneubau mit Westempore bestätigt zunächst die bereits bei anderen Kirchengrabungen gemachten Befunde. Eine Besonderheit liegt in dem Umstand, daß es sich dabei um die "erste, in Konzeption und Auswertung ordnungsgemäß durchgeführte Ausgrabung eines Kunsthistorikers an einem mittelalterlichen Baudenkmal" handelt. [37] Die Ergebnisse und ihre kunsthistorischen Konsequenzen unterstreichen, daß hier über die möglichen Interpretationen eines archäologischen Befundes hinausgegangen werden konnte. Ob der induktive Schluß, daß im Mühlviertel die ältesten Kirchen Holzkirchen waren und bis zu den Hussitenkriegen die kleinen romanischen Landkirchen weiterbestanden, gerechtfertigt ist, wird die Zukunft erweisen.[38]
Von eminenter Bedeutung ist jedoch, daß durch gleichzeitige Berücksichtigung von archäologischem Befund und kunsthistorischer Gesamterfassung des Bauwerkes das Problem der Stilverschleppung erkannt werden konnte. Rein vom kunsthistorischen Befund hatte B. Ulm nämlich festgestellt, daß der Chor stilistisch die schweren Formen des Weichen Stils zeigte, welche allgemein auf eine Datierung um 1390 schließen lassen. [39 Der archäologische Befund ergab jedoch die Zerstörung der romanischen Kirche durch die Hussiten um 1422. Im weiteren Umkreis weisen diesen Weichen Stil in seiner schweren Variante mehrere Kirchenbauten auf, fürweiche eine ähnliche Diskrepanz zwischen kunsthistorischer Frühdatierung und archäologisch-historischer Datierung nach den Hussitenkriegen besteht. Die Probleme aus diesem Phänomen, welches B. Ulm mit Stilverschleppung wegen des Hussitenkrieges. Nachholen und Nachlernen anderer Stilstufen begründet hat, gehen über das Thema Kirchenarchäologie hinaus, hängen aber unmittelbar mit den kunsthistorisch-archäologischen Forschungen zusammen und wurden in ihren Auswirkungen bis über den Ansatz B. Ulms leider nicht weiter verfolgt. [40]
Hörsching, Grabungsplan
(nach W. Sydow. In: FÖ 18. 1979)
Eine ebenfalls dem Hochmittelalter angehörende Kirche konnte in Hörsching bei Linz durch W. Sydow ergraben werden. [41] Die vorgelegten Befunde ergaben einen einschiffigen Saalraum mit rechteckigem Presbyterium und Rundapsis, welchen der Ausgräber als im gesamten Alpenvorland weit verbreiteten Typus anspricht und aufgrund des "entwickelten räumlichen Konzepts in das fortgeschrittene 12. Jh." datiert. Sydow parallelisiert die Kirche mit einer Schenkungsurkunde der Pfarre Hörsching an das Kloster Erla von 1196. Anhaltspunkte für einen älteren Vorgängerbau, wie er durch F. Ferihumers Hypothese einer älteren Pfarre nahegelegt wird, haben sich nicht ergeben. [42]
Die Besonderheit eines rechteckigen Presbyteriums mit Apsis findet sich schon bei der Kirche von Oberkirchen (BH. Zwettl/NÖ). Damit wird die allgemeine Typenverwandtschaft romanischer Landkirchen in Oberösterreich und im Waldviertel unterstrichen.
St. Georgen
im Attergau, Grabungsplan (nach B. Ulm, JOÖMV 118, 1973)
1973 durch B. Ulm publizierte archäologisch-kunsthistorische Forschungen in der Pfarrkirche von St. Georgen im Attergau führten ebenfalls zur Aufdeckung einer einschiffigen romanischen Kirche, deren Baugeschichte jedoch wegen der widrigen Grabungsumstände nicht restlos geklärt werden konnte. [43] Interessant erweist sich der Befund der sondierten Mauerzüge: Vom ergänzten Saalraum besteht die Nord- und Südwestecke sowie die Nordostecke aus sorgfältig gearbeitetem Quadermauerwerk, während das freigelegte Langhaus-Südfundament in Bruchstein-Mauerwerk aufgeführt wurde. Ein im Osten als "Chorquadrat" angefügter Bauteil zeigt eine dritte Mauertechnik mit ziegeiförmigen Steinen. Er ist überdies noch um 10° aus der Kirchenachse nach Süden verschoben.
B. Ulm sieht in den drei nach Technik und Qualität verschiedenen Fundamenten einen zwingenden Grund zur Annahme von drei verschiedenen Bauphasen und bringt einen auf "Hypothesen und Erfahrung" beruhenden Vorschlag einer Bauabfolge. [44] Die älteste Phase wird durch das ursprünglich auch im Westen geschlossene "Chorquadrat" gebildet. Nach Abbruch der Westwand erfolgte sodann der Anbau eines Langhauses im Seitenverhältnis von l : 2, wobei B. Ulm offenläßt, ob der Quadermauerzug oder das Bruchsteinmauerwerk die ältere der beiden Bauphasen des Langhauses repräsentiert. Diese zweite und dritte Bauphase könnte seiner Meinung nach auch gleichzeitig sein. Letzteres ist vom Standpunkt der Baustatik meiner Ansicht nach die einzig mögliche Lösung des Problems, denn ? wie schon B. Ulm an anderer Stelle bemerkte ? ergibt keiner der Bauabschnitte unter der Annahme von drei Bauphasen einen im Aufgehenden geschlossenen Raum.
Zweifellos liegt das Problem bei der Lösung dieser Frage im nur beschränkt möglichen Grabungsumfang begründet und zeigt, daß auf dem Gebiet mittelalterlicher Bautechnik im Fundamentbereich keine absolut gültigen Regeln zur Anwendung gelangten. Baubetrieb, plötzlich auftretende Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung und Planänderungen während der Bauzeit können hier eine heute nicht mehr erfaßbare Komponente gebildet haben.
Eine zweite offene Frage bildet die Datierung des älteren "Chorquadrates". Seinen vorsichtigen Formulierungen zufolge nimmt B. Ulm an, daß es sich bei dem Chorquadrat um den Unterbau eines turmartigen Gebäudes gehandelt haben könnte, wobei die Zweckbestimmung von spätantiker Memorie bis zum Wachturm oder einer Missionskapelle mit Obergeschoß reicht. Vor allem ein spoliierter Doppelgrabstein des 6. Jh., vielleicht von einer Totenmemorie, der sich heute im spätgotischen Bau vermauert findet, und ein Reliquiengefäß mit Knochenklein, ursprünglich ebenfalls aus der Memorie und bei der Restaurierung in einem Altar der Kirche entdeckt, lassen B. Ulm die Hypothese aufstellen, daß die Memorie des 6. Jh. den Chorraum der hochmittelalterlichen Kirche bildete.[45] Dem muß jedoch entgegengehalten werden, daß der nur wenige Zentimeter große kugelige Reliquienbehälter aus bräunlichem, nicht auf der Drehscheibe geformtem Ton mit Wellenbandverzierung am Schulteransatz mit größter Wahrscheinlichkeit nicht aus dem 6. Jh., sondern nach eigenem Augenschein aus der Mitte des 11. bis 12. Jh. stammt. [46] Das Reliquiengefäß gehört somit zum hochmittelalterlichen Kirchenbau, wahrscheinlich eine zweiphasige Chorquadratkirche.
Wie schon bei den Kirchengrabungen von Wartberg ob der Aist und Oberrauchenödt konnte B. Ulm im Zusammenhang mit Bauuntersuchungen im Aufgehenden auch die detaillierte Baugeschichte bis ins 15. Jh. klären, wobei hervorgehoben werden muß, daß der ursprünglich zumindest in der Anlage ins 12. Jh. datierte Westturm tatsächlich erst als freistehender spätgotischer Turm um 1480 mit dem Langhaus durch eine Westempore verbunden wurde. Von kunsthistorischem Interesse ist weiters der angeschlossene Exkurs B. Ulms über Stephan Wultinger und die gotischen Bauten im Attergau.
Ebenfalls im Attergau konnte 1980 anläßlich einer Grabung im spätgotischen Chorraum der evangelischen Pfarrkirche von Attersee durch F. Felgenhauer der Nachweis eines hochmittelalterlichen Chorquadrats erbracht werden.[47] Der Befund ist insofern von Bedeutung, da er im Zusammenhang mit dem Friedhof des 12. Jh. Zeugnis davon gibt, daß während des Bestehens der bambergischen Bischofsburg am Kirchberg die ehemalige Martinskirche als Pfarrkirche diente, die heutige Pfarrkirche am Plateau hingegen "Schloßkapelle" war.
Die als einschiffige Chorquadratkirche zu rekonstruierende Anlage der romanischen Martinskirche bestand bis ins 15. Jh. und dürfte keinen karolingischen Vorgängerbau, welcher wegen der karolingischen Curtis in Attersee zu erwarten wäre, besessen haben. Dieser dürfte wohl im Bereich der Pfalzanlage am Kirchberg zu suchen sein. Bauarchäologisch zeigte es sich, daß auch in Attersee, wie schon in St. Georgen, die Fundamente extreme Unterschiede in Struktur und Abmessung aufzuweisen hatten, wenngleich sie hier als Bruchsteinmauerwerk ausgeführt waren. Die Einphasigkeit der Chorquadratmauern von Attersee wurde durch Mauerprofile eindeutig belegt.
Die archäologischen Untersuchungen in der Stiftskirche von Kremsmünster betrafen u. a. die Chorpartie, eine Öffnung der barocken Prälatengrüfte in den Seitenapsiden und im Hauptchor, wobei die Fundamente des 13. Jh. näher befundet wurden.[48] Weitere Ergebnisse erbrachten Beobachtungen von Kabelgräben im Stiftshof. Bei einer durch J. Offenberger publizierten Quadrantengrabung und einem Suchschnitt im Bereich der "alten Sakristei" an der Kirchennordseite wurden ältere Mauerreste angefahren, sowie Estriche, Pfostengruben und eine verstürzte Rutenputzwand gefunden.[49] Letztere läßt nach J. Offenberger auf ein vorromanisches Stein-Holz-Gebäude schließen. Das Gros der Ergebnisse liegt bei den umfangreichen kunsthistorischen Untersuchungen und den Freilegungsarbeiten am Aufgehenden, welche im ersten Band der Kremsmünsterer Kunsttopographie dokumentiert und durch E. Doberer und N. Wibiral in ihrer denkmalpflegerischen und kunsthistorischen Bedeutung in eigenen Publikationen gewürdigt wurden.[50]
Wesentlich ergiebiger für den archäologisch-kunsthistorischen Gegenstandsbereich waren die Grabungen und Freilegungsarbeiten im Westteil der Stiftskirche von Lambach. [51] Durch die Aufdeckung der Fresken im sog. Läuthaus, Hauptwerke der frühromanischen Wandmalerei in Österreich, rückte die seit rund 100 Jahren offene Frage nach der Existenz eines Westchores bzw. der Funktion des freskierten Westteils erneut in den Vordergrund des Interesses. Die bereits mehrfach erfolgreiche Zusammenarbeit des Archäologen L. Eckhart und des Kunsthistorikers B. Ulm ermöglichte die Bestätigung der älteren Westchor-Hypothese.
Lambach, Rekonstruktion
der Westanlage (nach B. Ulm. Christl. Kunstblätter 99. 1961)
Seitens der Archäologie konnte 1959 unter dem betürmten Westteil ein vierräumiger Baukörper in Form eines lateinischen Kreuzes aus der Erbauungszeit der romanischen Kirche des 11. Jh. entdeckt werden. Zwei seitliche Stiegenabgänge entlang der Nord- und Südmauer des Langhauses, die Tieflage der Raumteile mit dem darüberliegenden Quertrakt und dessen Freskierung erlauben im Zusammenhang mit weiteren Befunden die Deutung als ehemalige Westchoranlage mit Krypta. B. Ulm rekonstruiert diesen Baukörper als eine durch zwei seitliche Treppen zu betretende Plattform mit drei gegen das Langhaus geöffneten Arkaden, welche ursprünglich den Blick auf die Läuthaus-Fresken freigaben. Die Krypta hingegen wies eine segmentbogige Öffnung zum Altar oder einem Reliquienschrein im Tiefraum auf und war nur durch die ergrabenen seitlichen Treppenabgänge zu betreten. Nach B. Ulm wäre die Existenz eines Westquerschiffes möglich.
Die aus beiden Fachbereichen gewonnene Rekonstruktion der Westchoranlage aus der Zeit um 1089 läßt erkennen, daß Lambach in den Westanlagen von Reichenau-Oberzell, St. Ulrich/Augsburg und Regensburg seine Vorstufen hat, also in Hauptwerken der frühmittelalterlichen und frühromanischen Architektur Deutschlands. Im weiteren hat B. Ulm noch auf wichtige Bezüge der Architektur zur Person des Gründers, Bischof Adalbero von Lambach-Wels, und die Jung-Gorzer bzw. Hirsauer Reform hingewiesen.
In den Jahren 1959 bis 1968 und 1972 durchgeführte Notgrabungen im östlichen Bereich der Stiftskirche von Mondsee, vor allem in der Petruskapelle, haben wichtige Aufschlüsse über die Baugeschichte der hochmittelalterlichen Epoche dieses Klosters erbracht. [52] Insbesondere die Frage nach einer romanischen Krypta, welche durch den auffallenden Höhenunterschied von 14 Stufen zwischen Langhaus und Chor der gotischen Kirche und durch eine urkundliche Nennung zu vermuten war, konnte nicht geklärt werden, da sich keinerlei archäologische Hinweise dafür finden ließen. Geklärt hingegen wurde die Ostpartie der romanischen Klosterkirche, den Befunden nach offensichtlich eine dreischiffige Basilika, deren Seitenapsiden und die um ein Joch hinausgeschobene Mittelapsis ergraben wurden. Die Suche nach der agilolfingischen Gründungskirche von 748 blieb ergebnislos, sieht man vom Befund eines vorromanischen Mauerzuges, welcher von der hochmittelalterlichen nördlichen Seitenapside überbaut wurde, ab.
Die Grabungen von St. Florian wurden schon weiter oben bei der Besprechung der Kultkontinuität behandelt. Ein Skelettfund anläßlich einer Notbergung im Klosterbereich des ehemaligen Nonnenklosters von Traunkirchen, 1980 durch J. Reitinger publiziert, betrifft vermutlich den ehemaligen Nonnenfriedhof. [53]
Fortsetzung: Kirchenarchäologie des Spätmittelalters
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