
Als junger Mann bereits begleitete er seinen
Vater bei dessen militärischen Einsätzen. Er war gerade 16,
als er durch die Thronbesteigung seines Vaters zum Prinzen mit
dem Rang Somdetch Chao Fa wurde. 1806 wurde er vom
Vater zum Maha Uparaja, zum Stellvertreter des Königs,
ernannt. Im Alter von 42 Jahren wurde er nach dem Tode seines
Vaters 1809 als Rama II neuer König. Damit war er der einzige
Maha Uparaja der Chakri-Dynastie, der selbst
König geworden ist.
Seine Regentschaft war eine Periode der Konsolidierung der
Errungenschaften seines väterlichen Vorgängers. Er ist
bekannt für sein besonders freundliches Temperament, begab
sich niemals in kämpferische Situationen, wenn es nicht für
das gesamte Volk von Vorteil war. Während seiner gesamten
Herrschaft verrichtete er ausschließlich verdienstvolle Taten,
deshalb waren Frieden und Harmonie Kennzeichen seiner Ära.
Glücklicherweise waren in dieser Zeit die Nachbarn relativ
friedlich, so dass er sich um den Aufbau des Landes kümmern
konnte. Er verfeinerte das administrative System, indem er z.
B. für die Verwaltung der verschiedenen Ministerien seines
Staates erstmals “senior princes” ernannte. Seine Landreform
sorgte dafür, dass fortan jedermann Land besitzen konnte, der
es auch bewirtschaftete. Wer das nicht tat, wurde enteignet.
Das einfache Volk nannte ihn auch “White Elephant King”,
und zwar, weil er drei weiße Elefanten besaß. Dieser Name
führte später sogar zu einer Nationalflagge mit eben diesen
Elefanten. König Rama II war ein ergebener Buddhist, und so
verlangte er von seinen Untergebenen einschließlich der
königlichen Familie konsequent die Aufgabe aller Laster. Er
führte die Feierlichkeiten Visakha Buchta wieder ein,
der Tag, an dem Buddha geboren und erleuchtet wurde und an dem
er starb. Er nahm sich die buddhistische Tripitaka
seines Vorgängers wieder vor und übersetzte sie aus Pali in
die Thai-Sprache, damit das Volk verstehen konnte, was es da
aufsagte.
Er starb mit 58 Jahren am 21. Juli 1824.
Heute ist er noch in bester Erinnerung als Förderer der
Künste, die während seiner Regentschaft regelrecht aufblühten.
Er selbst war Schauspieler, Schriftsteller und Komponist. |