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Jahreswechsel |
"Keine böse Absicht" bei Standortwahl für Telefonhäuschen
In den letzten Tagen wurden eine Reihe von Telefonhäuschen von der Telekom in Schwandorf ausgetauscht. 15 von 22 "alten" Häuschen wurden je nach Zustand bereits durch neue Typen ersetzt. Neu ist auch eine Telefonzelle vor dem "Habermeier-Haus" am Schlesierplatz. Die grüne Stadträtin Irene-Maria Sturm beklagt in einer Pressemitteilung, daß das Telefonhäuschen "von der Stadt" just an der Stelle aufgestellt wurde, an der die Alternativen ein Mahnmal zum Gedenken an die vier Opfer des Brandanschlags von 1988 aufstellen wollten. Doch Siegfried Matschi von der Telekom Regensburg betont, daß allein die Telekom nach von ihr ermitteltem Bedarf Standorte auswähle, die jedoch der Genehmigung durch die Stadt bedürfen. "Von einem Mahnmal haben wir nichts gewußt. Bei der Wahl der Standorte war keine böse Absicht im Spiel", versichert Matschi gegenüber der MZ. Am Marktplatz werden statt zwei künftig vier Telefonhäuschen stehen, davon zwei behindertengerechte. 1994/95 werden insgesamt fünf Anrufmöglichkeiten im Stadtgebiet aus Rentabilitätsgründen ersatzlos abgebaut. Nur wenn die Stadt das Defizit trage, blieben diese Telefonhäuschen auf Wunsch erhalten, heißt es bei der Telekom. [Foto: Installationsarbeiten an einer Telefonzelle] Mittelbayerische Zeitung Schwandorf, 18.05.1994 |