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Jahreswechsel
2000/2001:
Drohungen und
rechte Gewalt
in der
Oberpfalz

"Grüne Welle" und braune Szene

Verkehrsprobleme im Mittelpunkt der Anfragen / "Mahnmal"-Debatte abgelehnt

SCHWANDORF (hu). Hauptsächlich verkehrstechnische Probleme und Anregungen wurden bei der Bürgerversammlung an den Schwandorfer Stadtrat herangetragen. Nicht zur Sprache kam ein 14 Punkte umfassender Fragenkatalog zum Thema Mahnmal, der drei Tage vor der Versammlung im Rathaus einging.

"Andernorts haben Autofahrer immer "Grüne Welle" - in der Wackersdorfer Straße in Schwandorf nicht", monierte Anton Raab. Dem widersprach der zufällig anwesende Verkehrsexperte der Polizei, Heinz Kern, widersprach: Die Ampeln an der Hauptachse seien immer grün, außer wenn in den Querstraßen Fahrzeuge warten.

Verbesserungen für den Kreuzungsbereich unter der Adenauerbrücke regte Konrad Schmid an, der Ortssprecher von Gögglbach. Er empfahl beispielsweise, den Fußgängerweg über die Pesserlstraße in Richtung Bahnhof zu verlegen. OB Hans Kraus versprach, die Vorschläge prüfen zu lassen. Keine Chance räumte er dagegen einem Vorschlag aus Fronberg ein, den Weg von Prissath zum Weinberg teeren zu lassen.

Alfred Damm wollte unter die Haltung der Stadt zum geplanten Tonabbau bei Prissath wissen. Der OB verwies auf erfolgreiche Einsprüche gegen weitere Kiesabbauflächen im Stadtsüden. Bei Prissath jedoch "werden wir uns hart tun§" weil es sich laut Regionalplan hier um eine Vorrangfläche handle. Franz Sichler merkte dazu an, daß die Ausweisung spezifisch mit der damals noch existenten VAW erfolgt sei.

Auf Unmut bei den Zuhörern stieß der Versuch von Johannes Simon, vom Oberbürgermeister zumindest eine Teilantwort auf seinen Fragenkatalog zu bekommen. Er erbat darin unter anderem Auskunft über die rechtsextreme Szene in Schwandorf und über die Haltung der Stadt zum heiß diskutierten Mahnmal für die Opfer des Brandanschlags von 1988. Kraus sah dies jedoch nicht als "Kardinalsthema" an. Er sagte eine schriftliche Beantwortung der Fragen zu.

Weitere Redebeiträge betrafen die unbefriedigende Parksituation bei der "Weinstube" und die Benachteiligung von Gartenbesitzern, die für Gießwasser Abwassergebühren zahlen müssen.

Ortssprecher Schmid regte Verbesserungen bei der Adenauerbrücke an.

Der Neue Tag Schwandorf, 01.02.1999